Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trennungsangst seit Geburt

Frage: Trennungsangst seit Geburt

Molly_82

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Lieber Dr. Posth, Sohn 2,8J , Dreimonatskolik, sensibel, ausgeglichen, fröhlich, kontaktfr., z. T. aber auch zurückhaltend in neuen Sit. Geburt Schwester 22.10.2013 . Seitdem extreme Angst ohne mich aus der Wohnung zu gehen, auch nicht mit Papa. Wenn wir dann draußen sind bin ich Luft, auch im Garten kommt er dann nicht zu mir sondern zum Papa. Loslösung erschien gut vorangekommen zu sein. Einschlafstillen (noch immer )erschwerte diese denke ich, Abstillen einfach nicht möglich, mag aber gar nicht mehr. Wie mit Trennugsangst umgehen? lässt sich auch mit den “schönsten Dingen” nicht locken. . fragt immer “Mama weggehen” wenn er sich im Stress befindet (z.B. beim Trotzen). Wirkt sehr angespannt, haut und wirft Sachen um sich. ich 1 Nacht wegen Geburt nicht da. dafür aber Papa, Oma (schlief bei ihm, liebt sie). zeigte extrem angepasstes Verhalten. schlief ohne weinen ohne mich ein. am nächsten morgen mich ignoriert. sagte später "war doll doll traurig" keine Frembbetr. aber Spielgr.DANKE


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Ihrer Beschreibung nach Ihr Sohn ein etwas widersprüchliches Verhalten. Reine Trennungsangst scheint das nicht zu sein. Er traut sich nur nicht, etwas alleine ohne Sie zu unternehmen. Ginge er denn ohne Sie mit seinem Vater raus? Ist das der Fall, dann wäre die Loslösung schon ein gutes Stück voran gekommen. Aber die Angst, Sie könnten ihn verlassen, scheint ihm sehr präsent zu sein. Hat er sich, denn, als Sie zur Geburt im Krankenhaus gewesen sind, zu Hause bei seiner Großmutter wohlgefühlt? War Ihr Mann nicht bei Ihnen zur Geburt? Der Trotz hat nichts mit Trennungsangst zu tun, da geht es um Selbstbehauptung. Und die scheint er noch immer sehr vehement durchsetzen zu wollen. Daher das wütende Schmeißen von Gegenständen. Sie können Ihrem Sohn jetzt schon erklären, dass Sie ihn nur wegen der Geburt haben zu Hause zurücklassen müssen. Dafür hat er jetzt ein Geschwisterchen bekommen. Aber gerade in diesem Moment ist auch wieder der Vater wichtig, der seine Bindung zum Kind festigen und das Teilen der Mutter zwischen zwei Kindern ausgleichen muss. Wenn das Ihrem Mann gelingt, dürften sich die Probleme langsam verlieren. Viele Grüße


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