Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trennungsangst bei fast 6 Jähriger

Frage: Trennungsangst bei fast 6 Jähriger

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Hallo dr. Posth, meine Tochter ist nie in Kindergarten gegangen weil sie Trennungsangst hat. Wir sind seit ca. 10 Wochen in Behandlung mit einer Sandspieltherapie. Sowie eine Heilpädagogin die zu uns ins Haus kommt 1 bis 2 mal die Woche um sie in den Kindergarten den sie wohl ab Sep. besuchen sollte zu begleiten. Wir haben sie noch mal 1 Jahr zurück stellen lassen von der Schule. Wie gehe ich da richtig vor? Meine Tochter ist ja dann schon 6 Jahre alt, soll ich dann trotzdem eine Sanfte Ablösung praktizieren oder sie einfach hinbringen und dann wieder gehen bzw. max. 10 min. bleiben so wie es die heilpädagogin mir raten tut? Die sagen ja, die wird sich schon wieder beruigen wenn sie Weinen sollte und sie sei ja schon 6 Jahre alt und versteht sehr viel. Was meinen Sie? Sie schläft auch noch im Schlafzimmer in ihr Bett aber wenn sie Nachts wach wird kommt sie zu uns ins Bett um weiter zu schlafen. Hoffe sie haben mir einen Tipp. Danke im Voraus. Liebe Grüße Marina


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Trennungsangst Hallo, wenn einmal Trennungsangst entstanden ist, gelten nicht mehr die üblichen Regeln der frühkindlichen Entwicklung. Die Trennungsangst erzeugt ja eine regressive Anhänglichkeit und die Kinder verhalten sich in ihrer Angst so wie 1-2-jährige. Es gehört nun zur Therapie, dass man die Kinder auch so behandelt, wie es der zurückgefallene Entwicklungsstand vorgibt, sprich man begleitet sie bei Übergängen in eine neue Umgebung, bis sie sich dort von selbst beruhigen können. Zunächst brauchen sie dazu noch eine Ersatzbezugsperson, Erst im nächsten Schritt genügt dann das momentane Warten und Winken, also die üblichen Abschiedszeremonien. So sollten Sie auch vorgehen, die begonnene Therapie geht ja auch genau in diese Richtung. Viele Grüße


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