Yvo87
Sehr geehrte Frau Henkes, Ich habe mich im September 23 von meinem Partner getrennt. Unser Sohn Niclas (4j.) hat das ganze sehr gut aufgenommen . Inzwischen schläft er auch gerne bei Papa und hatte auch in der Kita keine Auffälligkeiten. Nici hatte nie viele wutanfälle wo er so richtig herum brüllt. Der letzte dürfte mit 2 Jahren gewesen sein. Jetzt hat er sowohl an Ostersonntag als auch Ostermontag Abend gegen 19 Uhr einen wutanfall bekommen. Für gewöhnlich fängt er um diese Zeit an müde zu werden und geht spätestens um 19:30 Uhr auch schlafen. Jetzt reichte die kleinste Frustration aus damit er richtig schreit. Er ist die letzte Zeit auch schnell weinerlich wegen kleinsten Verletzungen oder wiederworten. Bei dem Ausraster Ostermontag hat Niclas ein Foto von Papa gefunden und weinte und rief nach Papa und wollte ihn sehen. Sie sehen sich jede Woche mindestens einmal mit Übernachtung und auch das elterliche Verhältnis ist entspannt. Wenn die beiden zusammen sind wird immer etwas tolles gemacht. Papa fährt weiter Strecken für tolle Schwimmbäder oder vergnügungsparks. Es wird ständig zu essen bestellt. Ich kann das alles nicht bieten zumindest nicht so häufig . Ich weiß es ist vll übertrieben direkt vom schlimmsten auszugehen ,aber muss ich mir sorgen machen das ich mein kind verliere an seinen Papa? Muss ich mir sorgen machen das er jetzt plötzlich solche wutanfälle wieder bekommt ? Wenn er sich beruhigt hat sagt er immer er ist müde.... Ich freue mich sehr auf Ihre Meinung und Einschätzung. Ganz liebe Grüße Yvonne
Guten Tag, ich denke nicht, dass Sie sich Sorgen machen müssen, Ihren Sohn zu verlieren. In der Kinderentwicklung sind Phasen mit gesteigerter Wut ganz normal. Eine aggressive Selbstbehauptung dient der Abwehr von Frustrationen. Ihr Sohn muss als Vierjähriger Frustrationstoleranz erst entwickeln. Außerdem verhilft Wut Ihrem Sohn, seinen Willen gegen Ihren zu setzen. Dadurch entwickelt er Wirkmächigkeit. Die hilft ihm, sich aus der engen Abhängigkeit der ersten Jahre zu lösen. Diese Ablösungsprozesse finden bei beiden Elternteilen statt. Vermutlich hat Ihr Sohn sich bei seinem Wutanfall nicht nach dem Vater gesehnt, sondern das gefundene Foto hat seine bereits bestehende Frustration gesteigert als weiterer Faktor zu allem, was gerade nicht geklappt hat. Versuchen Sie, diese Wutanfälle geduldig mit Ihrem Sohn durchzustehen. Trösten Sie ihn, weil er so wütend werden muss. Unterstützen Sie ihn bei der Entwicklung von Frustrationstoleranz, indem Sie ihm Alternativen aufzeigen. Da Sie in gutem Kontakt zum Vater Ihres Sohnes stehen, können Sie vielleicht mit ihm besprechen, wie es für Sie wirkt, dass er dem Sohn immer etwas Besonderes bietet. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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