Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, meine Tochter ist knapp 21 Mon. alt und ist gegenüber anderen Kindern sehr schüchtern und zurückhaltend. Wir gehen seit 1 Jahr in eine Krabbelgruppe, kennt die anderen Kinder also schon lange, jedoch sitzt sie fast die ganze Zeit nur auf meinem Schoß und beobachtet. Sie spielt auch kaum, wenn ja, lässt sie sich jedes Spielzeug wegnehmen ohne sich zu wehren. Sie weint dabei aber auch nicht. Das gleiche ist zuhause, wenn ein Kind zu Besuch ist, lässt sie sich alles aus der Hand herausreißen, ohne sich zu wehren. Auf dem Spielplatz spielt sie, solange sie alleine ist. Sonst ist sie ein sehr fröhliches, aufgewecktes und auch sehr temperamentvolles Kind. Uns gegenüber äußert sie in letzter Zeit gegenüber Gegenständen, die sie hat "Meine". Warum macht sie das nicht bei anderen Kindern? Wie können wir Sie unterstütze, dass sie ein bisschen selbstbewußter wird. Ich war als Kind auch sehr schüchtern - kann sich das vererben? Vielen lieben Dank Gruß Carmen
Stichwort: Selbstbewußtsein Liebe Carmen, es gibt Wissenschaftler, die sind der Auffassung, daß Schüchternheit bis zu einem gewissen Grade auch eine Anlage ist. Ich meine aber, daß die ganze Entwicklung des Kindes entscheidend mitgestaltet. Aber mit weniger als 2 Jahren kann man noch kein Selbstbewußtsein im eigentlichen Sinne bei einem Kind erwarten. Kinder, die sich alles grapschen und rabiat in Szene setzen sind nicht selbstbewußt. Das ist ein Irrtum. Sie nur durchsetzungsfreudiger, offensiver und meist auch aggressiver. Die Äußerung Ihrer Tochter "alles ist meins" ist typisch für das Alter und auch wichtig. Die Kinder fangen damit an, sich und ihr gefundenes Selbst durch -oft nur vermeintlichen- Besitz aufzuwerten. Daher nehmen sie sich alles, was sie bekommen können und deklarieren es als ihr Eigentum, auch das von fremden Kindern. Damit geht natürlich der Streit los. Und jetzt zeigt sich, ob das eigene Kind eher zu dem offensiven Typ gehört oder zu dem defensiven. Und da mag Vererbung eine Rolle spielen. Aber es hat keine Sinn, sein Kind "umdrehen" zu wollen und aus dem stillen Beobachter den forschen Kämpfer zu machen. Jedes Kind sucht sich mit seinen Voraussetzungen seinen eigenen Weg. Und je mehr dieser Weg der eigenen Veranlagung entspricht und je mehr Erfolg das Kind auf diese Weise hat, desto selbstbewußter wird es, ob offensiv oder defensiv. Beide Typen sind gleich stark und werden im Leben gebraucht. Viele Grüße
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