Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

selbstbewußtsein

Frage: selbstbewußtsein

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Hallo, mein Sohn ist 3 Jahre alt und geht nicht in den Kiga,weil ich weiss,das er untergehen würde.Er spielt konzentriert,liebt die Ordnung, packt fremde Spielsachen nicht an,ist schüchtern, wehrt sich selten.Wenn fremde ihn kritisieren,kinder(auch jüngere) ihm was wegnehmen,sein Umfeld beeinflussen,weint er und sucht meine Hilfe.Hauptproblem ist sein mangelndes Selbstbewußtsein,die dazu führt,dass er schnell weint und sehr schüchtern wird.Bei Besuch braucht er mehr als 1 Stunde,bis er sich entspannt.Trotzdem will er,dass wir bei ihm bleiben.Wenn wir draussen sind,ist er viel lockerer und hat sofort Spaß. Er geht sehr gerne spazieren,auch mit Kindern.Distanziert dann sich von uns.Der Papa unternmimmt am WE und abends sehr viel mit ihm.Wir schaffen es nicht,dass er versteht,bei jeder Kleinigkeit nicht zu weinen und bei Problemen nicht von uns immer Hilfe zu fordern.Zugegeben spielen wir sehr oft mit ihm,verglichen zu anderen bekannten Familien.Wie sollten wir damit umgehen? Vorab Danke


Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort Selbstbewußtsein Hallo, wahrscheinlich sollte ich noch einmal darauf hinweisen, daß im Alter von 3 Jahren das Selbstbewußtsein erst in der Aufbauphase ist. Erst mit 4 bis 5 Jahren kann man da von einem Kind erste sichtbare Erscheinungsformen im Verhalten erwarten. Insofern sollten Sie Ihrem Sohn einfach noch etwas Zeit lassen und nur die Dinge beachten, die nötig sind, damit ein Kind Selbstbewußtsein aufnauen kann. Mit Weinen quittieren die Kelinkinder im Wesentlichen drei Gefühle, ertens Schmerz, zweitens Wut (über eigenes Mißlingen oder z.B. auch fremde Kritik) und drittens jetzt zunehmend Trauer (über Verlust oder Enttäuschung). Dann gibt es auch noch das Weinen vor Angst. Daran sieht man, daß Weinen in diesem Alter noch ein wichtiges Instrument ist, übermäßige Spannung in sich selbst anzubauen. Erst im Schulalter läßt diese emotionale Reaktionsweise dann deutlich nach. Elterliche Hilfe einzufordern, erspart einem Kind die Auseinandersetzung mit Aufgaben, die es zu bewältigen hat. Aber Selbstbewußtsein erwächst auch aus der Bewältigung dieser Aufgaben ohne fremde Hilfe. Sie sollten also genau überlegen, wann Sie ihrem Kind tatsächlich helfen und wann ihre Hilfe darin besteht, es einfach zu ermuntern, zunächst selbst klar zu kommen. Viele Grüße


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