Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

selbständiges Beschäftigen / Schlafen

Frage: selbständiges Beschäftigen / Schlafen

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Hallo Herr Dr. Posth Mein Sohn (fast 7 Monate alt), schläft seit Geburt sehr wenig, hat in den ersten Monaten sehr, sehr viel geschrien, verlangte viel Körpernähe und wird/wurde viel getragen (Tragetuch). Auch heute schreit er noch verhältnismäßig viel, schläft tagsüber höchstens mal eine viertel bis halbe Stunde (auf meinem Bauch oder im Tragetuch auch mal länger) und nachts etwa von 10 - 7.30 Uhr. In der Regel scheint er jedoch auch nicht mehr Schlaf zu benötigen - er macht einen sehr fitten, aufgeweckten Eindruck. Höre in letzter Zeit aus verschiedensten Kreisen, er bekäme viel zu viel Körperkontakt (werde zu sehr verwöhnt) und ich sollte zumindest dafür sorgen, dass er tagsüber nicht mehr nur bei mir längere Zeit schläft. Er solle dann halt nur eine viertel Stunde schlafen - dafür aber alleine. (Nachts schläft er seit er etwa 3 1/2 Monate alt ist, im eingenen Bett bei uns im Zimmer). Wie sehen Sie das? Bekommt er wirklich zu viel Körperkontakt??? Mittlerweile hat er mal wieder eine Phase, in der er sich etwa 2-3 Mal am Tag ausgesprochen lange alleine beschäftigt (etwa eine gute 3/4 Stunde), auch wenn ich nicht im selben Raum bin, sondern nur immer wieder zu im hereingehe. Diese Zeit nutze ich gerne für meine Hausarbeit, da ja vor allem in den ersten Monaten sehr viel liegen geblieben ist. Mache mir trotzdem immer Gedanken, ob er sich auch wirklich meldet, wenn er mich braucht, und ich ihn nicht zu lange sich selbst überlasse (oder ist das eigentlich normal, und für mich einfach noch zu ungewohnt????) Wie sehen sie das? Ist die Zeit zu lange, in der ich ihn sich selbst überlasse? Vielen Dank schon im voraus!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, zuviel Körperkontakt gibt es im Säuglingsalter nicht, jeder Säugling würde verdrießlich reagieren, wenn es ihm zuviel wird. Und Verwöhnen geht noch nicht, s. mein Langtext über das emotionale Bewußtsein. Aber ein vernachlässigter Säugling würde auch verdrießlich reagieren und sich melden, notfalls mit Geschrei. Von daher ist es völlig in Ordnung, wenn Ihr Sohn auch mal etwas länger allein mit sich zufrieden ist. Ich habe den Eindruck, Sie machen eigentlich alles richtig, nur gibt es da Verwandte und Freunde, die Sie verunsichern wollen. Lassen Sie sich nichts einreden. Viele Grüße


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Er schläft tagsüber alleine nur ein- oder zweimal je eine viertel Stunde - sonst ist er wirklich den ganzen Tag wach! Nachts (10-7.30) schläft er zwar, aber nur selten wirklich durch, wird meist einmal gestillt, wacht manchmal auf und weint, schläft sowohl nach dem Stillen, als auch sonst sehr schnell wieder ein.


Mitglied inaktiv

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Mein Sohn (fast 7 Monate) beschäftigt sich auch bis zu einer Stunde selbst, während ich nur ab und zu nach ihm schaue, "gutschi, gutschi" mache und sonst mich dem Haushalt widme. Frage mich auch dauernd, ob er sich dennoch alleine fühlt, obwohl er sich nicht beschwert. Sind manche Kinder so genügsam, dass sie gar nicht aufmucken, obwohl sie sich alleine fühlen? Andererseits glaube ich, merke ich ganz genau, wenn er mal nicht alleine sein will. Aber ich mache mir die gleichen Gedanken und bin gespannt auf die Experten-Antwort. Kerstin


Mitglied inaktiv

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Hallo Herr Dr. Posth Auf diesem Weg einmal ein herzliches Dankeschön - v.a. auch für Ihre aufbauenden Worte oben. Stelle selbst zwar eher selten Fragen, lese aber viel in Ihrem Forum und fühle mich hier so gut aufgehoben. Leider musste ich schon feststellen, dass nur sehr wenige Mediziner Ihre Auffassungen teilen. Als mein Sohn mit drei Wochen in eine Würzburger Kinderklinik musste (er war ein Schreibaby), durchliefen wir die Hölle, da ich mein Kind weder habe schreien lassen noch sonst alleine gelassen habe, stattdessen wenn notwendig den ganzen Tag getragen, auf meinem Bauch schlafen... habe lassen. Ununterbrochen wurde mir von den Ärzten versucht einzureden, wie verzogen mein Kind schon jetzt sei, ob ich mir nicht überlegen wolle, wohin dies noch führe, was für ein Problemkind es auch später sei usw. (Die Unfähigkeit meines damals 3 Wochen alten Sohnes, alleine zu sein, wurde sogar in ähnlichem Wortlaut im Entlassungsbericht festgehalten!!!) Diesem Druck haben wir drei Tage standgehalten, dann habe ich meinen Sohn auf eigene Verantwortung mit nach Hause genommen. (Dies nur kurz zu meinen bisherigen Erfahrungen mit Ärzten und deren Verständnis im Umgang v.a. mit sog. "Schreibabys".) Deshalb nochmals ein ganz, ganz herzliches Dankeschön!!!!


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