Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth! Unser Sohn ist knapp 1 1/2 Jahre alt und zur Zeit sehr anstrengend. Egal was wir vorhaben, er "ist dagegen", wird zunehmend trotzig, wenn er etwas nicht darf usw.,usw. Ist das typisch für dieses Alter? Ich habe auch den Eindruck, dass er sich zur Zeit als recht "erziehungsresistent" erweist, er ignoriert Verbote, macht Dinge immer wieder. Häufig werde ich dann lauter, was aber auch nicht den gewünschten Effekt erzielt und ihn manchmal noch zu einer anderen unerwünschten Übersprungshandlung zu animieren scheint. Sollte man so gelassen wie möglich bleiben, natürlich trotzdem konsequent? Wie ist das mit lautem Schimpfen? Ich fühl´mich häufig nicht sehr wohl dabei, da man auch leicht in diese Schiene reinrutscht, andererseits hat man bei zu viel "Milde" das Gefühl, man setze nicht richtig Grenzen... Was tun? Vielen Dank für Ihre Mühe! M.
Hallo, Ihr Sohn kommt jetzt zunehmend in die sogenannte Trotzphase. Alles, was er tut und was Ihnen im Moment Probleme und Verdruß bereitet, ist typisch für den frühen Widerstand und den Beginnn des Trotzens. Wie man mit Trotzen umgeht, dazu bitte meinen Langtext, Teil 3 und die Antworten zu Trotz im gezielten Suchlauf lesen. Schimpfen im angemessnen Rahmen gehört übrigens durchaus zu den nötigen Maßnahmen. Allerdings geht es -zumindest in meiner Konzeption- nicht darum, dem Kind früh Grenzen zu setzen. In ganz anderer Weise geht es darum, mit dem Kind Regeln zu erarbeiten, die es lernen muß. Das geht in spielerischer Weise wie natürlich auch in konflikthafter Auseinandersetzung. Unter "Regelkonzept" steht auch hierzu im gezielten Suchlauf einiges. Viele Grüße
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