Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

schüchtern

Frage: schüchtern

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Mein Sohn (20 Monate) ist schüchtern. Er geht noch nicht in den Kiga, aber ich gehe mit ihm mehrmals wöchentlich zu verschiedenen Krabbelgruppen. Er weint, wenn ein Kind ihm ein Spielzeug aus der Hand nimmt, hält es manchmal etwas fest, bis das andere es geschafft hat, ihm wegzunehmen, dann kommt er weinend zu mir. Er selber nimmt anderen Kindern nichts weg, sondern steht da, schaut und sagt z.B. sehnsüchtig: „Auto, Auto“. Wenn die anderen Kindern aufgehört haben damit zu spielen, geht er hin. Oft lässt er sich von anderen Kindern wegdrängeln und weint dann. Sogar bei uns zu Hause, wenn z.B. sein 4 Monate jüngerer und viel kleinerer Cousin zu Besuch ist. Wir erziehen ihn nach Ihren Empfehlungen, außer dass ich ihn noch stille. Zu Hause ist er ein sehr vorsichtiges, ruhiges und verschmustes Kind. Wie können wir ihm helfen, im Umgang mit anderen Kindern sicherer zu werden?


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es ist schwierig, um nicht zu sagen unmöglich, ein defensiv veranlagtes Kind zur Offensivität zu erziehen. Defensivität und Offensivität sind Charaktermerkmale, die weitgehend angeboren sind. Allerdings nützt es auch einem defensiven Kind, wenn es eine gute Loslösung durchlaufen kann, wahrscheinlich profitiert gerade ein solches Kind noch besser davon. Beim Langzeitstillen, meine ich eine gewisse Blockade in der Loslösung feststellen zu können. Das Kind wird durch das Angebot der Mutterbrust zwangsläufig immer wieder rückgebunden an die Mutter. Möglicherweise liegt darin u.a. auch das Problem Ihres Sohnes. Gelingt denn die Loslösung über den Vater? Viele Grüße


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