Hildi1760
Hallo, mein Sohn (6 Mon) ist munter, lacht viel, wir stillen und schmusen gerne.Bei Fremden ist er ängstlich und fremdelt, bei der Oma (sehr gutes Verhältnis) ist er aber gerne. Freunde sagen ich solle ihn schon mit 1J in die Kita geben da es so für seine Entwicklung besser sei. Aber es kann doch nicht gut sein ein Kind unter 3J abzugeben? Es muss doch erst die sichere Bindung zur Mutter aufgebaut werden, dann zum Vater und Oma etc.? Er muss doch erst sich und die Welt um sich herum kennenlernen bevor er in den Trubel einer Kita kommt? Ich habe ausserdem gehört dass sie dort mittlerweile fernsehen, es seien wohl zu wenig Erzieher dort und es ginge nicht anders sagte eine Freundin. Das möchte ich absolut nicht. Meine ältere Tochter kommt nächstes Jahr mit 4 in den Kindergarten (davor daheim) und sie ist sprachlich und motorisch sehr weit, wir haben eine sehr gutes Verhältnis, sie ist ausgeglichen und ich kann vieles vernünftig mit ihr besprechen. Da kann es doch nicht verkehrt sein dass Ich es mir den kleinen ebenso handhabe? Diese besagten Freunde schicken mir Artikel in denen steht die Wirtschaft habe Studien die belegen dass Kinder die früh abgegeben werden später ”durchsetzungsfähiger und kommunikativer“ seien, stimmt das wirklich? Oder sind diese herbeigezogen um die Frauen wieder in Beruf zu bringen? Ich finde diese Entwicklung des frühen abgebens beängstigend Ganz liebe Grüße
Dr. med. Ludger Nohr
Hallo, ich gebe Ihnen völlig Recht. Möglicherweise dienen diese Artikel Ihren Freundinnen dazu, ihre Kinder ohne schlechtes Gewissen früh abgeben zu können. Bis heute ist die überwiegende Meinung der Fachleute (Kinderärzte, Kindertherapeuten, Pädagogen usw.), dass die Kinder länger als ein Jahr brauchen, um ein stabiles Grundvertrauen und sichere Bindungen aufzubauen. Das ist besonders wichtig, um später eine Haltung zu finden, die das eigene Leben zufriedenstellend leben lässt und zwar nach den eigenen Ansprüchen (und nicht, was gerade gebraucht wird oder wirtschaftlich oder gesellschaftlich gewünscht ist. Den Zusammenhang haben Sie richtig erkannt). Gerade weil Sie gute Erfahrungen mit Ihrer älteren Tochter haben, sollten Sie sich da nicht verunsichern lassen. Soziale Erfahrungen (kleine Gruppen, Mu-Kind-Treffs usw.) lassen sich auch privat organisieren, ohne dass das Kind schon früh in ein Konzept gegeben werden muß. (Um nicht missverstanden zu werden: Ich bin froh, dass es Möglichkeiten der Frühbetreuung gibt für die, die es brauchen. Aber aus Kindersicht ist es ein Kompromiss und keine Notwendigkeit). Dr.Ludger Nohr
Mitglied inaktiv
Lass dich nicht beirren, wenn du deine Kinder bis 3 Jahre zuhause betreuen willst und es kannst, dann ist das einzig und allein deine Entscheidung. Bei uns war der Kompromiss, dass die Kleine mit 18 Monaten in die Kita geht, aber ich noch zu Hause bleibe, sodass wir da keinen Druck haben und ich sie auch wieder hätte raus nehmen können. Sie fand und findet die Kita toll, aber hin und wieder möchte sie auch mal tageweise zu Hause bleiben und ich bin froh, dass das bei uns ohne Probleme möglich ist. Beim Kleinen machen wir es jetzt genauso. Magst du denn die Studie mal verlinken? Würde mich ja mal interessieren. Man muss solche Studien immer mit Vorsicht genießen und wirklich genau schauen, was untersucht wurde. Ich kenne eine Studie, die immer gerne heran gezogen wird zum Thema Kind und Arbeiten, also das Kindern von arbeiten Eltern in der Schule erfolgreicher sind. Das wurde im Foren usw. häufig als Beweis für den früheren Kita-Start und dass Mütter früh wieder arbeiten gehen sollen, herangezogen. Dabei wurde das in der Studie gar nicht untersucht. Es ging nur um Schulkinder und die Frage, ob deren Mütter arbeiten. Von daher muss man bei solchen Studien schon genau schauen.
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