Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

nochmal zum Thema Aggression

Frage: nochmal zum Thema Aggression

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S.g.Herr Dr. Posth, meine Tochter(22 Mon.) reagiert auf vor allem auf fremde Kinder sehr aggressiv, z.B. in Form von Schubsen, Haare ziehen, wenn diese ihr zu nahe kommen oder "ihre" Spielsachen haben wollen.Ich verhalte mich ihren Vorschlägen entsprechend und betreue meine TOchter mit großer Geduld und LIebe. GEnauso macht es meine Mutter, die sie 3 Vormittage betreut, aber fast täglich sieht und innig liebt. Ihren Papa liebt sie auch,er kommt aber nach der Oma und mir.Sie ist sehr fröhlich, aufgeschlossen und lebhaft und ihren Altersgenossen körperlich weit voraus (92 cm und sehr fit).Ist das vielleicht zuviel des Guten? Irgendwo muß doch der Haken liegen? Wie oft und in welchem Umfang sollte ich Kontakt mit Kindern suchen? Sollte ich sie vielleicht erst mal eine zeitlang von Kindern fernhalten? Wo muß ich nach der Ursache für dieses VErhalten forschen? Vielen Dank


Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort Aggression Hallo, zunächst einmal sind solche frühen, aggressiven Erscheinungen bei Kleinkindern normal. Im 3.-4. Lebensjahr meldet sich dieser Trieb in jedem Kind. Sicher gibt es Kinder, die sehr wenig aggressives Potential mit auf die Welt bringen, die meisten Kinder sind aber anders. Wenig aggressiv veranlagt zu sein, ist nicht immer von Vorteil! Das aggressive Potential benötigen die Kinder, um sich gegen andere Kinder eindeutig abzugrenzen und um ihre ersten positiven Attribute zu verteidigen. Auch das gerade entwickelt Selbstgefühl muß verteidigt werden. Die eigenen Spielsachen gehören eindeutig zu den ersten positiven Attributen und werden als Besitz reklamiert. Fühlt sich ein Kleinkind bedrängt oder gar bedroht, nimmt es gerne die aggressive Veranlagung zu Hilfe, um dieses Besitztes nicht gleich wieder verlustig zu gehen. Bis hierhin ist alles normal. Rivalisierung unter Geschwistern heizt die aggressive Veranlagung noch auf. Die hierbei erprobten Verhaltensformen werden dann auf die Gruppe übertragen. Schlechtes Vorbild, das sei nur nebenbei gesagt, wirkt sich selbstverständlich ungünstig aus. Um die aggressiven Handlungen in Schach zu halten oder zu korrigieren, wendet man als Eltern am besten die Methode der Induktion (s.d.) an und ist ein gutes Vorbild. Vermutlich handelt es sich bei Ihrer Tochter nur um eine etwas stärkere Veranlagung, die es sanft zu korrigieren gilt. Viele Grüße


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