Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Mama seit kurzem Arbeit - Kind unglücklich?

Frage: Mama seit kurzem Arbeit - Kind unglücklich?

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Meine Tochter ist 24 Monate alt und wurde gestillt bis zum Alter von 17 Monaten (8 davon voll). Seit sie 15 Monate alt war, geht sie zur Tagesmutter; die Ablösung lief sanft, sehr schnell und gut - sie geht gerne hin und hat selten geweint beim Abschied (aber manchmal eben doch). Doch rund um die tägliche Fremdbetreuung war ich immer da und verfügbar für meine Kleine. Nun gehe ich seit 3 Wochen arbeiten und bin dadurch relativ häufig weg. Morgens verlasse ich oft vor der Kleinen das Haus (der Papa bringt sie dann zur TaMu) und am Nachmittag bin ich auch öfter unterwegs. Nun habe ich den Eindruck, daß sie mir das "übel nimmt". In letzter Zeit reagiert sie nämlich oft mißmutig auf mich (Mama). D.h. nach einer Trennung fängt sie in dem Moment, in dem sie mich wiedersieht, an zu ningeln. Was glauben Sie: ist das Ausdruck des Unmuts über die in letzter Zeit gehäuften Trennungen? Oder können Sie sich auch eine andere Erklärung vorstellen?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es liegt zumindrest sehr nahe, dass die jetzt ausgedehnteren Trennungen von Ihrer Tochter viel stärker wahrgenommen werden und auch schmerzlicher empfunden werden. Dazu kommt, dass Sie selbst wahrscheinlich gestresster sind als früher und weniger geduldig auf ihre Tochter reagieren. Die Doppel- und Dreifachbelastung Mutter sein, Beruf ausüben und Ehe- und Hausfrau sein, ist in jeder Hinsicht eine Maiximalherausforderung. Das wirkt sich ganz schnell auf die Kinder aus. Haben Sie eine Möglichkeit, irgendetwas daran zu ändern? Ansonsten ist es gut und richtig, wenn der Vater in die Ablöseaufgabe am frühen Morgen mit eingespannt ist, ist er doch das Loslösungsvorbild und erzeugt von Natur aus nicht so starke Anklammerungsbedrüfnisse beim Kind. Viele Grüße


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