rs1976
Hallo Herr Dr. Posth, vielen Dank für Ihre Antwort bzgl. meines Sohnes (4,6) von letzter Woche! (ID 46368) Können wir jetzt im Kiga so weitermachen wie bisher, d. h. ich bringe ihn, warte dort noch einen Moment bis er spielt und außer Sichtweite ist, und gehe dann unauffällig fort? Bedeutet das eine Mischung aus den Elementen der sanft.Abl. und altersgemäßer Abl.? Er sagt ok mama, rennt dann los zum Spielen. Es geht auch immer schneller und er wartet auch nicht mehr unbedingt auf seinen Freund oder die Erzieherin. Ansonsten ist sein Verhalten wie immer, er kommt noch nach wie vor jede Nacht, wenn er aufwacht zu uns ins Bett. Ist das ok? Nochmals vielen Dank und liebe Grüße
Hallo, das Aufkommen der Realängste, so wie Sie diese mir in Ihrem letzten posting geschrieben haben, sollten Sie an der Stelle anpacken, wo sie auftreten, aber nicht durch Zurückfahren des Ki-gas. D.h. also im Ki-ga bleibt alles so wie gehabt. Es ist natürlich richtig, die Trennungssituation am Morgen nicht zu überstrapezieren, denn das ruft Angstgefühle in ihm hervor, die er offenbar noch schlecht bewältigen kann. Es spürt das offenbar selbst und entgeht durch sein Verhalten diesem schmerzlichen Moment. Wenn er noch mehr Sicherheit in seinem Ki-ga zeigt und emotional wieder ausgeglichen wirkt, wäre es allerdings besser, eine klares Verabschieden zu vereinbaren mit Umarmung, Küsschen und Winken (Abschiedsbewusstheit, s.a. Psychologin Theresia Herbst, www.sicherebindung.at, Frühe Fremdbetreuung und Übergänge in Betreuungseinrichtungen). Nachts holt er sich derzeit die Bindungssicherheit zurück, wenn er noch zu ihnen ins Bett kommt. Einstweilen sollten Sie das so lassen. Er braucht es zu seiner Stabilisation. Viele Grüße
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