Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth! Seit dem Tod meines Vaters im Mai 2004 werde ich durch meinen Florian (seit Juni 3 Jahre) immer wieder mit dem Thema konfrontiert. Flo war zu dem Zeitpunkt als sein Opa starb ca. 23 Monate alt. Schon zu diesem Zeitpunkt erstaunte er mich sehr, besonders im Umgang mit meiner Mutter. Natürlich bemerkte er, dass der Opa nicht mehr da war, wenn wir zur Oma kamen, er erwähnte ihn aber bei meiner Mutter mit keinem Wort! Er schien zu spüren, dass meine Mutter am Anfang nicht darüber reden konnte... Und das, obwohl das Thema "Opa ist nimmer da" z.B. auf der Hinfahrt die ganze Zeit Thema im Auto war. Wir hatten ihm erklärt, dass der Opa jetzt im Himmel wohnt und nimmer kommt. Eigentlich hatten wir geglaubt, der Flo "versteht eh nichts bzw. nicht viel". Aber von ihm kamen dann z.B. Sätze wie "Zum Himmel hoch gibt es keine Treppen!" und "Die Oma weint, weil der Opa nicht mehr kommt."... Im 2. Posting gehts weiter...danke fürs Weiterlesen!
Hallo, ein zweites Posting finde ich nicht. Aber vielleicht kann ich Ihnen auch so antworten. Es gibt einen berühmten Satz über den Menschen, der lautet: das menschliche Gehirn ist eine Erklärungsmaschine. Das trifft auch schon auf das Kindesalter zu. Ihr kleiner Sohn nimmt die Metapher vom Himmel ganz wörtlich und sucht nun den Zugang dorthin. Auch erkennt er jetzt mit 3 Jahren langsam die Gefühle des Trennungsschmerzes, weil er sie selbst erlebt. Aus solchen Gründen ist es fragwürdig, ob es gut ist, den Tod eines Menschen mit der Unsterblichkeit im Himmel zu verbinden. Man kommt automatisch in Erklärungsnöte. Einem Kleinkind macht es in Wahrheit nichts aus, wenn der Tod endgültig ist, denn es hat bis etwa 4 jahre ohnehin kein Zeitbewußtsein. Es macht nur uns Erwachsenen etwas aus, die Endgültigkeit des Todes zu akzeptieren und diese dann auch auszusprechen. Wenn Sie die Vorstellung des Himmels aber bringen, müssen Sie über kurz oder lang auch einen Gottesbegriff vermitteln, welcher durch den Glauben das Unerklärliche möglich macht. Viele Grüße
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