sabrina3001
Guten Morgen Herr Dr, Posth, unser Sohn geht ab nächsten Monat in die Kita (4Tage für 4 Stunden). Er ist dann 11 Monate alt und es gibt eine sanfte Eingewöhnung, Dazu habe ich noch zwei Fragen: 1. Woran merke ich, das man einen ersten Trennungsversuch wagen kann? Er kann ja noch nicht sagen, dass ich kurz gehen darf. 2. Ich möchte, immer angerufen werden - auch nach der Eingewöhnung - wenn er weint und sich nicht sofort beruhigt, da ich direkt nebenan arbeite (Betriebskita) und dann kommen würde. Wie lange / bis zu welchem Alter ist ein solches Vorgehen sinnvoll? Vielen Dank!
Hallo, Sie merken es, wenn Ihr Sohn eine Beziehung zu seiner Erzieherin bzw. Betreuerin aufbaut. Er wendet sich dann plötzlich an sie, wenn er ein Bedürfnis hat, und er lässt sich auch von ihr trösten, wenn etwas nicht gelingt. Erst wenn das zu erkennen ist, dürfen Sie einen ersten Trennungsversuch wagen, wobei Sie in Kontakt bleiben müssen mit er Erzieherin. Es ist immer noch ein Unterschied, ob die Mutter als sichere Basis sofort erreichbar ist oder nicht. Bei der ersten Trennung sollte keine Angst beim Kind erkennbar sein, und falls es zu einem Weinen kommt, dann muss es auf dem Arm der Erzieherin auch sofort aufhören. Sie müssen praktisch das ganze 2. und evtl. auch 3. Lebensjahr damit rechnen, dass es einen "Rückfall" gibt, z.B. in der Wiederannäherungskrise mit ungefähr 1 1/2 Jahren. Schließlich ist die längere Trennung des Kleinkindes von der Hauptbezugsperson ein von der Natur nicht gewollter Zustand, sonst hätte die Evolution den Menschen anders konstruiert. Viele Grüße.
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