Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Ist es doch besser für Kinder sie in eine Fremdbetreuung zu geben?

Frage: Ist es doch besser für Kinder sie in eine Fremdbetreuung zu geben?

BettyBoop83

Beitrag melden

mein kleiner ist bald 2 und ich bin noch in Elternzeit. Mit 2,5 gehe ich halbtags arbeiten bis Mittag und bis dahin passt der Papa auf und Nachmittags ich. So benötigt der Lukas keine FB. Mein Neffe geht in die Kinderkrippe. Er ist 2,5. Er lernt dort natürlich einiges. Z. B frägt er jetzt immer wenn er was haben darf und spricht natürlich mehr. Ich bin eigentlich kein Fan von Frembetreuung.L. wird nur ab und an mal von der Oma beaufsichtigt. Sonst von mir und meinem Mann. Meine Frage lautet, ob es für Kinder vielleicht doch besser ist, (ab 2 Jahre) in Kinderkrippen unterzubringen? Mein Neffe geht sehr gerne hin die Eingewöhnung lief auch super. Die Betreuer sagen, dass wenn Kinder vorher in Krippen gehen, sich viel schneller in Kindergärten eingewöhnen. Was ist besser fürs Kind? Lukas hat min. 3 mal die Woche ´Kontakt mit Kindern, in der Turngruppe, Spielplatz und in der Familie. Man möchte natürlich alles so gut wie möglich machen, da ja die ersten 4 Jahre sehr prägend sind! DANKE!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Hallo, es gibt Gründe, die für eine frühe Fremdbertreuung sprechen und solche, die einen skeptisch sein lassen. Für die frühe Fremdbetreuung spricht immer, wenn es sich um ein Einzelkind handelt und wenn die Eltern zu beschäftigt sind, außerhäusige Kontakte zu anderen Kindern herzustellen. Ab 2 Jahre wird dieser Kontakt für Kinder langsam wichtig. Skeptisch stimmt einen, dass die frühe Fremdbetreuung allzu oft unfachmännisch angefangen oder durchgezogen wird. Das war in dem von Ihnen geschilderten Fall nicht so, aber leider ist ein solcher Verlauf noch eher selten. Es gibt auch noch andere Gründe, die einen nachdenklich machen sollten. Z.B. fremde erzieherische und weltanschauliche Beeinflussung, u.U. konträr zum eigenen Erziehungskonzept, Entfremdung des Kindes von der eigenen Familie. Wenn also für genügend Kinderkontakt im 2. Lebensjahr gesorgt ist, braucht ein Kind nicht unbedingt in die Kinderkrippe zu gehen. In Ihrem Fall scheint das der Fall zu sein. Viele Grüße


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Lieber Herr Posth, Unser 2. Kind, 1,5 Jahre wurde bisher nicht fremdbetreut. Er wird noch teilweise gestillt, Familienbett und viel getragen. Ist ein sehr fröhliches aufgewecktes Kind. Kein Schnuller, kein Schmusetier. ¨Schläft nur durch stillen ein oder teilweise unterwegs im Tragetuch auf dem Rücken. Deshalb war ich zu den Schlafenszeiten eige ...

Mein Sohn ist 17 Monate alt. Wurde bis jetzt eigentlich nicht fremdbetreut (ausser ein Paar mal ganz kurz für 3-4 Stunden, und das auch nur von Familienmitgliedern). Vor 3Monaten wurde er noch für 2 Tage von seiner Oma betreut (nach einer FG von mir), was super geklappt hat. Nun ist es so...Mein Mann und ich haben zu unserer Hochzeit eine Reise nac ...

Hallo, mein Sohn fast 11 Monate, wurde bisher noch nie fremdbetreut. Gestillt bis 7 Monate, schläft nur mit Einschlafbegleitung in unserem Bett ein und lege ihn dann in sein Bett in unserem Schlafzimmer zum Schlafen. Schläft bis auf wenige Unterbrechungen sehr gut. Sonst sehr fröhlicher und aufgeschlossener Junge, bisher kaum gefremdelt, macht scho ...

Lieber Dr. Posth, mein Sohn (2,4J) ist sehr ängstlich, fürchtet sich teilweise. Viel getragen, bis 1,5J gestillt, kein ferbern, seit Geburt schlafe ich im Kinderzimmer. Kita (1,6J) mit nur 1:2,5. Eingewöhnung sanft, 6 Wochen. Klappte gut, bis Gruppe größer wurde. Geht 3 h täglich hin. KV beschäftigt sich erst seit unserem Auszug vor 9 Mon. intensiv ...

Hallo, mein 17 mo alter sohn, sehr temperamentvoll, nie schreien gel, sehr anhängl., schläft bei uns im eig. Bett, lange gestillt, laufen u zahnen ab 11 mo, wurde bis auf 1x von oma noch nie fremdbetreut. gehen 1x die wo gemeinsam krabbelgruppe, 1x wo zur spielsgruppe (jew. 2 std). gehe in 4 Mo wieder arbeiten, 2 Vormittage die Wo. Suche eine Kripp ...

Sehr geehrter Dr. Posth, ich weiß, die Fremdbetreuung im zweiten Lebensjahr ist nicht ideal, aber wenn sie notwendig ist, ist es dann besser, das Kind jeden Tag zur Kita zu bringen, wie es viele Erzieherinnen befürworten (Regelmäßigkeit, Trennungsschmerz beginnt nicht immer aufs Neue) oder sollte man es nur an den tatsächlich benötigten Tagen hinb ...

Sehr geehter Dr. Posth,vielen Dank für ihre letzteAntwort zurBindungstheorie.Mir stellt sich noch immer grundsätzlich dieFrage, ob jedes Kind, welches in die frühe Fremdbetreuung ohne wirklich sanfte Ablösung"muss",eine unsichere Bindung entwickelt?Ich gehe eigentlich davon aus, im ersten halbenJahr alles für eine sichereBindung für meineKinder get ...

Sehr geehrte Frau Henkes,  Unsere Tochter (erstes Kind) ist mittlerweile 6,5 Monate alt und normal entwickelt auch bei der letzten U-Untersuchung war alles normal. Sie wird gestillt +Beginn Beikost seit 3 Wochen Mittagsbrei und schläft im Familienbett neben mir (nicht in der Mitte). Sie ist insgesamt ein sehr fröhliches und aufmerksames Baby. ...

Hallo Frau Henkes, Mein Sohn soll mit 2 Jahren, an 2 Tagen in der Woche zu einem Tagesmutter Verein.  (Höchstens 9 Kinder, 2 Tagesmütter und 4,5 Std an zwei Tagen die Woche) Ich habe ihn dort angemeldet weil er privat kaum Kontakte zu gleichaltrigen hat.  Alle, wirklich alle Kleinkinder aus der Krabbelgruppe die wir in seinem 1 Lebensj ...

Guten Abend! Meine Tochter ist jetzt 5 3/4 Jahre alt und wir haben eigentlich immer schon große Probleme gehabt, sie "allein" eine Aktivität machen zu lassen. Das Abgeben im Kindergarten klappt meistens recht gut, aber alles andere ist eine Katastrophe mit Weinen, Klammern, anflehen, dazubleiben. Den Schwimmkurs haben wir nach 20 Terminen abgebroc ...