Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Fremdeln

Frage: Fremdeln

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, ich habe ein paar Fragen zu dem Verhalten meines Kleinen (gerade 1 Jahr). Bekommen wir Besuch, klammert er sich erstmal einige Minuten an mir fest.Danach fühlt er sich anscheinend sicher und lacht die Leute an und verhält sich ganz normal.Vor einiger Zeit hat er sich viel länger festgeklammert und zum lachen gebraucht.Ist ein sehr aktives aber ängstliches Kind.Ist das noch Fremdeln? Beim einkaufen lacht er viele Leute sofort an und macht richtig mit Lauten auf sich aufmerksam.In letzter Zeit will er manchmal nicht mehr auf den Arm meines Mannes.Obwohl das Verhältnis der beiden mehr als ausgezeichnet war.Warum? Kommt allerdings die Oma oder Uroma,will er sofort auf ihren Arm und dann auch eine ganze Zeit nicht mehr zu mir zurück.Klammert sich dann richtig an ihnen fest, wenn ich ihn nehmen will.Er sieht sie jeden Tag eine halbe Stunde.Hat er die beiden als Loslösungsvorbild gewählt und nicht meinen Mann?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, im Alter von 1 Jahr geht das Fremdeln mehr oder weniger nahtlos in die Anhänglichkeit über. Es hängt dann sehr von der jeweiligen Situation ab, ob man das ängstliche Verhalten seines Kindes noch als Fremdeln interpretieren darf oder schon als Anhänglichkeit bezeichenen muss. Die Vorsichtigkeit, die die meisten Kinder in diesem Alter fremden Personen gegenüber zeigen, sind aber auch ganz normale Reaktionen. Wenn der Vater sich engagiert und einfühlsam seinem Kind gegenüber erweist, wird er normalerweise vor allen anderen Personen als Loslösungsvorbild vorgezogen. Häufig sind Vatär -aus für Gründen auch immer- dazu nicht in der Lage, so daß ganz offensichtlich auch andere Personen mit in den Kreis der Loslösungsvorbilder einbezogen werden. Wie bei der Bindung können konkurrierende Personen vorhanden sein, was den Vorgang erschweren kann, aber nicht muss. Durch die Bildung einer Hierarchie schützt sich das Kind vor Bindungsverwirrung auch bei der Loslösung. Es könnte bei Ihrem Sohn aber auch sein, dass er ganz einfach seine Großmütter besonders mag. Viele Grüße


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