Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth! Ich mache mir Gedanken über die Bindung zwischen Finn(7 Monate) und mir. Immer öfter beobachte ich bei anderen Müttern,daß die Kinder in dem Alter mit dem Fremdeln beginnen.Bei Finn ist das überhaupt nicht der Fall.Er lacht alle Menschen an,egal ob Bekannte von mir,oder Menschen an der Supermarktkasse/Bushaltestelle/Aufzug.Egal wo.Er ist immer freudnlich, jeder kann ihn auf den Arm nehmen und er freut sich und hat SPass!Er schaut immer nur nach mir,ob ich da bin!In einem Text von Ihnen habe ich mal gelesen,daß Kinder,die keine sichere Bindung zur Mutter haben,sich die Aufmerksamkeit und Zuwendung woanders suchen. Ist es bei ihm der Fall? Verstehen könnte ich es nicht,da wir Finn von Anfang an viel getragen haben,wir sind immer direkt zu ihm, wenn was war.Er schreit auch kaum und weint überhaupt nicht viel.Er weint nur,wenn er sich verletzt hat.Sonst ist er sehr fröhlich,lacht sehr viel,ist sehr aufgeweckt und ich beschäftige mich sehr viel mit ihm! Danke
Hallo, das sogenannte Bindungsprofil, als ob ein Säugling sicher gebunden ist oder nur unsicher oder sogar desorientiert, läßt sich erst am Ende des 1. Lebensjahres genau feststellen. Denn der Säugling braucht 1 Jahr, um alle seine Bindungsgrundlagen aufzubauen. Das Fremdeln ist das offenkundigste Zeichen für die eingegangene Bindung. Aber es gibt Kinder, die sind von Natur aus sehr neugierig und wenig ängstlich. Wenn diese dann sich ihrer Bindung schon sicher fühlen, werden sie -sagen wir- übermütig. Zwar werfen auch sie immer den Kontrollblick zur Mutter oder zum Vater hin (Sie schreiben es ja auch), aber ansosnten fühlen sie sich auch bei fremden Menschen recht wohl (sofern diese sich alles Bedrohlichkeit enthalten). Aber es gibt auch ganz niedrige Fremdelzeichen, die man, wenn man nicht sehr geübt ist, nicht gleich erkennt. In meinem Buch (kommt im Mai heraus) steht sehr viel dazu drin. Viele Grüße
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