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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, wir versuchen auf die Bedürfnisse unseres Sohnes im Sinne Ihres Forums einzugehen. Er ist ein fröhliches, zufriedenes Baby, dass sehr viel lacht und so gut wie nie weint. Vielen Dank!! Nun werde ich werde ab Jänner 2007 jeweils an zwei Vormittagen und an einem Nachmittag (12 Stunden) arbeiten gehen. Mein Sohn ist dann 7 Monate alt. An den Vormittagen wird er von einer Tagesmutter und am Nachmittag von meinem Mann betreut. 1) Wie ist das mit den Pausen von 5 Tagen zwischen den Betreuungen? Muss sich das Kind immer wieder neu eingewöhnen? 2) Wahrscheinlich ist unser Sohn zu Beginn der Betreuung gerade in der Fremdelphase. Was gibt es da zu beachten? 3) Wie merke ich früh genug, wenn etwas schief läuft? Gibt es sonst noch etwas zu beachten? Ich möchte den Kleinen so wenig wie möglich belasten. Vielen herzlichen Dank im Voraus! Elisa
Stichwort: frühe Fremdbetreuung Liebe Elisa, jede einigermaßen kontinuierlich mit Ihrem Sohn in Kontakt tretende Person kann er sich mit einem halben Jahr und älter schon merken. 5 Tage Unterbrechung spielen da wohl keine entscheidende Rolle. Da er zu diesen Personen eine Ersatzbindung eingeht, werden positive emotionale Gefühle diese Erinnerungsfähikgeit noch verstärken. Das gilt allerdings auch für starke negative Gefühle. Nur daraus sollte man nie ein Prinzip machen! Die Fremdelphase könnte auch früher einsetzen und tut es meistens auch. Sie ändert aber nichts am Prinzip der sanften Eingewöhnung in die Fremdbetreuung. Im Gegenteil, sie erzwingt diese im Besonderen. Wenn Sie aber merken, daß Ihr Sohn bei der Fremdbetreuung ständig schreit, dann müssen Sie das Unternehmen als gescheitert betrachten und es möglichst abbrechen. Später können sie dann mit einer neuen Person neu anfangen. Sanfte Ablösung und gegenseitige Sympathie müssen bei der Fremdbetreuung gewährleistet sein. Viele Grüße
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