Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Fördern oder nicht?!

Frage: Fördern oder nicht?!

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo Herr Dr. Posth Es geht um meinen 3,5 Jahre alten Sohn. Und zwar sagte mir die Tagesmutter schon immer, daß er doch viel mehr kann, als für sein Alter üblich und nun sprechen mich auch die Erzieherinnen im KiGa darauf an, daß er "überdurchschnittlich" sei und ich ihn fördern (lassen) sollte... Bis jetzt habe ich mich einfach nur gefreut, daß er so ein "cleveres Kerlchen" ist, nun bin ich unsicher, besonders, weil ich ihn auch nicht überfordern oder gar eine "Eislaufmutti" sein möchte hm.gif So kann er z.B. wirklich gut sprechen und meistens Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gut auseinanderhalten. Er kann Farben schon lange in unterschiedlichsten Schattierungen auseinanderhalten (hellblau, dunkelblau, türkis usw.), hat einen sehr guten Orientierungssinn (so kann er mir von versch. Punkten aus genau sagen, wie man zur Omi kommt: "Da gehst du da lang, dann rechts, nochmal rechts, links und dann auf der rechten Seite, da ist Omis Haus..."), baut sehr symetrische Türme oder Tiere wie Enten oder Hunde aus Lego, wo man wirklich sofort erkennt, was es ist. Mein Mann hat mal den PC auseinandergebaut und ihm die Teile benannt, die er ein-u. ausgebaut hat und er erkennt sie ohne zu zögern überall wieder (das ist eine Festplatte, ein Lüfter, ein wasweißichwas...) oder er zieht logische Schlüsse, wo ich mich manchmal frage "Wo hat er denn das aufgeschnappt, das kann er doch noch gar nicht wissen... Kürzlich wollte er im KiGa in schwieriges 3 stufiges Puzzle für Kinder ab 5 machen und die Erzieherin meinte, das er das noch nicht kann, weil er zu klein ist. Er hingegen meinte: "Laß mich das doch erst mal versuchen, du weißt doch gar nicht, ob ich das schon kann!" Sie ließ ihn also und er machte alles vollkommen korrekt. Oder- noch ein letztes Beispiel- er lernt Lieder sehr schnell auswendig, hat es einmal gehört und kann es danach schon wirklich gut wiedergeben. Soll ich ihn nun einfach "laufen lassen" oder mich wirklich umsehen, daß er noch andere Anreize bekommt. Ich möchte nicht, daß ich ihn am Ende überfordere, andererseits saugt er Wissen auf wie ein Schwamm... Ich wäre sehr an Ihrer Meinung dazu interessiert! Ziemlich ratlose Grüße Lily


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo Lily! Ich arbeite mit Kindern zusammen im Alter von ganz klein bis ins Schulalter und habe auch selbst ein Kind im Alter von 6 Monaten. Du solltest dein Kind fördern,auf seinen Stärken und Interessen aufbauen. In diesem Alter lernen Kinder gerne spielerisch und auch schnell.


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Die Erz. meines Sohnes (er ist das 3. Jahr im Kdg). meinte mathematisch u. sprachlich wäre er vorn dabei, grobmotorisch nicht. Beim Ball fangen hätte einigen Jungs der Gruppe zuwenig Übung, aber mein Sohn hätte insgesamt wenig Körperspannung. Ein Kind ginge klettern, da wäre es insgesamt schon besser. Skifahren hat er im Vorjahr erlernt, Radfahren ...

Hallo Dr. Posth, ich möchte noch einmal auf meinen unteren Beitrag zurück kommen. Mein Mann muss zwar arbeiten,kümmert sich danach aber liebevoll um unsere Tochter. Bringt sie unter der Woche ins Bett. Am We unternehmen wir viel zusammen und kuscheln am Morgens noch zusammen. Auch abends gibt es ein Familienritual. Die Oma sieht sie nur Ca alle zw ...

Hallo Herr Doktor, ich hatte Ihnen über meine Tochter, 15 Monate, geschrieben, bei der noch keine Loslösungsanzeichen bemerkbar sind,trotz Papa-Präsenz. Im Gegenteil: Zur Zeit klammert sie extrem an mir. Ich stille sie noch morgens und abends. Wenn ich sie abstillen würde, könnte das helfen, dass die Loslösung beginnt? Danke!

Guten Tag, meine Tochter (3 Jahre, 3 Monate) scheint im künstlerischen Bereich (malen, schneiden, kleben...) ziemlich gut zu sein. Das haben ihre Erzieherinnen mir das jetzt schön öfters erklärt, dass sie ein sehr gutes Auge für Farben hätte besser malen könne als die Kinder die eine Klasse weiter sind (1 Jahr älter). Sie malt und bastelt auch zu ...

Guten Morgen, Herr Dr. Posth! Unser Sohn wird bald 7 und geht in die 1. Klasse. Er tut sich mit so gut wie allem ziemlich leicht, sei es in der Schule, im Sport, im logischen Denken usw. Fast alles fliegt ihm zu. Wenn er sich aber nun mal anstrengen muss und das nicht unbedingt will, wirft er es gleich hin und macht es nicht. Oder wenn es bei den ...

Hallo! Wir haben 3 Kinder, unser Ältester ist gerade 7 geworden, kommt in die 2. Klasse. Sehr lieb als Baby, forumsgerecht erzogen. Leider mit 3 Jahren unsanfte Eingewöhnung in den KiGa. Papa brachte ihn immer, Sohn hat manchmal geweint und wollte nicht bleiben. Er hat schon lange Probleme mit Selbstbewusstsein. Ärgert viel andere Kinder, schubst, ...

S.g.H.D.P.,unser Sohn (14 Mon.)ist im Kontakt zu anderen Erw/Kindern zurückhaltend u. kritisch (guckt sehr ernst u.skeptisch u.weint bei engen Kontakt zu Gleichaltrigen).Er soll ab Sept.(mit 21 Mon.)in die Krippe, 2-3 Std früh,sofern die sanfte Ablösung gut gelingt.Denken Sie,das ist realistisch o. aufgrund seiner Skepsis gg. anderen Menschen abzur ...

Lieber Hr. Dr. Posth, meine T. (*02/11) geht seit Apr. in den Kiga. Eingew. rel. sanft. Mag Erz. sehr. Sie war schon immer sehr sensibel, hat viel gefremdelt. Nach Ihren Empf. erzogen. Trotzdem verkriecht sie sich oft, wenn wir auf "fremde" Menschen treffen. Hatte angefangen, sich im Kiga mit Kindern anzufreunden. Aber dann wurde sie dort von einem ...

Sehr geehrte Frau Henkes! Für meine 6jährige Tochter wünsche ich mir, dass sie ein realistisches Selbstbild entwickeln kann und natürlich auch ein gutes Selbstwertgefühl hat. Das versuche ich zuhause durch konkretes Feedback zu unterstützen, oft ihre Bemühungen in den Vordergrund zu stellen und nicht so sehr das "Ergebnis". Bei ihrem Vater (wir ...

Hallo ;)  meine Tochter (9) hat eine beste Freundin in der Klasse. Nun kam ein neues Mädchen hinzu, sie hatte Schwierigkeiten am Anfang und wurde von vielen ausgeschlossen also hat meine Tochter (die weiss wie das ist) sie eingeladen mit ihnen zu spielem. Das Dreier-Gespann ging einige Zeit gut und nun hat mir meine Tochter erzählt das die ande ...