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S. g. Dr. Posth! Mein Sohn, knapp 19 Monate, schläft von Geburt an im Familienbett, wird von den Eltern in den Schlaf begleitet. Die Situation ist für uns eigentlich so in Ordnung, wir wünschen uns aber schon, dass er mit mit etwa 3-4 Jahren den Wunsch nach einer eigenen Ecke verspürt. Nun habe ich aus einer Ihrer Antworten letzte Woche herausgelesen, dass das Familienbett da möglicherweise kontraproduktiv ist. Meine Frage ist nun, wie wir unseren Sohn am ehesten sanft an sein Bettchen gewöhnen könnten. Haben Sie Tipps für uns? Ich glaube, dass dies nicht so einfach sein wird. Er wird natürlich weiterhin bei uns im Schlafzimmer sein können. Im Grunde genommen wären wir schon froh, wenn er im eigenen Bettchen schläft, zumal er immer viel Platz braucht und mein Schlaf oft darunter leidet. Danke schon jetzt für Ihre Hilfe. Grüße aus Österreich, Nicole
Liebe Nicole, das Familienbett hat ähnlich wie das Langzeitstillen -fachlich betrachtet- etwas Rückbindendes. Das Kind ist dadurch so sehr an die unmittelbare Nähe des Eltern gewöhnt, dass jede kleine Änderung, sprich räumliche Trennung oder Verzicht auf orale Befriedigung zu einem großen Schritt wird. Viele Kinder spüren ihr Autonomiebedürfnis so stark, dass sie diesen Schritt erzwingen, aber einige Kinder schaffen das nur unter großen Anfangschwierigkeiten. Ob daran dann auch die Eltern etwas Schuld tragen, bleibt immer schwer zu beweisen. Aber die frühe Gewöhnung an kleine Distanzen zwischen Bezugsperson und Kind wirkt sich erleichternd aus. Das würde bedeuten, dass ein Kind zwar noch im Elternschlafzimmer schläft, aber doch schon im eigenen Bett. Im Alter von 2 Jahren wäre das vielleicht die Idealkonstellation. Viele Grüße nach Österreich
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