Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Eingewöhnung und sehr zurückhaltend

Frage: Eingewöhnung und sehr zurückhaltend

emre09

Beitrag melden

Sehr geehrter Herr Posth, mein Sohn ist 3 Jahre alt und hat vor 3 Wochen mit dem Kindergarten angefangen. Wir haben schwierigkeiten, er fängt schon mit dem weinen zu hause an bis in den kindergarten, dort macht er auch nicht mit, spielt nicht mit anderen kindern usw. was kann ich tun? haben sie tipps? er hat noch einen kleinen Bruder zu hause, 1 jahr alt und ich bin alleinerziehend und lebe alleine mit meinen Kindern. ausserdem ist er überhaupt sehr zurückhaltend, redet kein wort wenn fremde oder andere personen dabei sind. haben sie da tipps? ist sein selbstbewusstsein nicht gestärkt? ich habe mit ihm von klein an, pekip, musikschule usw besucht aber anscheinend hat dass nichts bewirkt? ich bin mit der Kindergarteneingewöhnung und mit seinem extremen schüchternsein sehr traurig und weiß nicht was ich tun soll und wie ich mich verhalten soll. über ihre hilfreichen tipps binich sehr dankbar. vielen dank schonmal Herr Posth, einen schönen tag noch viele liebe grüße nuray


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Liebe Nuray, Kinder brauchen von Natur aus zwei Personen, die sie großziehen, nach Möglichkeit eine weibliche, die Mutter (Bindung) und eine männliche, den Vater (Loslösung). Beide zusammen bewirken die Entstehung der kindlichen Selbst, als Grundlage der Persönlichkeit. Wenn nun nur 1 Person vorhanden ist, wie bei allein erziehenden Müttern oder vzlt. auch Vätern, dann muss eine 2. Person gefunden werden, die die fehlende Hälfte ersetzt. Meist findet sich jemand in der Familie, der das Loslösungsvorbild abgibt, die Großmutter oder besser noch der Großvater. man erlebt es, dass solche Kinder , die ohne Vater aufwachsen, sich sehr stark für ihren Großvater interessieren oder eine Onkel usw. Das wichtige ist, dass dieser Opa oder dieser Onkel bereit ist, dem Kind diesen Anspruch auch zu erfüllen. Wenn auch das nicht geht und nicht einmal die Großmutter zur Verfügung steht, ist es gut für das Kind, wenn es mit sanfter Ablösung (s. gezielter Suchlauf) ab 3 Jahre und machmal sogar früher in die Ki-ta geht. Aber auch hier muss die Erzieherin wissen, was auf sie zukommt, und dass dieses Kind besondere Sicherheiten benötigt. Offenbar ist das in Ihrem Ki-ga bisher nicht der Fall und deshalb verhält sich Ihr Sohn so schwierig. Sprechen Sie mit der Erzieherin, die Ihr Sohn vielleicht noch am besten leiden kann, über diese Zusammenhänge und bitten Sie sie, Ihnen und Ihrem Sohn zu helfen. Viele Grüße


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Liebe Frau Henkes,  unser Sohn ist vor wenigen Wochen zwei Jahre alt geworden und wird momentan in einer KITA in einer altersgemischten Gruppe eingewöhnt. Zuvor wurde er von mir zu Hause betreut. Er hat sich zunächst sehr gut auf die KITA eingelassen, war neugierig und hat eine gute Beziehung zu seinem Bezugserzieher aufgebaut. Auch die ersten ...

Sehr geehrte Frau Henkes, mein Sohn ist 2 Jahre und 4 Monate alt und geht seit 4 Wochen in den Waldkindergarten (2x 4 Stunden und 2x 6 Stunden). Die Eingewöhnung lief gut und ist eigentlich schon abgeschlossen. Er weint mittlerweile morgens nicht mehr beim Abschied und die Rückmeldungen der Erzieherinnen sind durchweg positiv, ab und zu weint e ...

Guten Morgen, wir haben im Mai mit der Eingewöhnung meiner 2,5 Jährigen Tochter im Kindergarten gestartet die leider nach 4 Wochen wieder abgebrochen wurde. Sie ist ein sehr willensstarkes, gefühlsstarkes und sensibles Kind. Sie hat schon sehr früh laufen gelernt und ist mit dem Kopf auch schon weit voraus aber an ihrem Sozialverhalten scheiter ...

Hallo Frau Henkes,  ich habe etwas auf dem Herzen, das meine Tochter, 14 Monate, betrifft. Wir starten in einem Monat mit der Eingewöhnung in eine Kita. Ca. 6 Wochen später muss ich wieder arbeiten gehen. Sie ist zwar schon immer auch sehr an anderen Menschen und vor allem älteren Kindern interessiert, entdeckungsfreudig, weit in der motorische ...

Guten Morgen, ich hatte bereits immer mal wieder die Angst, dass meine Tochter eine unsichere-vermeidende Bindung hat. Ich habe sie zwar nie schreien lassen, sie schläft bei uns im Zimmer und natürlich auch immer alle Bedürfnisse gestillt, aber ich weiß, dass sie oft auch mehr Aufmerksamkeit beim Spielen hätte bekommen müssen (wobei ich mich na ...

Hallo Frau Henkes,  Meine Tochter ist 20 Monate alt, und seit zwei Wochen befinden wir uns in der Kita-Eingewöhnung. Sie ist sehr gerne dort, interessiert sich für die anderen Kinder und nimmt auch Kontakt zu den Erzieherinnen auf – besonders zu einer von ihnen. Allerdings fällt ihr die Trennung von mir noch schwer: Sobald ich ihr sage, dass ...

Sehr geehrte Frau Henkes, unsere Tochter (2 Jahre 2 Monate alt) war an ihrem ersten Kita-Tag am 15.9. Feuer und Flamme. Auch am zweiten Tag spielte sie mit Freude und ließ sich auf die Erzieherinnen ein. Das neue, skandinavische Eingewöhnungsmodell, das dieses Jahr erstmalig in der Kita getestet wird, sah vor, dass ich die ersten beiden Tage im ...

Sehr geehrte Frau Henkes, unser Sohn (18 Monate) befindet sich seit dem 01.10. in der Eingewöhnung. Es handelt sich um eine kleine Einrichtung mit derzeit 6 Kindern und 2 Erzieherinnen. Künftig soll L. dort von Mo bis Do 8.15 bis 12.30 Uhr bleiben (Mittagschlaf wird zuhause gemacht). Bereits am ersten Tag hatte er wirklich Spaß und ist nach ...

Sehr geehrte Frau Henkes, Vielen herzlichen Dank für Ihre informative Rückmeldung zu meiner Frage vom 20.10.  Seither wird die Situation immer schwieriger. Am Montag musste ich meinen Sohn bereits nach einer halben Stunde abholen, weil er immer wieder geweint hat. Er war fix und fertig als ich ankam. Am darauffolgenden Tag meinte die Erziehe ...

Liebe Frau Henkes, ich gewöhne gerade meine dreijährige Tochter in den Kindergarten ein. Sie war vorher nicht in der Fremdbetreuung. Es ist jetzt bereits die 7. Woche. Es hat gut angefangen, ich konnte die ersten Tage dabei sein, da ist sie mit den anderen Kindern im Spiel versunken, war zwischendurch bei mir aber hat dann zurück ins Spiel g ...