babytraum
Guten Morgen, Tochter knapp 3 geht seit Anfang Januar auf ihren eigenen Wunsch in die Kita. Die erste Woche lief vorbildlich und am Montag darauf wollten wir ersten Trennungsversuch starten in dem mein Mann einen Arztbesuch wahr nimmt. Ich wäre zu Hause gewesen, wenn es nicht geklappt hätte. Leider wurde Tochter sehr krank und konnte die ganze Woche nicht in Kita gehen. Letzte Woche waren wir dann wieder und sie war sehr sehr anhänglich, konnten keinen Schritt alleine tun, hat sofort geweint. Andere Kinder total uninteressant. Ich will ihr so lange Zeit geben, wie sie es braucht. Habe ein bisschen den Eindruck, dass Erzieherinnen Druck auf Tochter ausüben wollen, weil es die erste Woche schon so gut geklappt hat. Wie reagieren? Wie soll Eingewöhnung richtig laufen? Was ist, wenn sie bei kurzen Trennungsversuchen schon weint, wie lange "aushalten"? Ab wann Gespräch mit Erzieherinnen sinnvoll? Danke für Ihre tolle Arbeit hier!
Hallo, das Phänomen, dass nach einer Erkrankung oder nach den Ferien plötzlich eine neue Hemmung beim Ki-ga-bsuch auftritt, ist öfter zu sehen. Das ist dann als sei der Faden abgerissen. Im Grunde kommt es zu einer kurzen Regression, deren Ursache in der Unterbrechung von etwas schon Gewohnten zu suchen ist. Der beste Weg, diese Klippe zu umschiffen ist der, noch einmal eine kurze sanfte Ablösung durchzuführen. Wenn die Bezugserzieherin mitmacht, handelt sich meist nur um wenige Tage, und es ist wieder alles beim Alten. Im Falle Ihrer Tochter konnte aber die eine gut gelaufene Woche noch nicht als gelungene Eingewöhnung gelten. Sie entsprach mehr dem hohen Motivationsschub in den ersten Tagen, in denen alles noch so neu ist und jeder sich um das hinzukommende Kind bemüht. Erst jetzt fängt die richtige Ablösung an, und Sie sollten die Erzieherinnen in aller Freundschaft darauf verpflichten, die Kritierien der sanften Ablösung auch einzuhalten. Dann wird es auch ein zweites Mal gelingen. Viele Grüße und danke für Ihr Lob.
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