Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Eifersucht auf einen Neuankömmling

Frage: Eifersucht auf einen Neuankömmling

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Hallo Herr Posth, meine Tochter (2,5 Jahre) hat nun seid 3 Monaten ein Geschwisterchen was sie eigentlich abgöttisch liebt jedoch bekommt sie immer wieder Attaken und haut, beisst, kneift oder krazt ihn! Meist passiert es,wenn sie übermüdet ist! Zuerst gingen diese Attaken auch gegen mich nun allerdings nur gegen den Kleinen! Aus ihrer Stichwortsuche konnte ich entnehmen, dass sich nun verstärkt der VAter um das Kind kümmern sollte jedoch ist dies bei uns nur bedingt möglich da mein MAnn beruflich sehr eingespannt ist und meist nur den Samstag nachmittag und den Sonntag für die Kinder Zeit hat! Auch haben wir sonst niemand in der FAmilie der diese Rolle übernehemen könnte! Wie kann ich nun einen Ausweg aus dieser Zwickmühle bieten und vor allem wie sollte ich am besten reagieren, wenn sie ihne wieder "attakiert" hat?? Diese Situation ist sehr belastend für mich da ich meine Grosse so eigentlich nicht kenne und den kleinen nicht schützen kann!? Lieben Dank, Lau


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, dieses Problem taucht in sehr vielen Familien auf und ist mit ein Grund für viele, eigentlich unnötige Schwierigkeiten beim Großziehen der Kinder. Väter müßten von sich aus das größere Bedürfnis haben, sich nach der Bindungsphase für ihre Kinder einzusetzen und Arbeitgeber müßten dafür Verständnis haben, daß Männer mit junger Familie auch mehr Zeit für ihr Provatleben beanspruchen. Das alles sollte sogar arbeitsrechtlich abgesichert werden. Die Wirklichkeit hinkt aber weit hinter solchen notwendigen familienpolitischen Grundsätzen zurück. Viel lieber zäumt man das Pferd von Schwanz auf und verspricht den Eltern frühe Fremdbetreuung, die die Eltern im Endeffekt dann selbst ertragen müssen, wenn es zu den zu erwartenden psychologischen Schwierigkeiten kommt. Außerdem müssen sie die Eltern auch selbst finanzieren, wenn nicht direkt, dann über ihre Steuerlast. Was Ihnen bleibt, sind dann eigentlich nur die Großeltern, wenn sie räumlich oder zeitlich zur Verfügung stehen oder "die nette Nachbarin", die mit der älteren Tochter mal spazierengeht. Vielleicht geht es ja, daß Sie mit ihrer älteren Tochter auch in eine Spielgruppe gehen, die sie dann -nach sanfter Ablösung- auch ohne Sie besucht. Viele Grüße


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