Gänseblümchen84
Ich frage mich ob mein Sohn unsicher ambivalent gebunden ist oder sein soziales Verhalten Charaktersache ist oder sogar normal fur sein alter. Er ist 3 und zu Hause, wenn wir einen fremden Raum mit fremden Personen betreten, nimmt er mich gleich an die Hand und erkundet mit mir den Raum. Würde ich gehen, würde er weinen und sich von der Fremden Person tragen lassen, wenn ich zurückkomme dann hört er gleich auf zu weinen und sagt: nach Hause. Er ist es gewohnt, dass ich immer bei ihm bin und mit ihm spiele und entweder ist er mit Papa oder Mir oder Oma. Er ist sehr selbstständig, macht alles allein, sogar in der Nacht allein aufs wc gehen,.. Weint wenn fremde Person ihm streng etwas verbietet und flüchtet sich zu mir, will auch nicht angegriffen werden, hab das Gefühl: wozu andere wenn ich Mama habe. Wird mir gesagt: unsicher, da mich braucht, zu stark an mich gebunden
Hallo, dass Ihr Sohn in der Konfrontation mit fremden Personen und in fremder Umgebung noch Ihre Hilfe braucht und sich Ihre Hand schnappt, ist mit 3 Jahren noch völlig normal. Das hat eher etwas mit sicherer Bindung und erhaltenem Vertrauen zu tun als mit Ambivalenz. Ambivalente Bindung heißt, sich weinend zur Mutter flüchten, bei ihr aber nicht zur Ruhe zu kommen, weil zu ihr nicht mehr genug Urvertrauen besteht und die gewünschte Sicherheit fehlt. Sicher gebundene Kinder weinen u.U. auch bei der fremden Person auf dem Arm, beruhigen sich aber sofort, wenn die Mutter zurückkehrt und sie wieder nimmt. Die Züge der Selbstständigkeit, die Ihr Sohn jetzt schon zeigt, sprechen auch eher für eine sichere Bindung. Viele Grüße
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