Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr.Posth mein Sohn Felix ist jetzt 20 Monate alt seit ca. 3 monaten gehe ich wieder teilzeit in die Arbeit in der Zeit ist er bei der oma. Ich habe in letzter Zeit viel über Bindung gelesen und bin jetzt sehr verunsichert? Felix hat nie viel gefremdelt( je nach Person)hat jedoch immer geweint wen ich mit ihm alleine war und in der wohnung den raum gewechselt hab (was er auch mit der oma machte) und nur ich durfte ihn wickeln wen der Papa daheim war was sich aber seit 3 Wochen geändert hat.Felix hat auch nur selten geweint wen ich ihn zur Oma abgegeben hab und seit kurzen weint er auch nicht mehr in fremden situationen,weint aber wen die tante uns besucht (1 x die woche) und wieder geht!Was mich auch sehr verunsichert ist das er sich nicht direkt freut wen ich ihn nach der arbeit ahole und mich umarmt sondern meistens ein Spielzeug bring und kurz mit mir spielt und dan wieder geht. Deutet dies alles auf eine unsichere Bindung? Sie leisten hier ein tolle arbeit.Vielen Dank
Hallo, so wie Sie das Verhalten Ihres Sohnes beschreiben, sehe ich keinen Anhalt für die Annahme einer unsicheren Bindung. Wie stark ein Säugling fremdelt, hängt zunächst einmal mit seiner Veranlagung zu Angstgefühlen ab. Wenn Eltern das Fremdeln missachten und ihr Kind jedem wahllos auf den Arm geben, auch wenn es schreit, dann wird das Fremdeln natürlich viel schlimmer und es kann sich eine Angsterkrankung ausbilden. Ihr Sohn befindet sich aber jetzt bereits in der Loslösungsphase und da ist der Vater sehr gefragt und/oder auch die Großmutter, die ihr Sohn wahrscheinlich von Geburt an kennt und die für ihn eine Ersatzbezugsperson ist. Das alles sind ganz normale Vorgänge und überhaupt kein Grund zur Sorge. Das Spielangebot, dass Ihr Sohn Ihnen bei Ihrer Rückkehr macht, ist offenbar seine Art zu zeigen, dass er die Bindung sofort wierderstellen möchte. Der großer Schmuser scheint er nicht zu sein. Viele Grüße und danke für Ihr Lob
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