Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Bindung

Frage: Bindung

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Lieber H.Dr.Posth, meine Tochter (14 Monate)ist ein sehr aktives,aufgeschlossenes u.neugieriges Kind. Ich denke das ihre Bindung zu mir gut ist (bin Zuhause,Stillkind,immer viel getragen,nicht schreienlassen,schläft im Schlafzimmer auch beim mir im Bett,Fremdbetreuung wenn dann nur mit Oma max. 4 Std./Wo.) Zuhause ist sie auch sehr anhänglich und lässt sich von mir auch immer noch viel tragen,kann jedoch auch mal kurzzeitig alleine spielen,schaut aber immer wieder ob ich noch da bin.Flippt aus wenn ich weggehe etc.Ausser Haus ist sie völlig anders, da bin ich komplett "abgeschrieben", sie lässt sich von jedem (auch Fremden)auf den Arm nehmen,bespielen und sich die Welt zeigen.Sie schaut nie ob ich noch da bin. Nicht mal wenn sie müde wird. Im Gegenteil, wenn ich sie nehmen will kann es sein dass sie sich wehrt.. Haben sie eine Erklärung für dieses Verhalten ? Vielen Dank im voraus für Ihre Beantwortung! LG Katja


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Ihre Tochter ist jetzt jenseits der 1jahresgrenze im Alter der beginnenden Loslösung. Da sie offenbar sicher gebunden ist, kann sie Ihre neugierige Veranlagung voll ausleben. Neugierig veranlagt heißt im Umkehrschluß geringes Fremdeln. Das Fremdeln wurd ihrer Schilderung nach ja auch nie zu heftig herausgefordert. Daher hat sie auch keinen Anlaß zu verstärkter Fremdenangst und überträgt ihr Urvertrauen zunächst einmal auch auf andere Menschen. Daß das gefährlich sein kann, weiß sie nicht. Zu Hause aber erlebt sie diesselben Anhänglichkeitgefühle, wie jedes andere Kind auch, die aber ebenfalls nicht extrem stark sind. Das paßt also. Diese "mutigen" Kinder sind theoretisch mehr gefährdet als die Ängstlichen. Die Aufgabe ihrer Eltern ist es, besonders auf sie aufzupassen. Viele Grüße


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