Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Am Nachmittag nicht mehr so ausgeglichen liegt das am anstregenden Kiga-Vormittag?

Frage: Am Nachmittag nicht mehr so ausgeglichen liegt das am anstregenden Kiga-Vormittag?

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Sehr geehrter Dr. Posth, wie von Ihnen vorausgesagt, hat Leni (3,5 J.) den KigaStart, trotz fehlender sanfter Eingewöhnung (schrieb im Sept.), sehr gut verarbeitet. Sie geht jetzt schon die 4. Woche mit Begeisterung hin und möchte am liebsten immer noch im Kiga bleiben, wenn ich Sie hole (Randfrage: Soll ich mich darüber freuen oder muss ich mir Gedanken machen, denn sie zeigt nur selten große Freude, wenn ich sie holen komme - dachte eigentlich sie sei sicher gebunden). Zuhause ist sie bei Weitem nicht mehr so ausgeglichen wie vor dem Kiga. Kann das an der Müdigkeit nach dem anstrengenden KigaVormittag liegen? Sie macht, obwohl ich ihr die Gelegenheit gebe, keinen Mittagsschlaf - wir (Leni, kl. Schwester (1,5J) und ich) kuscheln halt dann für 1/2 h im Bett, danach ist sie schon wieder ein bisschen besser drauf. Legt sich dieses vermehrte Trotzen wieder, wenn sie sich an den neuen Rhythmus gewöhnt hat? Danke für Ihre Arbeit, Sie waren immer Rückendeckung für mein Bauchgefühl.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es gibt ja auch ganz normale Vorgänge wie, dass ein Kind sich nicht freut abgeholt zu werden, weil es ihm Spaß macht, dort zu sein, wo es gerade ist. Das würde ich also nicht immer als ein Indiz für eine nicht sichere Bindung werten. Man muss die Gesamtumstände beachten. Aber die Belastungen des Ki-ga-Alltags spüren die meisten Eltern zu Hause, wenigstens am Anfang der Ki-ga-zeit. Später haben sich Kinder dann an die Abläufe gewöhnt und reagieren gelassener und entspannter. So wie Sie im Moment vorgehen, ist es genau richtig. Man kann kein Kind zum Mittagsschlaf zwingen, wenn es nicht will. Viele Grüße und danke für Ihr Lob.


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