Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, mein bald 6jähriger Sohn kommt nächstes Jahr in die Schule und ist laut Erzieherinnen altersgerecht entwickelt, kann sich gut durchsetzen, ist selbstbewußt und ziemlich schlau für sein Alter. Aber wenn es darum geht, dass er vor ELTERN singen soll oder einen Spruch aufsagen soll, dann hat er Angst und schämt sich. Er lehnt dann alles ab. Die Erzieherinnen verstehen das nicht, weil er in der Gruppe ganz normal ist. Aber sobald wir (Eltern) irgendwo dabei sind, macht er auf extrem schüchtern und macht bei nichts mit. Woran kann das liegen?? Wir kritisieren ihn doch nicht, sondern loben ihn viel. Was kann ich machen, damit er in unserem Beisein genauso gesprächig ist bei anderen Leuten wie im KIGa. Sobald wir irgendwo sind, wo Leute ihn ansprechen, zieht er sich zurück und sagt gar nichts mehr. Liegt es an seinem älteren Bruder, der Schüchternheit überhaupt nicht kennt oder gibt sich das? Vielleicht haben Sie einen Rat. Vielen Dank. Andrea
Liebe Andrea, gilt das Verhalten Ihres Sohnes nur für seine Eltern, also für Sie und Ihren Mann, oder ganz generell für Eltern? Im einen Fall muß es doch etwas mit dem Bild zu tun haben, das Ihr Sohn bei Ihnen im Kopf über sich vermutet, im anderen Fall gilt die Angst allen erwachsene Personen gegenüber, die definitiv keine Bezugspersonen sind. Das sollten Sie noch einmal genau beobachten. Über die Einstellung eines Kindes zu seine Eltern kann viel in dem erkennen, was sie malen, insbesondere, wenn sie auffordert sich selbst und ihre Familie zu malen. Natürlich können Kinder in diesem Alter noch nicht sehr ausgefeilt malen, aber auch die ganz einfachen Bilder sind schon zu interpretieren. Kennen Sie eine/n Psychologen/in, der/die Ihnen dabei helfen kann? Viele Grüße
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