Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

3 Jahre und extreme Mama - Anhänglichkeit, bitte um RAT!

Frage: 3 Jahre und extreme Mama - Anhänglichkeit, bitte um RAT!

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, unsere kleine Maus (wird im Juni 3) hat im Moment eine extreme Mama Phase. Bis vor 2 - 3 Wochen war das noch nicht so, auf ein mal weint sie wenn ich mal Abends nicht da bin und der Papa sie ins Bett bringt (auch wenn ich nur nebenan im Wohnzimmer bin, sagt sie sie möchte mich so gern mal sehen), oder sie einen kurzen Ausflug mit Opa und Oma macht, und ich nicht mitkomme, bei ihrer betreuten Spielgruppe will sie auch nicht mehr bleiben und weint wenn wir uns nur auf den Weg dorthin machen. Bis vor kurzem war all das kein Problem, Loslösung lief gut voran, Papa durfte alles, sie schlief auch mal bei den Großeltern. Wenn Papa und Mama anwesend, dann spielt sie viel, sogar mehr mit Papa, ich muss aber erreichbar sein. Sie wurde als Baby nie schreien gelassen, viel getragen, immernoch Familienbett. Es gibt in unserem Leben keine Veränderung, was kann so eine extreme Anhänglichkeit auslösen und wie damit umgehen? Viele Grüße und Danke für Ihre Mühevolle Arbeit. Gruss Anna


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Liebe Anna, die Auslöser solcher Entwicklungskrisen bekommt man als Eltern eher selten mit. Im Leben eines Kindes, vor allem eines schon fremdbetreuten Kindes, geschieht so viel, da können die Eltern gar nicht alles mitbekommen. Und die 3-jährigen haben noch viel zu wenig Wirklichkeitsverständnis, als dass sie erkennen könnten, was sie so verunsichert hat oder aus der Bahn geworfen. Bei Ihrer Tochter ist jedenfalls eine tief im Menschen verwurzelte Angst entstanden, die etwas mit Trennungssituationen zu hat. Kürzlich schrieb eine Mutter über ihr etwas gleichaltriges Mädchen, dass ihr bis dahin unbekannte Trennungsängste entwickelte, weil sie morgens im Ki-ga bei der Abgabe ein vor Angst schreiendes Kind erlebt hatte, das der Mutter weggenommen wurde. Es gibt also auch Einflüsse, die nur indirekt mit dem eigenen Kind zu tun haben. Im Moment können Sie eigentlich sich soweit möglich nur nach Ihrer Tochter richten und die regressive Phase abwarten. Viele Grüße und danke für Ihr Lob


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Lieber Dr. Posth, seitdem mein Sohn (1,5 Jahre) einen Magen-Darm-Infekt hatte (vom 30.12. bis 10.01.) ist er ein absolutes Mamakindchen. Eigentlich warte ich auf die "Loslösung", da nach Ihrer Beschreibung die Voraussetzungen gut sein sollten (Vater kümmert sich viel und liebevoll um ihn, normalerweise wird er auch immer von ihm ohne Probleme in ...

Guten Tag Doktor Posth! Wir haben ein Problem, das immer größer wird und wir nicht mehr so wirklich wissen, wie wir damit umgehen sollen. Ich weiß auch gar nicht wo ich anfangen soll. Ich war das 1 Lebensjahr mit meiner Tochter daheim, wie es ja meistens ist. Dann ging ich wieder Vollzeit arbeiten, der Papa nahm die 2 Elternmonate. Brachte i ...

Sehr geehrter Dr. Post, wir erwarten im Jan. unser 2. Kind.Seit ca. 4 Mo. befindet sich unsere To. (2,5 J) in zunehmender Mama-Anhänglichkeit.Schläft seitdem nur noch bei Mama (vorher alleine eingeschlafen).Schläft zudem nur noch ca. 9Std in 24 Std. Papa stand in letzter Zeit wg Prüfungen wenig zur Verfügung.Nun will er sich stärker engagieren,bek ...

Liebe Frau Henkes, meine Tochter ist bald 23 Monate alt und ich mache mir Sorgen, weil sie sich nachts nur von mir beruhigen lässt. Als meine Tochter noch kleiner war, hat sie sich auch und gern vom Papa schlafen legen lassen und er konnte sie auch nachts beruhigen. Seit unserem Umzug in ein neues Zuhause (da war sie knapp 1 Jahr alt) konnte ...

Sehr geehrte Frau Henkes, mein Sohn wird bald 3 Jahre alt und er möchte seit einigen Wochen keinen Körperkontakt zu mir (kein Kuscheln, kein Umarmen, kein Kuss auf die Stirn o.Ä.). Beim Verabschieden im Kindergarten darf ich nur "Tschüss" sagen ohne jegliche Berührung. Ich arbeite 2 Mal pro Woche ganztags. Wenn ich ihn dann abhole, würde ich ih ...

Guten Tag, mein Sohn wird bald 3 Jahre alt. Wir habe eine gute Bindung, Seit einiger Zeit ist Kratzen, Beißen und Schlagen von Mama in bestimmten Situationen an der Tagesordnung. Z.B. wenn ich ihm etwas nicht erlauben kann, weil es zu gefährlich ist, etc. Oder auch wenn er "zu viel Energie" grad hat z. B. herumgerannt ist in der Wohnung. Wie ka ...

Mein Kind 1,5 jahre als lässt sich nicht von mir trösten oder beruhigen. Sie schreit wie am Spieß und schlägt um sich bzw nach mir wenn ich versuche sie zu beruhigen. Ich weiß nicht wie ich mich dann verhalten soll. Ich bleibe dann mit etwas Abstand bei ihr sitzen aber auch da kommt sie manchmal hin um mich wegzuschieben obwohl ich nur da sitze. I ...

Sehr geehrte Frau Henkes, ich habe ein Anliegen, was mich doch mehr beschäftigt als ich es gern hätte. Mein Sohn, 3 1/2 Jahre alt, verbringt seit dem Sommer deutlich mehr Zeit mit seinem Papa (wir leben zusammen). Grund dafür ist mein Positionswechsel, was mit deutlich mehr Zeit auf Arbeit inkl. 24-h-Diensten (6-8 monatlich) verbunden ist, während ...

Sehr geehrte Frau Henkes, ich schreibe Ihnen, weil ich mir im Moment viele Sorgen und Gedanken bzgl des Verhalten meines großen Sohnes (3J) mache.  Zu unserer Situation: ich war die ersten Jahre seine Hauptbezugsperson und wir hatten eine sehr gute und enge Bindung, haben Vieles unternommen (Ausflüge, Spielplätze etc), viel gekuschelt, ich bin au ...

Hallo Frau Henkes, mein 19 Monate alter Sohn schläft momentan mit meinem Mann im Familienbett und ich schlafe in einem anderen Zimmer. Bis vor einigen Wochen hatte ich jede Nacht mit ihm im Familienbett geschlafen und mein Mann woanders. Währenddessen ist er jedoch sehr oft aufgewacht und wollte die Brust. Das habe ich kräftemäßig nicht mehr gesch ...