Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, uns liegen heute zwei Fragen am Herzen. Zum einen planen wir Ende nächsten Jahres ein mehrmonatiges Neuseelandtrekking (Zelt, Camper, Hund) mit unserer dann etwa 2 jährigen Tochter. Natürlich wird sie die Dauer (mind. 1 Tag, max 1 Jahr:-)) und die Gestaltung vorgeben. Leider stoßen wir dabei bei den Großeltern auf heftige Kritik, da Kind könnte sich so nie an einen geregelten Alltag gewöhnen ect. Wir sehen aber den großen Vorteil das unsere Kleine ja so 24/7 beide Eltern um sich hat, was hier wg Berufstätigkeit ja nicht so mgl wäre. Ist das entwicklungspsychologisch wirklich ein so ungeeigneter Zeitpunkt für eine derartige Reise? Desweiteren frage ich mich, warum unsere Kleine (genau 1 Jahr) beim aufwachen immer etwas weint, selbst wenn wir daneben liegen und ihr Händchen halten (Familienbett u Einschlafbegleitung)? Vielen Dank für Ihre großartige Arbeit! Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie für 2010 alles Gute und viel Gesundheit! Schöne Grüße, Familie Jung
Liebe Familie Jung, im Prinzip können Sie mit einem Kind alles unternehmen, was die kindlichen Kräfte zulassen. Die Menschen waren vor Tausenden von Jahren Nomaden und zogen mit ihren Kindern von Ort zu Ort. Solange die Behausung gleich blieb und die Eltern zuverlässig erreichbar waren, hatten die Kinder diesbezüglich keine Not. Das kann man auch heute noch so machen. Allerdings sollte man sich fragen, ob das, was man vorhat, die kindlichen Bedürfnisse ausreichend berücksichtigt. Schließlich sind wir jetzt sesshafte Menschen geworden und das Nomadentum ist die Ausnahme. Eine vernüftige zeitliche Begrenzung ist schon sinnvoll. Auch muss für Krankheiten und Unfälle mit Verletzung vorgesorgt sein. Ich denke, Sie werden diese Fragen in aller Verantwortung vorher beantworten. Das Weinen beim Aufwachen hat wahrscheinlich etwas mit der erschwerten Orientierung nach dem Schlaf zu tun, die immer ein wenig Unmut hinterlässt ("Morgenmuffel"). Manche Menschen haben da größere Schwierigkeiten. Vielleicht haben sie einen Melatonin-Überhang im Blut. Viele Grüße und auch Ihnen eine gutes neues Jahr
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