Sylvia Ubbens

Trennung für Kleinkind einfacher gestalten

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Tag,

Mein Sohn ist 15 Monate und bleibt schon länger immer mal wieder für ein paar Stunden bei den Großeltern, wo er auch sichtlich viel Freude hat. Auch übernachten ist gar kein Problem, er schläft bei allen gut ein und durch, weint nachts und auch beim Aufstehen nie und isst gut und gerne -er fühlt sich also offenbar wohl.

Das einzige, was mir Sorge macht, ist der Abschied von mir. In der Regel verabschiede ich mich von ihm, sage Tschüss, winke ihm zu, wünsche ihm viel Spaß und sage ihm auch, wann ich wieder komme. Mein Sohn spricht allerdings noch gar nicht, weshalb ich bezweifle, ob er das wirklich versteht. Deshalb winke ich ihm eben dabei, aber oft ist er schon so vertieft ins Spielen, dass er mich gar nicht richtig wahrnimmt.

Gehe ich dann so, dass er mich sieht, fängt er an zu weinen und streckt die Arme nach mir aus - lässt sich aber nach Aussagen der Großeltern innerhalb 1-2 Minuten beruhigen. Gehe ich nach der Verabschiedung ohne dass er mich sieht, guckt er sich wohl in den ersten 10 Minuten in denen ich weg bin oft um, atmet etwas schwerer und wirkt abwesend, weint aber nicht. Nach den ca 10 Minuten ist er wieder wie immer.

Ich frage mich nun, was für ihn der leichtere Weg ist? Ohne Verabschiedung gehe ich nie, aber reicht ihm das als Signal? Bzw versteht er das überhaupt schon? Oder macht ihm das offensichtliche Gehen alles nur unnötig schwer?

Danke für Ihre Einschätzung!

von Nini19 am 11.08.2020, 13:12 Uhr

 

Antwort auf:

Trennung für Kleinkind einfacher gestalten

Liebe Nini19,

meine Vorrednerin hat schon gut und richtig geantwortet. Verabschieden Sie sich mit wenigen Worten gut sichtbar für Ihren Sohn.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 12.08.2020

Antwort auf:

Trennung für Kleinkind einfacher gestalten

Man sollte sich immer deutlich sichtbar/erkennbar für sein Kind verabschieden. Sich einfach wegzuschleichen ist ein Vertrauensbruch. Der Trennungsschmerz bei deinem Weggang ist normal und es ist alles gut, solange er sich von Oma (oder später im KiGa) beruhigen lässt.
Und natürlich versteht er dich - auch wenn er noch nicht antworten kann. Er versteht, was deine Worte bedeuten - "Mama geht jetzt weg". Und er versteht deine Tonlage - fröhlich-positiv oder ängstlich-unsicher.
Also verabschiede dich ganz normal positiv, wünsche ihm viel Spaß und vertraue darauf, das er das kurz blöd findet (ganz normal) und aber bereits gelernt hat, Mama kommt wieder. Deswegen spielt er ja dann kurze Zeit später auch entspannt mit Oma.

von cube am 11.08.2020

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