Sylvia Ubbens

Mein Kind, 19 Monate, schläft nicht allein ein und schreit panisch

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo Frau Ubbens,

meine Tochter, 19 Monate alt, hat schon immer Probleme allein einzuschlafen. Es ging mit einem Jahr ca. einen Monat lang gut, dass sie mittags und abends allein im Bett eingeschlafen ist. Nachdem sie nun sehr viel krank war, geht hier nichts mehr. Sie schläft immer nur in meinen Armen ein. Wenn ich sie ins Bett lege, schreit sie sofort panisch los, steht auf und will hoch. Auch wenn ich mich neben das Bettchen lege oder singe schreit sie weiter und beruhigt sich nicht. Sie schreit sich immer mehr in Rage, so dass ich sie in diesem Zustand auch nicht lange schreien lassen möchte.

Wir hatten uns erstmal damit abgefunden, dass sie noch die körperliche Nähe braucht zum Einschlafen, aber seit ca. zwei Wochen schreit sie auch bei mir im Arm, fängt auch an um sich zu hauen und hat richtig Panik vor dem Bett. Sie bekommt zwar gerade die letzten Backenzähne und hat auch wieder ziemlichen Schnupfen. Auch gab es gerade einen Wechsel in eine größere Gruppe in der Krippe, aber dort gibt es keine Probleme, sie schläft mittags prima.

Außerdem hat sie auch tagsüber unheimlich Angst bei Geräuschen, manchmal sogar wenn ein Vogel piepst, dann klammert sie sich an mich und will hoch und wird auch hier teilweise richtig panisch. Das Phänomen tritt in der Krippe auch nicht auf, sondern nur zu Hause.

Können Sie mir einen Rat geben, wie ich mich verhalten soll. Ich bin total verzweifelt und habe auch keine Ahnung, was der Auslöser sein könnte.

Vielen dank und viele Grüße.

von wimastudie am 15.05.2014, 10:23 Uhr

 

Antwort auf:

Mein Kind, 19 Monate, schläft nicht allein ein und schreit panisch

Liebe Wimastudie,

Ihre Tochter hat in den letzten Monaten viel erlebt. Krankheiten, Wechsel der Krippengruppe, jetzt die Backenzähne.

Überlegen Sie sich, ob es für Sie in Ordnung ist, dass Ihre Tochter vorübergehend mit im Elternbett schläft oder Sie gemeinsam auf einer Matratze im Kinderzimmer schlafen, zumindest, bis Ihre Tochter eingeschlafen ist. Verändern Sie die Schlafsituation vorübergehend.

Sind dann die Backenzähne da und es ist von einer Gewöhnung an die neue Krippensituation auszugehen, dann versuchen Sie neu, Ihre Tochter an das eigene Bett zu gewöhnen. Manchmal hilft auch eine andere Position des Bettes. Sie können Ihrer Tochter ein Kleidungsstück von Ihnen schenken, das sie mit ins Bett nehmen darf, so hat sie immer etwas von Ihnen bei sich.

Bzgl. der Geräusche nehmen Sie die Gefühle Ihrer Tochter ernst und trösten sie. So gewinnt sie die Sicherheit, dass Sie für sie da sind und die Ängste in den nächsten Wochen von selbst wieder ablegen (so der Regelfall).

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 16.05.2014

Antwort auf:

Mein Kind, 19 Monate, schläft nicht allein ein und schreit panisch

Gab es irgendeinen bestimmten Vorfall, bsp. Feueralarm in der Krippe, ein Feuermelder ist zu Hause los gegangen, laute Sirenengeräusche, die ganz nah bei ihr waren (vielleicht sogar an ihr lange gefahren sind), ein schnelles Auto welches an ihr lang gefahren ist (ist dann ja auch sehr laut und hört sich, wie ich finde, nicht gut an) o.ä.? So etwas kann Kinder erschrecken und dieser Schreck sitzt dann wochen-, monatelang und kann dazu führen, dass schlecht geschlafen wird.
War sie evtl. ein Schreikind? Musste sie im Babyalter im Schlaf oft geweckt werden bzw. wurde sie zum Trinken geweckt? Das kann beim Kind in Gedanken bleiben, so dass es denkt "gleich werde ich wieder geweckt, also brauche ich gar nicht erst schlafen" oder aber "bevor die mich wieder wecken, melde ich mich selbst".
Vielleicht hat sie sich im Schlaf auch mal erschrocken (und das evtl. schon vor Monaten). Ich könnte mir da irgendetwas mit Geräusche vorstellen, weil sie da empfindlich reagiert.
Schläft sie im eigenen Zimmer? Vielleicht wär sonst eine Möglichkeit sie mit bei euch schlafen zu lassen. Evtl. kann auch ein Licht im Zimmer helfen, so dass sich das Kind orientieren kann. Manche Kinder haben Angst im Dunkeln, sind dann orientierungslos. Und sie nehmen Geräusche anders wahr, weil es dunkel ist.
Das sie panisch schreit klingt für mich danach, dass sie eine Unsicherheit, Angst hat. Welche ist die große Frage, aber darauf kann ich keine Antwort geben.
Das sie nur auf dem Arm einschlafen möchte finde ich durchaus noch ok. Sie ist immerhin erst 19 Monate alt (viele würden jetzt schon sagen). Da kann man es durchaus noch machen. Ich sage immer, so wie die Eltern es gerne machen möchten, wenn sie es ok finden, dass das Kind auf dem Arm einschlafen soll, dann sollten sie es auch machen. Wenn sie es als Eltern nicht mehr wollen (und da sind die Gründe völlig egal), dann sollten sie auch das Einschlafen im eigenen Bett (oder Sofa, Elternbett, etc.) durchsetzen. Denn wie die Eltern es finden, dessen Einstellung, überträgt sich auf das Kind. Das deine Tochter derzeit nicht auf dem Arm einschlafen möchte, solltest du akzeptieren und sie dann woanders einschlafen lassen. Du kannst dich neben ihr ins Elternbett legen, so bist du trotzdem da und nah, aber sie ist nicht bei dir auf dem Arm.
Ein Wechsel in eine größere Krippengruppe könnte auch ein Auslöser sein. Viele neue Kinder auf die sie sich einlassen muss. Ein neuer, anderer Tagesablauf als in der anderen Gruppe, neue Erzieher. Das ist viel für ein Kleinkind und muss auch verarbeitet werden.
Da sie allerdings immer schon Probleme hatte alleine einzuschlafen tendiere ich eher dazu, dass sie eine Unsicherheit, Angst hat. Derzeit evtl. auch eine Überforderung in der neuen Gruppe, welche sich vermutlich nach ein paar Wochen legen wird, wenn sie ganz dort angekommen ist. So etwas kann Kindern Angst machen.

Beispiel: Mein Babysitterkind hat mit 22 Monaten im Nachtschlaf aufgehört zu atmen. Ich habe es bemerkt, sie angeschrien, ihr Herz massiert. Die Atmung kam zurück, Krankenwagen, Notarzt, usw. kam. Als sie keine Atmung hatte habe ich sie angeschrien, dass sie atmen soll (ich stand selbst unter Schock). Als sie dann wieder atmete, langsam zu sich kam, habe ich ruhig zu ihr gesprochen, aber trotzdem hat sie schon gemerkt, dass was nicht stimmt. Spätestens als die Sanitäter da waren. Es folgte eine Krankenhauszeit, viele Untersuchungen, usw.. Als sie wieder zu Hause war wollte sie nicht mehr in ihr Kinderbett hinein (das war vorher kein Problem gewesen). Sie schrie und es dauerte 1-2h bis sie einschlief und nach max. 3h war sie wieder wach und die Einschlafphase begann von vorne. Wie wurde es besser? Indem anfangs jemand neben ihrem Bett sitzen blieb bzw. immer wieder ins Zimmer kam und sie beruhigte (die Eltern wollten kein "Auf-dem-Arm-Einschlafen" mehr). Es hat funktioniert, doch soweit sie Sirenen hörte (und dabei kam der Krankenwagen ohne) klammerte sie sich an einem vertrauten Erwachsenen fest. Inzwischen ist das Ganze fast 1 Jahr her, sie schläft immer noch in ihrem Kinderbett und auch alleine geht es wieder (meistens zumindest). Die Angst von ihr ist wesentlich besser geworden, sie kann wieder Sirenen hören und klammert nicht mehr, sie kann wieder alleine einschlafen. Aber es hat seine Monate gedauert und viel Geduld, Einfühlungsvermögen von den Erwachsenen.
Das ist natürlich ein Extremfall, aber er soll auch nur verdeutlichen, dass im Schlaf etwas passiert ist, was sie nicht verarbeiten konnte. Erstaunlicherweise war bei ihr in der Krippe immer alles ok, sie schlief dort ohne Probleme ein.

von Ani123 am 15.05.2014

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