Sylvia Ubbens

Kindergarten, Zorn und Co.

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo Frau Ubbens,
heute möchte ich mich wieder an Sie wenden weil Sie mir schon ein paar mal gute Tipps gaben.
Mein Sohn 3.5 Jahre geht seit Mai in den Kindergarten. Seit Anfang war es schwierig so lange ich da war, d.h. die Trennung war relativ schnell. Sobald ich weg bin weint er nicht mehr und ist super brav, wie ein Lämmchen (Aussage der Erzieherin).
Morgens haben wir großes Theater, Gejammer, Geheule und Zorn. Wenn ich mit ihm rede sagt er immer: er weint weil die Mama geht!
Beim abholen freut er sich und ihr meist alles gut. Wenn ich ihn frage, wie es heute war, sagt er dass es schön war.
Zu Hause gestaltet sich der Tagesablauf seit einigen Wochen sehr sehr anstrengend.
Ich frage mich gerade oft was ich falsch gemacht habe und was ich tun kann???
Er hört gerade überhaupt nicht und alles muss nach seinem Kopf gehen! Ein zornanfall am Tag ist fast normal. Meine Nerven liegen blank!

Seit 1 Woche kommt zusätzlich dazu dass ich das Gefühl habe dass er mit sich selbst unzufrieden ist!
Ein weiteres Beispiel, was mich zur Weißglut treibt ist folgendes: wir fahren von zu Hause weg und nach 2 Minuten Fahrt fällt ihm ein dass er ab zu Hause Benjamin Blümchen im Auto hören wollte und er verlangt dass ich zurückfahre!!! Tu ich das nicht steht der nächste zornanfall vor der Türe!!!

Auch das Essen am Tisch ist gerade eine reine Katastrophe. Er bleibt nicht sitzen und macht nur Quatsch!

Wenn ich auf Augenhöhe zu ihm gehe und ihm was erklären will, schlägt er mich ins Gesicht! Wenn ich zusammen mit ihm ins sein Zimmer hoch gehe weil er sich daneben benommen hat und zu ihm hinsitze, dreht er völlig durch und tritt nach mir und will seinen Kopf durchsetzen!!!

Was kann ich tun? Wie soll ich mich verhalten? Was mach ich falsch?

Ich frage mich wie lange das noch so geht? Mach ich etwas falsch? Ist er schwer erziehbar?

Vielen Dank für Ihre Ratschläge!!!

von Gutholz am 19.09.2019, 13:55 Uhr

 

Antwort auf:

Kindergarten, Zorn und Co.

Liebe Gutholz,

morgens stellen Sie fest, dass Mama ins Büro (ins Krankenhaus, in den Supermarkt o.ä.) arbeiten geht und er in den Kindergarten geht. Nach der Arbeit wird er wieder abgeholt. Mehr Worte bedarf es nicht.

Fragen Sie Ihren Sohn vor jeder Fahrt mit dem Auto, ob er noch etwas mitnehmen möchte. Erklären Sie ihm, dass er sich jetzt entscheiden muss, da Sie nicht umdrehen werden.

Bzgl. der Mahlzeiten achten Sie darauf, dass Ihr Sohn nicht zu viele Zwischenmahlzeiten bekommt, damit er zu den Hauptmahlzeiten auch wirklich Hunger hat. Achten Sie zudem darauf, dass es nur am Tisch etwas zu essen gibt. Nach dem Aufstehen ist die Mahlzeit beendet und es gibt frühesten eine Stunde später wieder etwas angeboten. Seien Sie das gute Vorbild und nehmen die Mahlzeiten gemeinsam ein.

Möchten Sie Ihrem Sohn etwas erklären und gehen zu ihm auf Augenhöhe, dann halten Sie liebevoll seine Hände, damit er nicht hauen kann.

Statt in sein Zimmer zu gehen, können Sie sich auch mit Ihrem Sohn auf das Sofa setzen und er darf sich dort beruhigen oder eine kleine Auszeit nehmen. Sie müssen sich nicht sofort dazu setzen. Ihr Sohn darf sich erst ein wenig beruhigen. Falls das Sofa keine Alternative ist und Sie lieber mit Ihrem Sohn ins Kinderzimmer gehen, dann darf er sich auch dort erst einmal beruhigen, bevor Sie sich zu ihm setzen. Bleiben Sie in seiner Nähe, nicht aber direkt neben ihm und warten ab. Ein (er-)klärendes Gespräch ist ja auch erst möglich, wenn er sich beruhigt hat.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 20.09.2019

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