Christiane Schuster

Einschlafen selten ohne schimpfen und weinen

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Sehr geehrte Frau Schuster,

mein 3,5jähriger Sohn ist zwar ein sehr aufgeweckter und zum Teil eigensinniger, aber eigentlich dennoch sehr lieber Junge. Seit einigen Wochen scheint er seine Grenzen etwas stärker austesten zu wollen, aber ich schätze, dass das eben zur Entwicklung gehört und wir kommen damit ganz gut klar.
Was uns aber wirklich an die Substanz geht, ist sein Einschlafverhalten. Seit fast einem Jahr (seit Oktober 2011 – allerdings weiß ich nicht, was der Auslöser dafür gewesen sein soll, da sich in dieser Zeit nichts verändert hat) geht es kaum einen Abend ohne Schimpfen und Weinen.
Das Abendritual ist eigentlich fest: Waschen, Abendbrot essen, Sandmännchen o.ä. schauen, Zähne putzen, Toilette und gegen 19 Uhr bringen sein Papa oder ich – in etwa 90% der Fälle ich –ihn ins Bett. Manchmal auch eine viertel Stunde später. Dann wird noch ein Buch angeschaut und ich singe die beiden Schlaflieder mit ihm, die ich ihm schon seit der Geburt vorsinge. Aber dann kann man damit rechnen, dass er etwa 10 Minuten später draußen steht und sagt, er müsse pullern. Das darf er dann auch, aber meistens kommt er danach noch mehrere Male mit verschiedenen Anliegen aus seinem Zimmer. Manchmal nur, um mir zu sagen, dass er mich lieb hat. Manchmal, um mir zu zeigen, dass er sich ein anderes Schlafshirt angezogen hat. Manchmal, um zum 5. Mal pullern zu gehen, wobei man dann aber deutlich merkt, dass er es lustig findet, da er sich dann z.B. im Badezimmer versteckt und sich freut.
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter, denn es nimmt mich selbst mit, jeden Abend schimpfen zu müssen, sodass er danach weint. Aber wenn ich es ihm mehrmals im Guten gesagt habe und versucht habe, ihm zu erklären, dass es schon spät ist und Mama noch viel zu tun hat, werde ich irgendwann laut. Sein Papa ist da sogar noch strikter und schimpft schon viel eher und meist auch lauter als ich. Aber es hilft irgendwie alles nichts. Er schläft eigentlich nie vor 20.30 Uhr, meist erst gegen 21 Uhr oder später. Dabei ist es relativ egal, ob wir tagsüber viel unternommen haben oder es ein „normaler“ Kita-Tag war (wobei wir auch an solchen Tagen nachmittags viel draußen sind und/oder spielen).
Wir akzeptieren es ja sogar mittlerweile, wenn er nach dem Zubettbringen noch mit einem Auto im Bett spielt und wir ihn erzählen oder singen hören, solange er nicht ständig raus kommt – aber leider ist das eher selten der Fall.
Früh ist er zwischen 6 und 7 Uhr wach und Mittagschlaf macht er recht problemlos von 1-1,5h. Den braucht er auch, da er sonst zu quengelig wird und außerdem ist der in der Kita ja eh Pflicht.
Aber es kann doch auch keine Lösung sein, einen Dreijährigen jeden Tag erst 21 Uhr ins Bett zu bringen. Ich kann mir auch nicht erklären, woran es liegt. Über zu wenig Aufmerksamkeit kann er sich nicht beklagen, da wir wie gesagt eigentlich viel mit ihm unternehmen und ihn auch sehr oft loben, wenn er etwas macht oder einer Aufforderung nachkommt.

Vielen Dank für Ihren Rat und viele Grüße

von dadgmph am 27.08.2012, 09:28 Uhr

 

Antwort auf:

Einschlafen selten ohne schimpfen und weinen

Hallo dadgmph
Da Ihr Sohn in der Kita schlafen MUSS und er sich offensichtlich auch daran gewöhnt hat, scheint er mir abends noch nicht ausreichend müde zu sein um bereits vor 20.30 Uhr schlafen zu können. Freiwillig schließen die wenigsten Kinder seines Alters ihre Augen, da sie ja etwas verpassen könnten. :-)

Bitte überlegen Sie mit Ihrem Sohn gemeinsam während des Einschlafrituals, was noch vor dem Schlafen erledigt werden muß, damit er nicht mehr aus seinem Kuschelbett rauskommen muss.

Im Bett DARF er dann evtl. noch ein Kinder-Hörspiel anhören. Darüber wird er bei ausreichender Müdigkeit bestimmt einschlafen und an ein erneutes Puller-Müssen o.Ä. nicht mehr denken.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 27.08.2012

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