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Vorsorge

Wichtig: die richtige Vorsorge

Insbesondere in den ersten Lebensjahren spielt die Vorsorge eine sehr wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes. Aber auch schon in der Schwangerschaft können Sie einiges dafür tun - lesen Sie hier, wie eine bestmögliche Vorsorge Ihres Kindes von der Schwangerschaft bis ins 6. Lebensjahr hinaus aussehen könnte.
 
 
 
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Das 6. Lebensjahr

Das 6. Lebensjahr Bald komme ich in die Schule!

Zeit für die Vorsorgeuntersuchung U9 - sie hilft Ihnen zu klären, ob Ihr Kind von seiner Entwicklung her in jeder Hinsicht für den Schulstart bereit ist.

Um den fünften Geburtstag Ihres Kindes herum (zwischen 60. und 64. Lebensmonat), sollten Sie einen Termin für die U9 abmachen. Ihnen wird bei dieser Untersuchung auffallen, dass die Ärztin/der Arzt Ihrem Kind viele Fragen und eine Reihe von Aufgaben stellt. Natürlich gehört auch wieder eine gründliche körperliche Untersuchung zum Programm. Bitte nützen Sie das Angebot der U9 auf alle Fälle: Dies ist die letzte Vorsorgeuntersuchung vor der Einschulung. Sie hilft Ihnen zu klären, ob Ihr Kind von seiner Entwicklung her in jeder Hinsicht für den Schulstart bereit ist.

Nicht vergessen: Die Auffrischungs-Impfung für Masern, Mumps, Röteln (MMR) ist fällig. Das übersehen sehr viele Eltern - oder sie verlassen sich darauf, dass die Einmalimpfung ausreichend Schutz bietet. Das tut sie leider nicht. Fragen Sie beim Abmachen des Termins für die U9 gleich, ob auch die MMR-Impfung möglich ist. Falls ,nicht: Notiz im Kalender machen und rechtzeitig einen Extratermin vereinbaren.

Allgemeine Fragen zur kindlichen Gesundheit und Entwicklung können Sie auch im Rund-ums-Baby - Forum von Kinderarzt Dr. Busse stellen.

Beim Zähneputzen ist regelmäßige Kontrolle wichtig

Fünfjährige können schon recht gut alleine ihre Zähne putzen. Dennoch sollten Sie wenigstens jeden zweiten Tag kontrollieren, ob das Putzen auch klappt und nötigenfalls nachputzen. Kinder übersehen leicht so manche Ecke oder reinigen nur Teilbereiche des Zahns. Tipp: Bitten Sie bei den halbjährlichen Kontrollterminen die Zahnärztin/den Zahnarzt, Ihrem Kind nochmals die richtige Putztechnik zu erklären.

Übrigens müssen auch Kinderzahnbürsten spätestens alle drei Monate ausgewechselt werden. Exemplare mit verbogenen und zerkauten Borsten sind eher Keimschleudern als Putzhilfen. Sie können außerdem das Zahnfleisch verletzen. Ideal sind Kinderzahn- bürsten, die einen kleinen Kopf und einen dicken bzw. rutschfesten Griff haben. Fünfjährige können auch elektrische Zahnbürsten benützen. Auch da gilt jedoch: Nachschauen, ob die Zähne wirklich sauber sind, Zahnbürsten gut reinigen und regelmäßig auswechseln.

Ihr Kind sollte zur Härtung des Zahnschmelzes eine fluoridierte Kinderzahncreme verwenden. Kochen Sie auch mit fluoridiertem Speisesalz, das sichert die Fluorid- versorgung der gesamten Familie. Spezielle Mundwässer und Zahngelees (etwa mit Fluorid) sollte Ihr Kind jedoch vorerst nur nach Absprache mit der Zahnärztin/dem Zahnarzt benutzen. Sie/er wird auch klären, ob das Auftragen von Fluoridlack nötig ist (geschieht in der Praxis), um die Zähne Ihres Kindes besonders zu schützen. Zahnseide brauchen Kinder jetzt noch nicht.

Brechen die bleibenden Backenzähne durch - meist erst im siebten Lebensjahr - kann die Zahnärztin/der Zahnarzt deren Oberfläche versiegeln. Das verbessert den Kariesschutz in den höckerigen Bereichen, deren Vertiefungen die Zahnbürste schlecht erreicht.

Naschen ohne Zucker?

Das geht zumindest teilweise. Zahnunschädliche Süßwaren sind mit Zucker- austauschstoffen wie Xylit, Sorbit oder Isomalt gesüßt (steht auf der Packung). Ganz sicher gehen Sie, wenn das "Zahnmännchen" (ein lachender Zahn unter einem aufgespannten Schirm) auf der Packung ist: Diese Produkte wurden sogar im Labor darauf getestet, ob Sie Zähnen wirklich nicht schaden. Steht lediglich "zuckerfrei" auf der Packung, sollten Sie dagegen genau hinschauen: Möglicherweise wurde mit anderen Stoffen, etwa Honig oder Obstdicksaft gesüßt. Lecker, für die Zähne aber genau so schädlich, wie normaler Zucker. Zur Erinnerung: Ein- bis zweimal am Tag genüsslich naschen und danach Zähne putzen ist weniger schädlich für die Zähne als ständig Süßes futtern. Auf keinen Fall sollte Ihr Kind mit einem süßen Betthupferl schlafen gehen!

Sie haben Fragen zur richtigen Zahnpflege und zur Zahngesundheit bei Kindern? Schreiben Sie eine E-Mail an das Rund-ums-Baby - Forum unserer Kinderzahnärztin, Frau Dr. Freundorfer.

Zeit für bewusste Verkehrserziehung

Schulkinder sollen selbstständig werden. Das heißt auch: Auf Dauer den Schulweg zumindest ein Stück weit alleine bewältigen. Damit das gut und sicher klappt, braucht Ihr Kind Verkehrserziehung.

Am besten machen Sie es sich früh zur Gewohnheit, Ihrem Kind etwas Verantwortung zu übertragen, wenn Sie gemeinsam unterwegs sind. Halten Sie es etwa dazu an, vorm Überqueren der Straße am Rand des Gehsteiges erst einmal stehen zu bleiben und nach Autos Ausschau zu halten. Zeigen Sie ihm, wie man auf Ein- und Ausfahrten achtet und dass es an der Ampel auf Grün warten muss. Schärfen Sie ihm ein, Autofahrer möglichst direkt anzublicken, gerade auch am Zebrastreifen und beim Queren der Straße. Viele Kinder strecken dabei einen Arm vor, das macht sie sichtbarer und hilft, Pkw-Fahrer zu stoppen.

Schon vor Beginn des ersten Schuljahres sollten Sie den Schulweg/den Weg zum Schulbus immer wieder gemeinsam abgehen. So können Sie die beste Route festlegen und das richtige Verhalten an riskanten Stellen üben.

Ausreichend schlafen ist ein Muss für Kinder

Mal fünf Minuten später kommen - das ist im Kindergarten meist kein Problem. In der Schule dagegen schon. Aber nicht nur deshalb sollten Sie spätestens jetzt feste Bettgehzeiten für Ihr Kind durchsetzen: Nur Kinder, die ausreichend Schlaf bekommen, sind rundum fit und lernen gut. Vor dem morgendlichen Aufbruch sollte auch noch Zeit für ein gutes Frühstück bleiben. Falls Ihr Kind bislang zu denen gehörte, die gerne lang aufbleiben und morgens erst spät aufstehen, fangen Sie besser mit der Umstellung jetzt schon an. Wie Sie das am besten hinbekommen, können Sie zum Beispiel unsere Expertin Frau Schuster im Erziehungsforum fragen.

 

Bitte bedenken Sie:

Dieser Vorsorge-Plan von Rund-ums-Baby soll Ihnen als Orientierungshilfe dienen.
Die individuelle Beratung durch einen Arzt oder andere Fachleute kann er selbst-
verständlich nicht ersetzen.

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