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Das 5. Lebensjahr

Das 5. Lebensjahr

Platz da, jetzt komme ich! Haben Sie nicht auch schon gestaunt, wie schier unerschöpflich die Energiereserven Ihres Kindes jetzt sind? Am besten Ihr Kind hat jetzt viel Bewegung, um seine körperlichen Fähigkeiten auszuprobieren und zu toben.

Ganz egal ob drinnen oder draußen, ob im Sportverein oder einfach beim Toben im Park oder im Garten - Hauptsache Ihr Kind kommt regelmäßig in Schwung. Denn das, so betonen Entwicklungsexperten, ist die beste Förderung in diesem Alter. Denn wenn Kinder ihre Geschicklichkeit trainieren und sich in ihrem Körper daheim fühlen, geht es ihnen gut. Dann können sie sich auch besser konzentrieren und leichter lernen. Das können Sie tun, damit Ihr Kind gesund bleibt und sich weiterhin gut entwickelt:

Jetzt schon Radtouren mit Kind?

Falls Ihr Kind schon Rad fahren kann, haben Sie vermutlich hin und wieder Lust, alle gemeinsam auf Tour zu gehen. Dazu sollten Sie wissen:

Kinder dürfen erst ab acht Jahren am Straßenverkehr teilnehmen, also auf der Straße fahren. Das ist keine Schikane, sondern dient der Sicherheit der Kleinen. Diese sind komplett überfordert, wenn sie gleichzeitig auf Ihre Bewegungen und auf den Straßenverkehr achten sollen. Auch sind ihre Reaktionen auf gefährliche Situationen noch nicht schnell und zuverlässig genug. Außerdem werden Kinder auf ihren kleinen Rädern noch leichter von Pkw-Fahrern übersehen, als erwachsene Radler.

Wählen Sie also eine Strecke, die möglichst immer Geh-, Rad-, Wald- oder Feldwege bietet. Das ist sicherer. Am besten befestigen Sie am Rad Ihres Kindes eine elastische Stange mit Wimpel (gibt´s im Fahrrad-/Sportgeschäft), so wird es schon von weitem besser gesehen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Kind immer im Blick haben, es also möglichst vor Ihnen fährt. Auf keinen Fall dürfen Sie versuchen, Ihr Kind von Ihrem Rad aus zu kontrollieren - etwa, in dem Sie beide Räder mit einer Schnur verbinden. Das kann zu schweren Stürzen und Unfällen führen. Selbstverständlich braucht Ihr Kind einen gut sitzenden Helm - davon ist es übrigens leichter zu überzeugen, wenn auch Sie einen tragen.

Tipp: Nicht ganz billig, aber sicher und sehr hilfreich für radbegeisterte Eltern mit Vorschulkindern sind Tandem-Konstruktionen (Fahrradfachhandel). Mit Hilfe eines Verbindungsstücks wird ein Radteil für Ihr Kind an Ihr Rad gekoppelt. Ihr Kind tritt mit, aber Sie lenken. Diese Lösung hat auch den Vorteil, dass Ihr Kind sich ausruhen kann, wenn es müde ist, Sie aber trotzdem längere Strecken fahren können.

Superschnell auf flinken Rollen - aber nur mit Schutzausrüstung

Gut möglich, dass Ihr Kind sich irgendwann in diesem Lebensjahr für Inline-Skates begeistert. Nichts spricht dagegen, dass es dann auch sein erstes Paar bekommt. Allerdings sollten Sie sich vorher im Fachgeschäft beraten lassen, was gute Skates ausmacht. Mit schlecht konstruierter Billigware tun Sie Ihrem Kind keinen Gefallen. Für Kinder gibt es übrigens verstellbare Exemplare, die ein paar Schuhgrößen lang mitwachsen.

Was Ihr Kind auf alle Fälle braucht und beim Skaten immer tragen sollte, sind gut sitzende Protektoren. Die Schutzausrüstung besteht aus (Fahrrad-)Helm, Handgelenks-, Ellenbogen- und Knieschützern. Zugegeben, es ist lästig, das alles jedes Mal anzuziehen. Aber diese Ausrüstung sorgt dafür, dass bei einem Sturz meist nichts Schlimmes passiert. Schließlich können selbst kleine Skater schon recht schnell werden.

Auch wenn sie sich oft nicht daran halten: Inline-Skater dürfen nur auf dem Gehweg und nicht auf der Straße fahren. Das gilt für Kinder sowieso ohne Wenn und Aber. Alleine sollte Ihr Kind auf seinen Skates noch nicht unterwegs sein. Die Gefahr, dass es Probleme gibt (Ihr Kind z.B. von Autofahrern, die aus Einfahrten ausbiegen, übersehen wird), ist viel zu groß.

Manche Vereine, aber auch Sportgeschäfte, bieten Einsteigerkurse für Kinder an. Das ist sinnvoll, denn dort lernt Ihr Kind z.B., wie es richtig bremst. Adressen von Inline-Skate-Schulen nennt der Deutschen Rollsport und Inline-Verband.

Zahn verletzt? Gleich zum Arzt fahren

Leider passiert es immer wieder mal, dass ein Kind stürzt und dabei auch die Zähne zu Schaden kommen. Ist ein Zahn nach einem Sturz locker, verschoben, schief oder es fehlt ein Stück, sollten Sie schnell mit Ihrem Kind zum Zahnarzt gehen. Für die akute und künftige Gesundheit von Zähnen und Kiefer ist es nötig, die Wunde zu behandeln und zu klären, ob ein größerer Schaden entstanden ist. Einen ausgeschlagenen Zahn sollten Sie bitte unbedingt mitnehmen zum Zahnarzt. Dafür gibt es spezielle Zahnboxen, in denen der Zahn vital gehalten wird. Im Notfall kann man ihn im eigenen Mund transportieren.

Zeit für einen Schwimmkurs

Ihr Kind ist gerne im Wasser? Damit es beim Plantschen sicherer und unabhängiger wird, sollten Sie sich nach einem Kinderschwimmkurs umhören. Mit fünf Jahren ist der früheste Zeitpunkt, an dem Kinder schwimmen lernen können. Früher macht ein Schwimmkurs noch keinen Sinn, da die Koordination der Arm- und Beinbewegungen im Wasser noch nicht gelingt. Mit einem perfekten Schwimmstil wird es auch jetzt noch nicht klappen. Dennoch lernt ihr Kind, sich ein Stück weit über Wasser zu halten und sich unter Wasser zu orientieren. Das ist auch für Sie eine Beruhigung.

Bitte beachten Sie: Kinder in diesem Alter dürfen noch nicht alleine am oder im Wasser bleiben. Auch Schwimmhilfen bieten keinen sicheren Schutz vor dem Ertrinken. Größere Geschwister oder Freunde sind noch nicht in der Lage, ihr Kind zu beaufsichtigen und ihm in Notfällen zu helfen.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: November 2015


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