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Kinderwunsch

Kinderwunsch
Eine Schwangerschaft ist das Ziel vieler Paare
mit einem noch unerfüllten Kinderwunsch.
Informieren Sie sich hier, was Sie selbst tun
können, welche Diagnose- und Behandlungs-
möglichkeiten es gibt, um schwanger zu werden.

Nicht selten sind es leicht zu behebende
Dinge, die dem Wunsch nach einem Baby
im Wege stehen.
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Unser Expertenteam "Kinderwunsch"
antwortet Ihnen gern auf Ihre Fragen:

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Diagnose bei Männern Diagnose bei Männern

Diagnose bei Frauen

Es gibt zahlreiche körperliche Ursachen, die dazu führen können, dass eine Frau nicht schwanger wird. Haben alle bisherigen Versuche, dem Kinderwunsch auf sanfte Weise nachzuhelfen, nichts bewirkt, bieten Kinderwunschpraxen und -zentren ein umfangreiches Diagnostik-Programm. Gezielte Bluttests und weiter gehende körperliche Untersuchungen, etwa mit Ultraschall oder einer Bauchspiegelung können helfen, den Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches auf die Spur zu kommen.

Der Postkoitaltest

Eine wichtige Basisuntersuchung, die beide Partner betrifft, ist der Postkoitaltest. Dafür kommt die Frau acht bis zehn Stunden nach dem Sex in die Praxis. Dort entnehmen Ärztin oder Arzt etwas Muttermundsekret. Unter dem Mikroskop zeigt sich, ob und wie viele bewegliche Spermien sich in der Probe befinden. Daraus lässt sich ableiten, ob die Spermien optimale Bedingungen vorfinden, um sich auf den langen Weg Richtung Eileiter zu machen. Für den Postkoitaltest wird ein Termin während der fruchtbaren Tage bestimmt.

Bei Frauen achten die Ärzte ansonsten vor allem auf:
 

* Die Funktion der Eileiter Ist sie gestört, kann das Ei nicht Richtung Gebärmutter wandern. Das heißt: Es wird entweder gar nicht befruchtet, weil der Samen des Mannes das Ei nicht erreicht. Oder das befruchtete Ei hat keine Chance zur Einnistung in der Gebärmutter und es kommt daher nicht zu einer Schwangerschaft. In solchen Fällen sprechen Mediziner von "Tubarer Sterilität". Eine typische Ursache sind Entzündungen, die zu Verwachsungen und damit zur Blockade des oder der Eileiter geführt haben. Das verursacht häufig keine Beschwerden und bleibt daher lange unbemerkt. Eine Diagnose ist meistens nur durch eine Bauchspiegelung möglich.
 
* Hormonelle Störungen

Für einen normalen Zyklus, das Heranreifen des Eis und den Eisprung ist das harmonische Zusammenspiel mehrerer Hormone wichtig. Ob der Hormonhaushalt in Ordnung ist, lässt sich durch Labortests klären. Die Ergebnisse erlauben auch Rückschlüsse darauf, wo die Ursache einer Störung liegt. So können etwa Funktionsstörungen der Schilddrüse, der Eierstöcke oder der Nebennierenrinde Auslöser hormonbedingter Probleme sein.
 
* Polyzystische Ovarien

Ein eigenes Problem sind Polyzystische Ovarien oder das Polyzystische Ovarsyndrom. Es handelt sich um ein Bündel verschiedener Symptome, die unterschiedlich (stark) ausgeprägt sein können. Vereinfacht gesagt, liegen bei den betroffenen Frauen hormonelle Störungen vor, die unter anderem dazu führen dass ihr Zyklus ernsthaft gestört ist. So kann etwa der Eisprung völlig entfallen oder die Menstruation ausbleiben. Im Ultraschall ist dennoch zu sehen, dass die Eierstöcke vergrößert sind, da sich hier zwölf und mehr Follikel bilden. Daher auch der Name "Polyzystische Ovarien": "poly" heißt "viel", "zystisch" bezieht sich auf die Follikel, "Ovarien" ist lateinisch für "Eierstöcke". Diagnose und Therapie des polyzystischen Ovarsyndroms sind Sache von Fachleuten, unter anderem der Teams in Kinderwunschpraxen/-zentren, wo Spezialisten verschiedener Bereiche zusammenarbeiten. Eine einheitliche Behandlung gibt es nicht.
 
* Endometriose

Bei einer Endometriose haben sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter angesiedelt. Sie können zum Beispiel an der Harnblase oder im Eileiter sitzen. Diese versprengten Zellen sind hormonell aktiv. Sie folgen dem normalen Monatszyklus und reagieren zum Zeitpunkt der Periode mit Blutungen. Dadurch können sich Zysten bilden. Oder die versprengten Gewebszellen lassen Organe so miteinander verkleben, dass es zu Verwachsungen kommt. Schränkt das die Beweglichkeit der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Eileiter ein, ist es deutlich schwerer, schwanger zu werden.
 
* Myome

Myome sind gutartige Geschwülste. Sie wachsen in oder an der Gebärmutter und können recht groß werden. Daher liefert die ärztliche Tastuntersuchung oft schon erste Anhaltspunkte für ein Myom. Die genauere Diagnose ist meistens per Ultraschall möglich. Mitunter ist eine Gebärmutterspiegelung nötig, um zu klären, ob und wie weit ein Myom ins Innere der Gebärmutter hineinreicht. Große oder ungünstig liegende Myome können ein Grund dafür sein, dass eine Frau nicht schwanger wird.
 
* Zysten

Darunter verstehen Mediziner mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Zysten sind meistens harmlos und verschwinden oft von selbst wieder. Sie verursachen jedoch manchmal Probleme, wenn sie an den Eierstöcken sitzen. Hier bilden sich mitunter "Funktionszysten". Sie entstehen aus den Follikeln (Eibläschen), die monatlich heranreifen. Funktionszysten am Eierstock produzieren Hormone, die Eireifung und Eisprung verhindern.
 
* Fehlbildungen

Sie betreffen vor allem die Gebärmutter. Eine ungewöhnliche Form oder Größe kann eine Schwangerschaft erschweren oder unmöglich machen. Zur genauen Diagnose ist neben einer Ultraschalluntersuchung oft auch eine Gebärmutter- oder Bauchspiegelung nötig.
 

Weitere Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit

Manchmal stecken genetische Gründe dahinter, dass ein Paar keine Kinder bekommt. Es kann zum Beispiel sein, dass sich im Erbgut von Mann oder Frau, in seltenen Fällen auch bei beiden Abweichungen vom normalen Chromosomensatz zeigen. Oft sind Gesundheit und Wohlbefinden dadurch überhaupt nicht beeinträchtigt, eine Schwangerschaft kommt aber nicht zustande oder endet jedesmal früh. Ob genetische Ursachen eine Rolle spielen, können Gentests klären. Aussicht auf eine Therapie gibt es normalerweise jedoch nur, wenn die genetischen Veränderungen Stoffwechselprobleme verursachen, die wiederum einer Schwangerschaft im Wege stehen. Ist das jeweilige Stoffwechselproblem behandelbar, klappt es eventuell auch mit der Schwangerschaft.

Selten ist die Immunologische Sterilität: Manchmal spielt das Immunsystem verrückt und wendet sich gegen Ei- oder Samenzellen. Bei Mann und Frau können sich Antikörper bilden, die zum Beispiel die Befruchtungsfähigkeit der Spermien schwächen. Oder verhindern, dass sich der Embryo erfolgreich in der Gebärmutter einnisten und dort heranwachsen kann. Bei Verdacht auf eine immunologische Sterilität wird das Blut auf spezielle Antikörper hin untersucht. Bestätigt sich das Problem, kann eine In-Vitro-Fertilisation möglicherweise helfen.

 
von Anne Malburg

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