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Myome - neue Methoden können helfen!

Myome - neue Methoden können helfen!

Myome sind gutartige Muskelgeschwulste in oder an der Gebärmutter. Sie können einzeln oder auch in größeren Ansammlungen ("Uterus myomatosus") auftreten und verursachen - je nach Größe und Lage - manchmal gar keine oder nur geringe Probleme.

Manchmal rufen sie aber auch große Beschwerden hervor wie heftige Schmerzen, Zwischenblutungen oder starke, lange Regelblutungen.

Entstehung von Myomen

Wie Myome entstehen und warum manche Frauen darunter leiden und andere nicht, ist bisher nicht wirklich geklärt. Wahrscheinlich liegt aber eine gewisse erbliche Veranlagung vor. Das Wachstum von Myomen wird durch die weiblichen Geschlechtshormone gesteuert - Östrogen lässt sie wachsen, Gestagen stoppt das Wachstum. Entsprechend treten Myome hauptsächlich bei Frauen zwischen Anfang 30 und Mitte 50 auf. Mit Eintritt der Wechseljahre bilden sie sich meistens zurück. Myome können bis zu 20 cm groß werden und entsprechend große Probleme verursachen. Es stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, von der hormonellen Behandlung bis zur operativen Entfernung des Myoms, wobei unter Umständen auch die Gebärmutter mit entfernt wird. Dies ist jeweils abhängig von Größe und Lage des Myoms, den individuellen Beschwerden, aber natürlich auch vom Alter der Frau und dem noch bestehenden Kinderwunsch.

Formen von Gebärmutterwucherungen

Myome unterscheidet man nach ihrer Lage an der Gebärmutter:

  1. Intermural: sie wachsen innerhalb der Muskelschicht in der Gebärmutter
  2. Subserös: auf der Außenseite der Gebärmutter
  3. Submukös: direkt unter der Gebärmutterschleimhaut
  4. Intraligamentär: im Bindegewebe seitlich der Gebärmutter
  5. Zervixmyom: in den Muskelschichten rund um den Gebärmutterhals (Zervix)

Symptome und Beschwerden

Manche Frauen merken oft Jahre lang nichts von ihrem Myom und sind völlig beschwerdefrei. Zufällig wird es dann bei einer Routine-Untersuchung beim Frauenarzt entdeckt. Ein Myom, das keine Probleme bereitet, ist nicht gefährlich und darf einfach dort bleiben, wo es ist. Größere Myome können aber je nach ihrer Lage zu Beschwerden wie Zwischenblutungen oder starken, langen Regelblutungen und teilweise auch zu heftigen Schmerzen führen. Wenn sie auf die umliegenden Organe drücken, können sie Harnwegsinfektionen, Reizblase oder Inkontinenz, Verstopfung, Ischias- oder Rückenschmerzen oder auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verursachen.

Myome und unerfüllter Kinderwunsch

Ein Myom kann auch auf den Eileiter drücken oder die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter stören und dadurch für einen unerfüllten Kinderwunsch verantwortlich sein. Wenn Sie also schon länger vergeblich versuchen, schwanger zu werden, sollte Ihr Frauenarzt eine ausführliche Ultraschall-Untersuchung durchführen. Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte man je nach Lage und Größe des Myoms ein Entfernen abwägen, da Myome das Risiko einer Fehlgeburt oder Frühgeburt steigern können.

Myome in der Schwangerschaft

Bis zur 24. SSW können die Myome wachsen, danach ist eine Vergrößerung selten. Zum Glück verursachen aber die meisten Myome keine größeren Probleme in der Schwangerschaft. Es kann allerdings zu vorzeitigen Wehen oder Lage-Anomalien des Kindes (z.B. Steißlage) kommen. Dass ein Myom in den Geburtskanal hineinragt und so eine natürliche Geburt verhindert, kann vereinzelt vorkommen. In diesem Fall muss ein Kaiserschnitt gemacht werden.

Therapie bei Myomen

Die Therapiemöglichkeiten hängen neben Lage und Art des Myoms auch von den Beschwerden der Frau, ihrem Alter und ihrem eventuellen Kinderwunsch ab.

Hormonell

Durch den gezielten Einsatz von Hormonen kann man das Wachstum von Myomen stoppen und sie zum Schrumpfen bringen. Dabei kommen Gestagene - als hormonelle Gegenspieler der Östrogene - in Frage, z.B. als Langzeittherapie mit einer gestagenhaltigen Pille oder in Form einer gestagenhaltigen Spirale. Alternativ kann man Myome mit sogenannten Anti-Hormonen behandeln, die die Frau vorübergehend in die Wechseljahre versetzen. Diese Therapie bringt allerdings dieselben Begleiterscheinungen wie die Menopause mit sich - Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen, Knochenschwund (Osteoporose), etc. - und ist deswegen nicht als Dauerlösung geeignet. Sie kann übergangsweise eingesetzt werden, wenn eine Frau sowieso kurz vor dem Wechsel steht oder um die Zeit bis zu einer Operation zu überbrücken oder auch bei Myomen, die wegen ihrer ungünstigen Lage nicht operiert werden können. Bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft ist die hormonelle Therapie nur bedingt möglich.

Operative Entfernung der Gebärmutter

Manchmal ist eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) unausweichlich, wenn beispielsweise das Myom sehr groß ist oder großflächig mit der Gebärmutter verwachsen. Ebenso wenn die Myome sehr zahlreich sind, und entsprechend bei der Entfernung eine zu große Wundfläche entstehen würde. Die Operation wird heute häufig über eine Bauchspiegelung, durch die Scheide oder über einen Bauchschnitt erfolgen. Manchmal werden die Methoden auch kombiniert. Obwohl die Eierstöcke als Hauptproduktionsstätte der Geschlechtshormone im Körper bleiben, kann eine Hysterektomie auch Auswirkungen auf den Hormonhaushalt haben. Manche Frauen empfinden das Ausbleiben der Regelblutung als durchaus positiv und sind froh, nicht mehr verhüten zu müssen. Andere wiederum leiden unter Nebenwirkungen oder dem Gefühl, "keine vollständige Frau mehr zu sein".

Operative Entfernung des Myoms

Inzwischen gibt es verschiedene Methoden, Myome zu entfernen ohne die Gebärmutter zu verletzen. Diese Verfahren kommen vor allem bei jungen Frauen zum Einsatz, bei denen die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist. Aber auch zunehmend bei älteren Frauen, die eine Hysterektomie aus anderen Gründen ablehnen. Dabei wird das Myom je nach Lage und Größe aus der Gebärmutter herausgeschnitten oder -geschält. Entweder "minimal-invasiv", also durch eine Bauch- oder Gebärmutterspiegelung oder durch eine normale Operation mittels Bauchschnitt. Es besteht jeweils die Gefahr von stärkeren Blutungen und Verletzungen von umliegenden Organen. Die Patientin muss je nach Operationsmethode ein paar Tage im Krankenhaus bleiben und sich hinterher einige Zeit schonen. Außerdem ist es möglich, dass die Myome nachwachsen.

Myom-Embolisation

Bei einer Embolisation wird das Myom praktisch "ausgehungert", indem die Blutgefäße, die es ernähren, mit Hilfe von winzigen Kunststoffkügelchen verstopft werden. Die Kügelchen werden durch einen kleinen Schlauch durch die Leiste direkt bis an die Blutversorgung des Myoms gebracht. Sie verschließen dort die Arterie und lassen das Myom schrumpfen. Die Kügelchen können für immer im Köper bleiben, so dass damit meist eine dauerhafte Lösung erzielt ist. Eine Embolisation ist allerdings bei besonders großen Myomen oft nicht möglich.

Fokussierter Ultraschall

Der fokussierte Ultraschall (kurz FUS) ist eine ganz neue Methode, Myome zu bekämpfen. Hier wird die Geschwulst mit konzentrierten Ultraschall-Wellen bestrahlt. Dabei entstehen kleine Löcher im Gewebe und sie beginnt zu schrumpfen. Damit die Bestrahlung exakt die richtigen Stellen trifft, wird die Patientin mittels MRT (Magnetresonanz-Tomographie) überwacht. Der Eingriff ist im Vergleich zu einer OP sehr schonend. Er ist schmerzfrei und dauert etwa 2 Stunden. Nach einer gewissen Ruhezeit wird die Frau direkt wieder nach Hause entlassen. Allerdings sind auch hier Komplikationen möglich. Außerdem wird die Ultraschall-Therapie bisher nur von ganz wenigen Krankenkassen übernommen. Während der Schwangerschaft ist ein FUS nicht möglich.

Alternative Methoden

Psychosomatisch gesehen können Myome ein Anzeichen für großen Stress sein, z.B. wegen einer Doppelbelastung durch Beruf und Familie oder wegen Schwierigkeiten oder Uneinigkeiten mit dem Partner bei der Familienplanung. Die Naturheilkundler sehen in Myomen ein Zeichen für einen gestörten Energiefluss. Naturheilverfahren wie die Homöopathie oder die Chinesische Medizin setzen entsprechend dort ein. Yoga, Qigong oder andere sanfte Bewegungstherapien können hier ebenfalls hilfreich sein und eine medizinische Behandlung unterstützen.

von Maxi Christina Gohlke

Zuletzt überarbeitet: September 2015

   

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