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Polkörperdiagnostik - genetische Untersuchung der entnommenen Eizelle

Polkörperdiagnostik - genetische Untersuchung der entnommenen Eizelle

Dieser Diagnoseweg bei einem Kinderwunsch konzentriert sich ganz auf die befruchtete Eizelle. Er kann klären helfen, ob die darin enthaltenen mütterlichen Erbanlagen (der Chromosomensatz) intakt sind. Ist das nicht der Fall, nistet sich der Embryo möglicherweise gar nicht erst in der Gebärmutter ein oder die Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt.

Hat eine Frau bereits mehrere Fehlgeburten erlebt oder kommt es auch bei assistierter Reproduktion einfach nie zu einer Schwangerschaft, nutzen manche Ärzte daher auch die Polkörperdiagnostik.

Der Polkörper ist ein kleiner Bereich der Eizelle, der alles genetische Material aufnimmt, das bei den so genannten Reifeteilungen überflüssig wird. Der Hintergrund:

  • Samen- und Eizelle dürfen, anders als alle restlichen Körperzellen, nur einen halben Chromosomensatz mitbringen. Erst nach ihrer Verschmelzung entsteht dann der neue, einmalige und vollständige Satz des neuen Menschen.
  • Ei und Samenzellen haben jedoch ursprünglich ebenfalls einen vollständigen Gensatz. Der wird erst halbiert, wenn sie heranreifen. Daher der Name Reifeteilung. Sie ist bei der Eizelle einiges komplizierter als bei der Samenzelle und kommt erst nach der Befruchtung des Eis zum Abschluss: Der halbe Chromosomensatz der Zelle wandert in den Polkörper, der später zugrunde geht.

Im Labor kann der Polkörper entnommen und auf eine Reihe genetischer Auffälligkeiten hin untersucht werden. So ist es möglich, ohne Schaden für die Zelle festzustellen, ob zumindest der mütterliche Gensatz unauffällig ist. Das, so hoffen mache Ärzte, könnte die Chancen einiger Paare während der Kinderwunschbehandlung verbessern.

Der Zeitrahmen für die Polkörperdiagnostik ist eng: Sie muss innerhalb von ca. 20 Stunden nach der Befruchtung des Eis abgeschlossen sein. Denn eine befruchtete Eizelle darf nur verworfen werden, solange die "Vorkerne" von Ei und Samenzelle noch bestehen. Als Vorkerne bezeichnen Experten die zwei Bereiche in der befruchteten Eizelle, in denen sich jeweils das mütterlich und väterliche Erbgut konzentriert, bevor sich die beiden Erbgut-Sätze zu einem anordnen. Nach diesem Moment beginnt die Entwicklung des Embryos, der sofort unter das Embryonenschutzgesetz fällt. Er darf nicht ausgesondert werden, sollte sein Chromosomensatz Auffälligkeiten zeigen. Eine solche Präimplantationsdiagnostik (PID) ist in Deutschland streng verboten.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: Mai 2015

   

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