Wolle, Fleece oder Daune - was wärmt am besten?

Der Winter hat Einzug gehalten und mit den gesunkenen Temperaturen fragen sich viele Mamas: Was ziehe ich meinem Sprössling an? Schließlich soll beim Spaziergang, wenn die Familie durch die Winterlandschaft stapft, niemand frieren müssen. Die Auswahl ist groß, Pullover aus Wolle oder Fleece, Anorak oder Daunenmantel. Welches Material wärmt denn am besten?

Am besten ist der Zwiebellook. So ist man Schicht für Schicht schön warm eingehüllt. Je nach Aktivität, ob man durch den Schnee tobt, an einem Schneemann baut oder kurz in ein Café einkehrt, kann eine Schicht aus- bzw. angezogen werden.

Wolle: Ein angenehm, warmes Tragegefühl auf der Haut

Wolle ist ein natürliches Produkt, kuschelig weich und wärmend. Denn die gekräuselten Wollfasern schließen viel Luft ein, indem sie kleine Luftpolster bilden. Dadurch kann Wärme gut am Körper gehalten werden. Im Inneren kann die Faser außerdem viel Feuchtigkeit einschließen, ohne dass sich die Oberfläche feucht anfühlt. Ein großer Vorteil von Kleidungsstücken aus Wolle ist, dass sie nicht ganz so oft gewaschen werden müssen, die Wollfaser nimmt Gerüche nicht so stark auf. Sollte der Pulli doch etwas riechen, hilft es in vielen Fällen, ihn einige Zeit im Freien durchlüften zu lassen. Außerdem leiert ein Stück aus echter Wolle bei richtiger Pflege nicht aus, sondern behält nach der Wäsche seine alte Form zurück, da Wolle relativ elastisch ist.

Je nachdem wie die Wolle gewonnen wurde, sind unterschiedliche Bezeichnungen üblich: Wenn ein lebendes Tier geschoren wurde, handelt es sich bei dem Erzeugnis um Schurwolle, wenn der Restfettgehalt nicht höher als ein Prozent ist. Wohingegen so genannte Reißwolle aus Garnresten hergestellt wird und auf dem Wäschezeichen nicht das Merkmal für echte Schurwolle - ein schwarz/weißes Wollknäuel - trägt. Nur bei Stücken aus Schurwolle ist außerdem die Aufschrift "reine Schurwolle" oder "Wollsiegel-Qualität" oder "Woolmark" aufgedruckt. Manche Wollstücke sind dafür mit dem Ausdruck "superwash" oder „filzfrei“ gekennzeichnet, dass heißt die Wolle ist waschmaschinenfest, da sie hauchdünn mit Kunstharz überzogen wurde und dadurch beim Waschen nicht verfilzen kann.

Meistens stammt die Wolle, die in den Regalen angeboten wird, vom normalen Hausschaf. Eine besonders feine Qualität liefert aber das Merinowollschaf, die Wolle ist besonders leicht und weich und wird beispielsweise auch für Unterwäsche verarbeitet. Die Wolle, die am weichsten ist, liefert das Angorakaninchen, das bis zu viermal pro Jahr geschoren werden kann und eine sehr wärmende Wolle liefert. Übrigens die Angoraziege liefert die Mohairwolle, die etwas grober ist, sich aber gut färben lässt und schön glänzt. Die edelste Wolle ist die Kaschmirwolle von der gleichnamigen Ziege. Da jedes Tier pro Jahr nur ein paar hundert Gramm Wolle liefert, ist Kaschmir sehr teuer.

Fleece: Die flauschig, robuste Zwischenschicht

Fleece ist die englische Bezeichnung für Flausch und meint ein Gewebe, das aus Kunstfaser, nämlich Polyester hergestellt wird und vor allem eben wegen seiner Flauschigkeit sehr beliebt ist. Auch Fleece speichert die Wärme sehr gut. In den 80er Jahren entwickelt, wird das Material heutzutage nicht nur von Sportlern geschätzt, sondern ist in der ganz normalen Oberbekleidung vertreten. Denn selbst Menschen, die auf Wolle allergisch reagieren, können beispielsweise einen Fleece-Pulli tragen. Fleece hat verschiedene Vorteile: Es ist leicht, weich, und atmungsaktiv. Das Gewebe speichert die Feuchtigkeit nicht, so wie etwa Baumwolle, es gibt die Nässe wieder ab, dadurch bleibt die Haut trocken. Jedoch wasserdicht ist Fleece nicht.

Dafür ist das Material aber leicht zu pflegen: Die Kleidungsstücke werden bei niedrigen Temperaturen mit Feinwaschmittel in der Waschmaschine gewaschen, behalten ihre Form und laufen nicht ein. Insgesamt ist Fleece sehr robust, da der Stoff schon bei der Herstellung imprägniert wird, ist er schmutzabweisend. Dieser Schutz umgibt jede Faser mit einer Wasser abstoßenden Schicht und kann gegebenenfalls mit einem entsprechenden Spray wiederholt werden.

Daune: Federleicht und warm für obendrüber

Eine Daunenjacke ist wie ein Federbett für draußen – und bei eisigen Temperaturen unbedingt zu empfehlen. Vor allem bei einem Aufenthalt mit wenig Bewegung hält die Daunenjacke warm. Bei sportlichen Aktivitäten könnte es dagegen in der Jacke, je nachdem welche Schichten man darunter trägt, schnell zu warm werden. Die Daunenbekleidung ist zudem federleicht, schließlich wiegt die Füllung aus Daunen nicht viel, dadurch sind die Jacken angenehm zu tragen und bieten eine gute Beweglichkeit.

Die Jacken oder Mäntel werden mit den speziellen Kammern angeboten, nur so bleiben die Federn an Ort und Stelle und sacken nicht in Klumpen nach unten. Für eine gute Qualität wird ein Daunenanteil von mindestens 90 Prozent sowie eine Fillpower von über 500 cuin benötigt. Diese Zahl gibt an, wie sehr sich die Daune aufbauscht, je höher die Bauschkraft, desto wärmer die Jacke. Die Füllung wird in ein daunendichtes Material eingenäht, damit keine Federn hindurch picken. Dazu wird Polyamidgewebe, verwendet, dass ebenfalls leicht und dazu wasserabweisend ist. Der Nachteil an dem Material: Ist die Daune einmal feucht geworden, sinkt die Isolation stark.

Daunenjacken lassen sich auf ein kleines Packmaß reduzieren, nach dem Entfalten sollte man sie anschließend kurz aufschütteln. Generell sollte Daunenbekleidung luftig und mit viel Platz aufbewahrt werden. Die Teile können normal in der Maschine gewaschen werden, aber nicht mit normalem Vollwaschmittel sondern mit speziellem Daunen-Waschmittel und nicht über 40 Grad.

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