Wissenswertes rund um das Ei

Die meisten Kinder lieben Eier: eine Gabel mit Rührei oder ein Löffel mit weichgekochtem Ei, da machen selbst die Kleinen, die eigentlich nicht so gern essen, ihren Mund auf. Sehr gut, denn Eier sind gesund! Sie gehören seit langer Zeit in fast allen Kulturkreisen zu den Grundnahrungsmitteln. Eier liefern viel Eiweiß, außerdem Mineralstoffe, Eisen, Phosphor, Kalzium sowie verschiedene Vitamine.

Darüber hinaus enthalten Eier mit 200 Milligramm eine Menge Cholesterin. Das ist eine lebenswichtige Substanz, die im Körper verschiedene Funktionen erfüllt – die aber auch im Verdacht steht, zu einem erhöhten Cholesterinspiegel zu führen. Immer wieder gibt es deshalb Empfehlungen, Eier nur in Maßen zu genießen. Dem gegenüber stehen Untersuchungen, nach denen andere Bestandteile, etwa gesättigte Fettsäuren einen weitaus größeren Einfluss auf den Cholesterinspiegel haben. Außerdem heißt es, dass der Blutcholesterinspiegel durch einen Regulationsmechanismus gesteuert wird. Also, achten Sie zwar auf die Dosis, aber lassen Sie sich den Appetit auf ein leckeres Frühstücksei nicht verderben!

Wie viel Ei darf mein Kind essen?

Schiebt Ihr Kleines das Brot mit Käse immer wieder weg? Dann probieren Sie doch mal etwas Gemüse mit Rührei oder Omelett. Denn Eier sind – laut unserem Kinderarzt Dr. Andreas Busse – ab dem 8. Lebensmonat kein Problem. Vorher sollten die Kleinen besser noch kein Ei essen. Aber dann darf der Nachwuchs gerne etwa zwei Eier pro Woche essen. Nur auf Speisen, in denen rohe Eier verarbeitet wurden, sollten Kleinkinder noch verzichten.

Am besten bieten Sie frische Bio-Eier an. Ohnehin sollten Eier nicht zu lange aufbewahrt werden. Es ist besser, Eier nach Bedarf und nicht auf Vorrat zu kaufen. Und spätestens ab dem 18. Tag empfiehlt sich die Kühlung, spätestens ab diesem Zeitpunkt sind sie nämlich in rohem Zustand ein guter Nährboden für Salmonellen. Nur im Kühlschrank haben die Mikroorganismen es schwer, sich zu vermehren. Hier sollten sie aber möglichst im separaten Fach gelagert werden, da Eier schnell Gerüche aufnehmen. Zubereitete Gerichte mit rohen Eiern sollten außerdem nicht länger als 20 Stunden aufbewahrt werden.

Wann das Ei gelegt wurde, verrät das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), welches auf der Packung oder auf einem Schild angegeben ist. Das MHD beträgt 28 Tage, wenn Sie diese Zahl abziehen erhalten Sie das Legedatum. Wie Sie ein frisches von einem verdorbenen Ei unterscheiden, zeigt der Eiertest.

Wie erkenne ich, ob ein Ei verdorben ist?

Der Test im Wasserglas ist einfach und liefert ein sicheres Ergebnis: Ein Glas mit Wasser füllen, das Ei hineingeben. Ein frisches Ei sinkt auf den Boden und bleibt flach am Boden liegen. Ein Ei, das wenige Tage alt ist, hebt seine Spitze leicht an. Ein mittelaltes Ei richtet sich auf und steht senkrecht im Wasser – es ist dann 14 bis 21 Tage alt. Achtung, das heißt nicht, dass man dieses Ei nicht mehr essen kann, es sollte nur gut durchgegart werden vor dem Verzehr. Ein verdorbenes Ei steigt an die Oberfläche auf – und gehört natürlich in den Abfall.

Übrigens, wenn sich das Ei schlecht pellen lässt, ist das auch ein Zeichen dafür, dass es besonders frisch ist. Das Abschrecken unter kaltem Wasser hat dagegen – wie oft behauptet – keinen Einfluss auf das spätere Abpellen. Es sorgt nur dafür, dass der Kochvorgang sofort abgebrochen wird. So behält ein Ei nach einer Kochzeit von fünf Minuten einen weichen Dotter, nach acht Minuten ist das Eigelb noch etwas weich und ab einer Kochzeit von zehn Minuten ist das Ei komplett hart.

Braun oder weiß? Die Farbe des Eis spielt absolut keine Rolle und sagt nichts über die Art der Haltung oder die Art der Erzeugung aus – das ist nur ein Merkmal der entsprechenden Rasse der Legehennen. Während früher weiße Eier gefragt waren, sind heute eben eher braune Eier erwünscht. Dagegen verrät der Stempel auf dem Ei etwas über die Erzeugung.

Stempel: Erzeugung, Herkunft, Güteklasse und Gewichtsklassen

Die erste Ziffer im Stempel steht für die Haltung der Hühner: Die Ziffer 0 bedeutet, das ist ein Bio-Ei, es wurde aus "ökologischer Erzeugung" gewonnen, die Ziffer 1 steht für "Freilandhaltung", die Ziffer 2 für "Bodenhaltung", die Ziffer 3 für „Käfighaltung“.

Dann folgen Buchstaben, die auf das Land deuten, in dem der Eierbetrieb registriert ist: Eier aus Deutschland haben ein "DE", belgische Eier ein "BE" und niederländische das "NL". Nun folgen bei den deutschen Eiern Ziffern, die das Bundesland angeben, so steht beispielsweise die 1 für Schleswig-Holstein, die 5 für Nordrhein-Westfalen und die 16 für Thüringen. Am Schluss des Stempels steht die individuelle Betriebsnummer, so dass genau zurückzuführen ist, woher das Ei stammt.

Die Güteklasse der Eier kann als „A“ oder al „A-Extra“ angegeben sein. Die Güteklassen B und C sind zwar hygienisch in Ordnung werden aber nicht als Rohware an Kunden verkauft. Eier der Klasse A sind saubere, unverletzte Eier ohne Fremdgeruch. Eier der Klasse A-Extra sind besonders frische Eier, die höchstens 9 Tage alt sind. Stehen sie nach einer Woche immer noch zum Verkauf dürfen sie nur noch als A-Klasse an den Kunden weiter gegeben werden.

Außerdem werden Eier in vier verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt. Wussten Sie übrigens, dass die Größe des Eis vom Alter des Huhnes abhängig ist? Je jünger das Huhn, desto kleiner das Ei bzw. andersherum je größer das Ei, desto älter das Huhn. So stammen also Eier der Gewichtsklasse S mit einem Gewicht von unter 53 g von sehr jungen Hühnchen. Eier der Klasse M müssen schon 53 g bis 63 g auf die Waage bringen und Eier in Größe L wiegen 63 g bis 73 g. Die größten Eier in der Gewichtsklasse XL wiegen mindestens 73 g und wurden von den ältesten Hühnern gelegt.

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