Vegetarisch: Heut' essen wir kein Fleisch

Vegetarisch: Heute essen wir kein Fleisch

Für die meisten Familien gehören Hähnchen, Schinken, Fischstäbchen oder Wiener-Würstchen zur normalen Ernährung dazu. Jedoch sollte Fleisch nicht täglich auf dem Speiseplan stehen: Wer ab und an auf Fleisch verzichtet und häufiger auch Gerichte ohne Fisch und Fleisch, dafür aber mit viel buntem Gemüse, Getreide, Kräutern und Milchprodukten genießt, lebt gesünder.

Erwachsene sollten pro Woche möglichst nicht mehr als 300 bis 600 g Fleisch und Wurst essen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Auch Fisch sollte aufgrund der Überfischung nicht allzu häufig auf den Teller kommen. Es heißt Seefisch sollte zwei Mal die Woche, Fleisch maximal drei Mal die Woche verzehrt werden.

Ohne Fleisch – und trotzdem lecker!

Stattdessen können Brokkoli, Möhren, Kürbis- und Kohlgemüse, Sprossen und Pilzen, Kartoffeln, Nudeln, Couscous, Reis mit Kräutern, Gewürzen, Käse, eventuell Fleischersatz wie Seitan oder Tofu und viele andere pflanzliche Lebensmittel lecker und köstlich zubereitet werden.

Haben Sie schon einmal Lauch-Roquefort-Quiche, Pfannkuchen-Torte mit Spinat oder selbstgemachte Kässpätzle probiert? Viele Speisen, Salate, Suppen und Pfannengerichte können gut ohne Fleisch auskommen, sämtliche süße Hauptspeisen, wie Dampfnudeln, Milchreis oder süße Aufläufe sind generell fleischlos: Die Palette an vegetarischen Gerichten ist groß – da werden selbst passionierte Fleischesser Appetit bekommen.

Gefüllte Paprikaschoten mit Polenta-Nocken

Paprikaschoten schmecken nicht nur mit Hackfleisch lecker, füllen Sie das Gemüse einfach mal mit Schafskäse. Waschen Sie 500 g rote Spitzpaprika, halbieren und entfernen Sie das Innere und legen Sie die Hälften mit dem Schnitt nach oben in eine Auflaufform oder auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Für die Cremefüllung zerbröseln Sie 200 g Schafskäse in eine Schüssel und rühren ihn mit 3 EL Crème fraîche, 1 EL Tomatenmark, Salz, Pfeffer und 2 durchgepressten Knoblauchzehen glatt. Die Creme streichen Sie nun in die Paprika und träufeln noch etwas Olivenöl darüber. Nun geben Sie die Paprika bei 200 Grad für etwa 20-30 Minuten in den Ofen. Wenn das Gemüse leicht hellbraun und der Käse verführerisch duftet, können Sie die Form oder das Blech entnehmen.

Dazu gibt es Polenta, diese müssen Sie aber am Vortag vorbereiten: Lassen Sie 500 ml Gemüsebrühe mit 1 TL Kräuter der Provence aufkochen und rühren Sie 125 g Schnellkoch-Polenta hinein. Sie müssen jetzt maximal zwei Minuten gut rühren, dann wird die Masse fest und Sie können den Topf vom Herd nehmen. Stechen Sie dann mit zwei Esslöffeln kleine Nocken ab und geben Sie sie auf ein Blech, wo sie auskühlen müssen. Optimal wird das Ergebnis, wenn die Polenta-Nocken über Nacht in einer Schüssel im Kühlschrank erkalten können. Wenn die Paprikaschoten fast fertig überbacken sind, können Sie die kleinen Klößchen in einer heißen Pfanne mit etwas Öl anbraten. Dazu passt ein frischer Salat mit Feldsalat, Radicchio und Eichblattsalat.

Leckerer Eintopf mit Brokkoli und Kokosmilch

Schälen Sie 750 g festkochende Kartoffeln und 1 Zwiebel und schneiden Sie die Knollen in große, die Zwiebel in kleine Würfel. Waschen Sie 500 g Brokkoli, teilen Sie ihn in Röschen. Dann erhitzen Sie etwas Öl in einen Topf, lassen darin zuerst Zwiebel und Kartoffeln leicht anbraten und löschen mit 400 ml Gemüsebrühe ab. Weiter rühren Sie 400 ml Kokosmilch und 1 EL rote Currypaste in das Gericht, decken den Deckel darauf. Nach fünf Minuten fügen Sie die Brokkoli-Röschen und 100 g rote Linsen hinzu und lassen alles weitere 10 Minuten zugedeckt vor sich hin köcheln. Etwas Salz, Pfeffer, Paprika und eventuell Curry zufügen, dann können Sie schon servieren.

Knusprig gebackener Flammkuchen mit Ziegenkäse und Honig

Die meisten Kids mögen Pizza, ein Flammkuchen mit Käse und Honig finden Sie da vielleicht auch ganz lecker? Verkneten Sie für den Teig 200 g Mehl mit 2 EL Olivenöl, 125 ml Wasser und einem gestrichenen TL Salz. Falls die Masse sehr klebt, dann noch etwas Mehl hinzufügen. Rollen Sie ihn dann direkt dünn auf einem gefetteten Backblech aus. Hierauf streichen Sie 200 g Crème double, wahlweise auch Schmand oder Sie verrühren Saure Sahne mit etwas Frischkäse, und salzen die Creme.

Anschließend schälen Sie 200 g Zwiebeln, schneiden sie in dünne Ringe und verteilen sie auf dem Flammkuchen. Danach schneiden Sie 200 g Ziegenweichkäse, also eine Rolle, in dünne Scheiben und verteilen ihn ebenfalls darauf. Nun kommen noch 3 EL frisch gehackter Rosmarin darüber und dann können Sie das Blech für etwa 20 Minuten bei 200 Grad Umluft in den Ofen schieben. Sobald der Rand knusprig braun ist und der Käse schön zerläuft, entnehmen Sie den Kuchen und geben direkt 2 EL flüssigen Honig über den Käse. Selbstverständlich können Sie den Honig aber auch separat zum Flammkuchen reichen, der sofort heiß gegessen werden sollte.

Schmeckt nach Orient: Couscous mit Kichererbsen und Blattspinat

Gehen Sie doch mal auf kulinarische Reise und servieren Sie einen orientalischen Couscous: Dazu lassen Sie zunächst 150 g Blattspinat auftauen oder Sie nutzen frischen Spinat und waschen ihn. Dann schälen Sie eine halbe Knoblauchzehe, schneiden sie klein, auch eine halbe Zucchini müssen Sie in kleine Würfel schneiden. In einer heißen Pfanne braten Sie danach die Zucchini mit dem Knoblauch an. Lassen Sie währenddessen 300 ml Wasser im Wasserkocher aufkochen, geben Sie es in eine Schüssel und rühren Sie 150 g Instant-Couscous darin ein, er muss abgedeckt etwa 10 Minuten quellen. Öffnen Sie eine kleine Dose mit Kichererbsen und waschen Sie 50 g davon ab, danach abtropfen lassen. Erbsen und Blattspinat kommen zur Zucchini und dürfen kurz mitbraten, auch der Couscous wird hier hinein gegeben. Nun müssen Sie würzen: etwas Salz, Pfeffer, Paprika, Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, Muskat, Kardamom, Kurkuma, dazu kommen noch 2 EL Tomatenmark, etwas Milch oder Brühe, damit das Ganze schön sämig wird.

Kartoffelbrei mit Kohlrabi, Apfel und Röstzwiebeln

Ein Lieblingsessen mancher Kinder ist Kartoffelbrei, servieren Sie ihn mit fruchtigem Apfel und knusprigen Röstzwiebeln. Zuerst eine große Gemüsezwiebel schälen und mit dem Hobel in dünne Scheiben schneiden. Legen Sie diese auf einen großen Teller, streuen Sie 2 TL Paprika, edelsüß und 3 EL Mehl darüber, die Ringe kurz mit den Gewürzen vermengen, danach das Überschüssige abschütteln. Nun geben Sie 500 ml einfaches Sonnenblumenöl in einen Topf und erhitzen es auf 160-170 Grad. Darin werden die Zwiebeln portionsweise frittiert. Wer es lieber mag, kann die Zwiebeln auch in der Pfanne in etwas Öl knusprig anbraten – anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Für den Kartoffelbrei schälen Sie 700 g vorwiegend festkochende Kartoffeln, schneiden sie in grobe Stücke und garen sie in kochendem Salzwasser. In dieser Zeit schälen Sie 3 Kohlrabis mit je 400 g Gewicht und schneiden das Gemüse in dünne Scheibchen. Bei einem festen Apfel, beispielsweise die Sorten Braeburn oder Granny Smith, stechen Sie das Kerngehäuse aus und schneiden ihn dann in dünne Scheiben, gegen das Braunwerden muss er sofort mit 2 EL Zitronensaft beträufelt werden. In einer Pfanne oder einem flachen Topf werden 50 g Butter erhitzt, hier kommen zuerst der Kohlrabi zusammen mit 5 Stielen Thymian hinein. Mit 100 ml Mineralwasser ablöschen, salzen, pfeffern und den Deckel auflegen und insgesamt 10 Minuten dünsten. Etwa drei, vier Minuten vor Ablauf der Zeit geben Sie die Apfelringe in den Topf. Die Kartoffeln dürfen Sie jetzt abgießen, kurz ausdämpfen lassen, etwas Olivenöl oder Milch zugeben und mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Tipp: Sehr gut passen zu diesem Gericht auch Zucchinifrikadellen oder panierter Feta-Käse: Einfach 200 g Feta-Käse waagerecht halbieren und in acht Scheiben schneiden. In eienr Schüssel 3 EL Mehl, 2 TL Paprikapulver und Pfeffer mischen, in einer zweiten Schüssel 2 Eier verquirlen, in einer dritten Schüssel 80 g Paniermehl mit 50 g geriebenem Parmesan mischen. Nun die Käsestücke zuerst im Mehl wälzen, dann durchs Ei ziehen und schließlich im Käse wenden. Optimal ist es wenn der Käse eine Stunde im Kühlschrank verbleiben kann, bevor er danach in der Pfanne in ausreichend Öl ausgebacken wird.

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