Bücher im Reisekoffer - Tipps für den E-Book-Reader

Im Urlaub ist endlich mal Zeit zum Schmökern: Ein, zwei Romane, Reiseführer, Wörterbuch und noch ein paar Kinderbücher, damit der Nachwuchs seine Gutenachtgeschichte bekommt, müssen also unbedingt mit. Oje, und der Koffer wird immer schwerer! Dabei gibt es heutzutage eine Alternative: den E-Book-Reader.

Die kleinen Lesegeräte werden immer beliebter. Mit dem Gerät kann man jederzeit, ob am Strand, im Cafe oder auf der Bank am Spielplatz ein beliebiges Buch „aufschlagen“ und nachlesen. Schließlich hat man mit dem handlichen Kleinteil mehrere tausend Bücher sofort zur Verfügung – ohne dass man viel schleppen müsste.

Leichtgewichte mit viel Inhalt

Die E-Book-Reader sind Leichtgewichte, wiegen mit weniger als 200 g so viel wie ein Taschenbuch. Nicht ohne Grund, schließlich kann ein Reader bei einem dicken Wälzer mit der Zeit in der Hand immer schwerer werden.

Die Speicherkapazität ist dafür umso größer, auf einem Gigabyte kann man 1000 Bücher speichern. Die meisten Geräte werden mit zwei bis vier oder mehr Gigabyte angeboten. Da fällt die Auswahl, zu welchem Buch man greift, schwer. Darüber hinaus sind einige Geräte mit WLAN-Verbindung ausgerüstet: Somit können Sie sich jederzeit und weltweit frischen Lesestoff besorgen. Diese Möglichkeit beeindruckt selbst Leseratten, die betonen, dass sie ein richtiges Buch vorziehen.

Die entscheidenden Kriterien bei der Auswahl

Die verarbeitete Technik ist ein wichtiges Auswahlkriterium. Es gibt Reader mit LCD-Display und Reader mit E-Ink-Display. Das LCD kann farbige Inhalte darstellen und ist beleuchtet – aber die Augen werden stärker beansprucht und ermüden schneller. Das Display benötigt immer Strom wenn es eingeschalten ist. Deshalb ist die Akkulaufzeit deutlich kürzer, solch ein E-Book-Reader muss nach einigen Stunden aufgeladen werden. Also unbedingt sowohl das Ladegerät als auch den Adapter für die Steckdose mit in den Reisekoffer einpacken, nicht dass an der spannendsten Stelle plötzlich das Licht ausgeht.

Ein E-Ink-Display hat dagegen eine längere Akku-Laufzeit. Denn es hat keine Hintergrundbeleuchtung und benötigt nur Strom, wenn eine neue Seite aufgeschlagen wird. Zwischen 6000 bis 10.000 Seitenwechsel sind mit einer Akkuladung möglich - so sollte man problemlos einige Tage lesen können. Aber E-Ink kann die Seiten auch nur in Graustufen anzeigen, die Buchstaben erscheinen aber gestochen scharf wie auf einer gedruckten Buchseite. Durch die fehlende Beleuchtung benötigt man außerdem eine externe Lichtquelle.
Der weitere Vorteil: Am Strand bei direkter Sonneneinstrahlung funktioniert ein E-Book-Reader mit E-Ink-Display tadellos – nichts spiegelt oder reflektiert. Das funktioniert auf dem LCD-Display nicht, hier kann man spezielle Display-Folien dazu kaufen und schauen, ob die Spiegelungen verhindert werden.

Nachschub: Wie kommen die Bücher auf den Reader?

Je nachdem wo man den E-Book-Reader kauft, hat man Zugriff auf das Büchersortiment. Der Reader von Amazon, Kindle, kann nur E-Books von Amazon wiedergeben. Alle anderen Reader, beispielsweise von Thalia, Weltbild oder weiteren Anbietern können alle Bücher im ePub-Format anzeigen. Hier kann eine Leseratte also auch in anderen elektronischen Buchläden shoppen oder sogar bei (fortschrittlichen) Bibliotheken E-Books ausleihen.

Die E-Books lassen sich durch eine Internetverbindung direkt am Reader aufs Gerät laden. Oder aber man muss über eine Verbindung mit dem PC ins Netz gehen und einkaufen. Bislang sind von den gefragten Bestsellern acht von zehn als E-Book-Ausgabe erhältlich. Aber die Entwicklung zeigt, dass die Verlage bestrebt sind, die E-Book-Ausgaben immer schneller herauszubringen.

Mit dem E-Book-Reader in den Urlaub

Vor einer Flugreise: Bevor Sie den E-Book-Reader in den Reisekoffer einpacken, sollten Sie ihn in eine gute Schutzhülle verpacken. Denn wird das Gerät beim Einchecken durchleuchtet, kann es durch sonst die Röntgenstrahlen zu Schäden auf dem E-Ink-Display kommen. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Internet-Verbindung während des Fluges deaktiviert ist. Viele Geräte haben einen Flugmodus und bei dieser Einstellung kann man auch über den Wolken ungestört weiterlesen.

Am Strand zu lesen, ist prinzipiell kein Problem. Jedoch sollte der Reader nicht über mehrere Stunden hinweg in der direkten Sonne liegen, da das Gerät sonst überhitzen kann. In diesem Fall schaltet man ihn besser erst einmal ab und lässt ihn abkühlen, bevor man einen Neustart im Schatten versucht. Auch Sand und Spritzwasser können dem guten elektronischen Stück zusetzen. Entweder man legt den Reader in eine Hülle oder einen dichten Gefrierbeutel oder klebt zumindest die Anschlüsse mit Klebestreifen zu. Seien Sie auch vorsichtig, wenn die Oberschenkel oder die Hände mit Sonnencreme eingecremt sind. Sonnenschutzmittel können Flecken verursachen, die unschön aussehen und eventuell sogar zu einer Schädigung führen können. Also nach dem Eincremen immer gründlich die Hände säubern!

Wertsachen lässt man grundsätzlich nicht offen herumliegen, das gilt natürlich ebenso für den E-Book-Reader. Also legen Sie ihn in eine Tasche, wenn Sie ins Wasser gehen oder verdecken Sie ihn mit einem Kleidungsstück. Damit Langfinger bei einem Diebstahl nicht nach Herzenslust auf Ihre Kosten im E-Book-Shop einkaufen, hilft ein Passwort. Eine Sicherheitskopie der Bücher anzulegen, empfiehlt sich vor dem Urlaub außerdem. Übrigens: Nehmen Sie bei einer Auslandsreise besser den kaufbeleg über den E-Book-Reader mit. Sonst kann der Zollbeamte bei der Wiedereinreise eine Zollgebühr verlangen, wenn Sie nicht beweisen können, dass das Gerät nicht im Ausland gekauft wurde.

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