Tipps für ein entspanntes Weihnachtsfest

Tipps für ein entspanntes Weihnachtsfest

Weihnachten ist für viele Familien das schönste Fest des Jahres. Lichterglanz, Weihnachtslieder, der Duft von Räucherkerzen und die ganze Familie sitzt friedlich zusammen - da muss doch eine besinnliche Stimmung aufkommen! Leider sieht die Realität anders aus: Gerade zum Weihnachtsfest kommt es in vielen Familien zu Konflikten und Spannungen.

Unzählige Verpflichtungen - der Weihnachtsstress beginnt schon im Advent

Die stille Zeit - so wurden ursprünglich die Wochen im Advent bezeichnet. Man besinnt sich und kommt zur Ruhe. Heutzutage sehen die Tage in der Vorweihnachtszeit im Gegenteil dazu ganz anders aus, sie sind vollgepackt mit Terminen: die Weihnachtsfeier im Fußballverein, in der Musikschule, Weihnachtsbasteln im Kindergarten, das Krippenspiel proben, mit den Kindern Plätzchen backen, die Wohnung schmücken, ein Weihnachtsmärchen anschauen, einige kleine Geschenke basteln oder in der Küche zubereiten, alles kunstvoll verpacken, in der Stadt oder im Einkaufscenter noch dies und das besorgen ... Oft sind die Tage vor Weihnachten stressiger als der ganze Rest des Jahres.

Ganz wichtig: Versuchen Sie, sich immer wieder kleine Freiräume zum Verschnaufen zu schaffen. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie sich von der allgemeinen Hektik und dem Stress in der Vorweihnachtszeit anstecken lassen. Sie müssen nicht fünf verschiedene Plätzchensorten backen und auf allen Veranstaltungen ganz vorn dabei sein. Falls die Wohnung nicht perfekt dekoriert ist oder Sie dieses Jahr keine Weihnachtskarten schreiben - davon geht die Welt auch nicht unter. Schauen Sie, dass Sie Ihre Verpflichtungen soweit einschränken, dass zwischen dem ganzen Trubel immer noch Zeit zum Innehalten bleibt. Andernfalls sind die Vorzeichen für Heiligabend nicht die besten.

Hohe Erwartungen an ein idyllisches Weihnachtsfest in trauter Harmonie

Harmonie, Kinderlachen und am besten noch Schnee - so ist das optimale Weihnachtsfest. Werbung, romantische Filme und die Medien zeigen ein perfektes Bild. In vielen Familien ist die Situation zu Heiligabend eine andere: der Sohn jammert, weil er das falsche Computerspiel bekommen hat, die Teenie-Tochter will abends noch mit Freunden weg, die Schwiegermutter ist unzufrieden mit dem Essen und keiner interessiert sich für den Weihnachtsbaum, der mit viel zu viel Lametta vollgehängt wurde. Die einen wollen singen und musizieren, die anderen wollen zur Christmette und der Rest der Familie will einfach nur seine Ruhe. Es ist nicht leicht den unterschiedlichen Erwartungen gerecht zu werden.

Deshalb: Sprechen Sie vor dem Fest über Ihre Vorstellungen und über die Vorstellung der anderen Familienmitglieder. Wie kann man alles unter einen Hut bekommen, wo muss jemand Abstriche machen? Klären Sie, was Ihre Wünsche sind, wo Kompromisse möglich sind und wie man alles zeitlich regeln kann, ohne dass Stress aufkommt. Machen Sie gemeinsam einen Plan. Denn es ist wichtig vorher darüber zu sprechen, damit jeder weiß, wie der Abend idealerweise ablaufen sollte. Dann ist Entspannung eher möglich - und auch andere Abläufe. Jedes Jahr immer das gleiche Essen und immer die gleichen Lieder und immer ein Spaziergang vor der Bescherung - falls jemand in der Familie den ganzen Weihnachtstraditionen überdrüssig ist, sollte man vorher neue Absprachen treffen. Vielleicht wollen die Kinder statt spazieren mal am Nachmittag ins Kino oder statt Kartoffelsalat gibt es Lasagne - Rituale kann man jederzeit abwandeln. Aber unbedingt muss man zuvor darüber reden, damit sich niemand vor den Kopf gestoßen fühlt.

Geschenke - Stress: treffen Sie gültige Absprachen

Der Zirkus mit den Geschenken: Tagelang hat man sich Gedanken gemacht über ein schönes, passendes Geschenk. Nun ist es soweit und der Beschenkte zieht die Augenbrauen nach oben und fragt, was er damit soll. Die Kinder kriegen Berge von Geschenken und wissen kaum, womit sie zuerst spielen sollen. Dabei gibt es in ihren Zimmern sowieso schon keinen freien Fleck mehr. Oder der finanzielle Wert der Geschenke löst Beklemmung aus, beispielsweise wenn man ein sehr teures Geschenk erhält, aber selbst nur eine Kleinigkeit gebastelt hat. Der eine hat im Kaufhaus wahllos zu einem teuren Parfum gegriffen, während ein anderer einen persönlichen Fotokalender kreiert hat. Oder man hat ausdrücklich vorher vereinbart: Dieses Jahr schenken wir uns nichts! Nun hat sich - außer man selbst - niemand dran gehalten.

Auch hier ist wieder reden angesagt: Sagen Sie den Großeltern, wie viele Geschenke für den Nachwuchs genug sind, worüber der oder die Kleine sich wirklich freut, welche Kleidergröße das Kind trägt, wie viel Geld Oma und Opa maximal ausgeben sollten usw. Es ist keine Pflicht, sich dem Konsumrausch zu beugen: Verabreden Sie mit den älteren Familienmitgliedern beispielsweise nur selbstgebastelte/ selbst zubereitete Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen. Oder Sie wichteln und legen auch von Vornherein eine Preisobergrenze fest: So zieht jeder ein Los und muss nur eine Person in der Familie beschenken. Ohnehin ist Zeit in unserer stressigen Zeit das schönste Geschenk. Vielleicht grübeln Sie gar nicht so lange über ein wertvolles Geschenk, sondern schenken Ihren Lieben einfach Ihre Zeit für eine schöne Unternehmung.

Jeden Tag woanders - eine gute Organisation und Planung ist wichtig

Weihnachten umfasst insgesamt drei Tage - viele Familien verbringen jeden Tag oder gar jede Mahlzeit woanders. Man "muss" zu ihren Eltern, seinen Eltern, zum Bruder, zur Tante und einmal kommen auch noch alle zu einem selbst nach Hause. Da kann man schnell in Stress geraten und hetzt von einem Termin zum nächsten. Ganz speziell in Patchwork-Familien sind die Tage komplett verplant. Verständlich, schließlich wollen die Kinder genauso bei dem einen wie beim anderen Elternteil sein.

Ohne diese Planung geht es nicht, denn das A und O ist zu Weihnachten eine gute Organisation. Klären Sie frühzeitig wer, wann, wo feiert und wer vielleicht mit wem nicht kann und deshalb zu einem anderen Zeitpunkt eingeladen wird. Zwistigkeiten gibt es in vielen Familien, falls möglich kann man von Vornherein vermeiden, dass zwei Parteien, die nicht miteinander können, zusammensitzen müssen. Denn bei Stress, vielleicht Alkohol und einer falschen Bemerkung kann sich sonst schnell ein Streit entzünden, der allen die Stimmung vermiest. Vielleicht können Sie auch eine Verabredung auf den Sonntag nach Weihnachten legen. Sie sollten sich von Freunden, Paten und Verwandten nicht unter Druck setzen lassen, dass man sich zu Weihnachten unbedingt sehen müsse. Sie müssen es nicht allen recht machen. Trotzen Sie der Erwartungshaltung von anderen. Es ist Ihr Weihnachtsfest, Sie bestimmen, wie es abläuft.

Außerdem können Sie den Vorbereitungsstress etwas herunterfahren: Verteilen Sie Aufgaben an die ganze Familie. Ältere Kinder und der Mann dürfen sich gern auch ums Putzen der Wohnung kümmern, ein Gast kann vielleicht die Vorspeise mitbringen, der Braten wird bereits einen Tag vorher angesetzt ... All das, was man vorher erledigen kann, sollten Sie möglichst vorher abhaken. So bleibt an den Weihnachtstagen mehr Zeit, um alles zu genießen und - das Wichtigste- um sich mit den Kindern am Weihnachtszauber zu erfreuen.

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