Hmmm, das schmeckt nach Urlaub: Südtiroler Spezialitäten

Hmmm, das schmeckt nach Urlaub: Südtiroler Spezialitäten

Jedes Land, jede Region hat ihre typischen Gerichte - und im Urlaub schmeckt alles gleich noch viel besser. Wenn wir die Speisen aus dem Urlaub dann zuhause nachkochen, fühlen wir uns ein klein wenig wie im Urlaub: Die Köstlichkeiten versetzen uns in null Komma nichts wieder in Urlaubslaune.

Beim Familienurlaub in Südtirol ist bei einer langen Wanderung über Stock und Stein eine Einkehr in einen Alm-Gasthof Pflicht. Dann gibt es kräftige Speisen, damit alle schnell wieder zu Kräften kommen. In der eigenen Küche kann man die herzhaften Gerichte dann ebenso zaubern - und mit der persönlichen Note schmecken die Speisen mindestens genauso lecker!

Hmmm: Gnocchi mit Südtiroler Schinkenspeck und Käse überbacken

Leckere Gnocchi kommen bei Groß und Klein gut an. Damit es besonders schnell geht, greifen Sie außerdem zu fertigen Gnocchi aus dem Kühlregal im Supermarkt. Wer mag und genug Zeit hat, kann sie aber natürlich auch selbst herstellen, ein Rezept gibt es hier. Sie brauchen 800 g Gnocchi. Diese werden in 2 EL Butter in einer beschichteten Pfanne goldbraun angebraten und anschließend mit Pfeffer, Salz, Muskat gewürzt. Anschließend verteilt man die Klößchen in einer Auflaufform und streut 100 g geriebenen Hartkäse, etwa Appenzeller, darüber. Nun kommen sie bei 250 Grad Grillfunktion für kurze Zeit in den Ofen, bis der Käse schön zerlaufen ist. Jetzt benötigen Sie noch 100 g Südtiroler Speck, in hauchdünnen Scheiben. Er wird auf den Käse aufgelegt und dann kommt die Form noch einmal für ein paar Minuten in den Ofen. In der Zeit waschen Sie ein halbes Bund Schnittlauch, schneiden ihn in Röllchen und sobald der Gnocchi-Auflauf mit den Speckstreifen schön kross duftet, kommt er aus dem Ofen, wird mit den Röllchen bestreut und Sie dürfen genießen.

Deftig und süß: Birnen im Speckmantel

Schinkenspeck ist in Südtirol besonders beliebt, deshalb stehen natürlich auch zahlreiche Gerichte mit Speck auf der landestypischen Speisekarte und nicht nur Norddeutsche können sich für Birnen im Speckmantel begeistern: Sie brauchen zwei reife, aber nicht zu weiche Birnen, die werden geschält, entkernt und geviertelt. Bei sehr harten Exemplaren, gart man die Birnen noch einmal für ein paar Minuten im Dampfgarer oder in der Mikrowelle. Anschließend umwickelt man alle Birnenviertel mit insgesamt 8 Scheiben geräucherten Speck und steckt die Scheiben jeweils mit einem kleinen Zahnstocher fest. Legen Sie die Birnen mit etwas Butter in eine beschichtete Pfanne und braten Sie sie von jeder Seite etwa ein bis zwei Minuten an. Sie können später gleich warm oder auch lauwarm mit einem Feldsalat serviert werden.

Mit Parmesan und zerlassener Butter: Spinatknödel

Knödel sind eine Spezialität in Südtirol. Probieren Sie mal diese grünen Klößchen, die man - falls welche übrig bleiben - auch später noch angebraten in der Pfanne und mit viel Parmesan genießen kann. Zuerst würfeln Sie dazu 300 g altbackenes Weißbrot und übergießen die Würfel mit etwa 250 ml Milch, so dass alles gut bedeckt ist. Weiter schälen Sie eine Zehe Knoblauch und eine kleine Zwiebel und schneiden alles in kleine Würfel. Weiter brauchen Sie entweder 800 g frischen Spinat, der in Salzwasser gegart, ausgedrückt und dann durch ein Sieb passiert wird. Oder Sie verwenden einen guten Rahmspinat aus der Tiefkühltruhe, dann reicht ein kleines Päckchen.

Zerlassen Sie in einem Topf 30 g Butter und schwitzen Sie den Knoblauch und die Zwiebel darin an, als Nächstes kommt der Spinat dazu und wird 5 Minuten mit gedünstet. Danach darf er abkühlen, bevor er zusammen mit 2 Eiern zu den Brotwürfeln kommt. Alles mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen und alles gut verrühren, dann fügen Sie noch 1 EL Mehl und 2 EL Semmelbrösel hinzu und formen 12 kleine Knödelchen. Währenddessen können Sie auch schon einen Topf mit Salzwasser auf den Herd stellen, darin müssen die Knödel danach etwa 15 Minuten leicht köcheln. Nach Ablauf der Zeit heben Sie die Knödel aus dem Wasser und servieren sie mit frisch geriebenem Parmesan und mit zerlassener Butter.

Herzhaft: Tiroler Knödel mit Speck, Kaminwurzen und frischen Kräutern

Sehr lecker finden Fleischfans auch Knödel mit Speck, zum Beispiel in Kombination mit einer leckeren Pilzsoße. Sie brauchen 350 g altbackene Semmeln oder Knödelbrot in feinen Scheiben, welches sie in Würfel schneiden. Vermischen Sie die Würfel mit 200 ml Milch und vier Eiern - die Masse muss 20 bis 30 Minuten abgedeckt ziehen. In der Zeit schneiden Sie 100 g durchwachsenen Speck sowie eine kleine Zwiebel in feine Würfel und 100 g Bergsteigerwurst oder Kaminwurzen werden ebenfalls fein gewiegt. Weiter hacken Sie frische Petersilie und Schnittlauch, so dass Sie jeweils einen Esslöffel erhalten.

Nachdem in einer Pfanne 20 g Butter geschmolzen sind, braten Sie den Speck, die Zwiebel und die Wurst hierin an, die Kräuter geben Sie auch noch dazu. Die Masse muss dann erst abkühlen und kommt schließlich zum Brot. Streuen Sie als Nächstes 80 g Mehl darüber, etwas Salz und Muskat und verkneten Sie alles. Nun formen Sie mit feuchten Händen Knödel daraus und setzen Salzwasser in einem Topf auf. Geben Sie dann zunächst mal einen kleinen Probeknödel hinein: Wenn dieser im kochenden Wasser zerfällt, muss noch etwas Mehl zum Teig. Ist der Teig zu fest, fügen Sie noch etwas Milch hinzu. Das Wasser sollte nur leicht köcheln, die Knödel müssen in etwa 20 Minuten eher gar ziehen, aber nicht richtig kochen.

Feine Spezialität: Tiroler Kletzenbrot mit Trockenfrüchten und Nüssen

Eine ganz besondere und sehr nahrhafte Spezialität ist ein Kletzenbrot. Dazu werden viele verschiedene Trockenfrüchte, Nüsse und Kerne verarbeitet. Zuerst geht es an die Füllung, sie sollte am Vortag zubereitet werden, da sie über Nacht schön durchziehen sollte: Entkernen Sie 300 g Backpflaumen und kochen Sie 200 g Trockenbirnen weich.

Anschließend schneiden Sie die Pflaumen, die Birnen sowie 150 g Feigen, 40 g Zitronat, 60 g Orangeat und 40 g Datteln in kleine Würfel und legen 150 g Rosinen bereit. Wiegen Sie weiter 50 g Mandeln ab, 50 g Pinienkerne und 150 g Nüsse Ihrer Wahl. Die Nüsse lässt man im Ganzen oder zerteilt sie grob. Alles kommt in eine große Schüssel, nun fügen Sie noch 120 g Puderzucker, den Abrieb und den Saft einer unbehandelten Bio-Zitrone, etwas Zimt und Nelkenpulver, eventuell etwas Rum und noch ein wenig Milch hinzu. Verrühren Sie die Masse, sollte sie zu fest sein, geben Sie ruhig noch Milch dazu.

Am nächsten Tag bereitet man den Hefeteig: Sieben Sie 300 g Mehl in eine Schüssel, geben Sie ein Päckchen Trockenhefe, 1 Ei, 60 g Butter und eine Prise Salz dazu und kneten Sie mit etwas warmer Milch einen mittelfesten Teig daraus. Dieser muss zuerst etwa eine halbe Stunde gehen, danach kneten Sie die Füllung unter. Teilen Sie den ganzen Teig jetzt in etwa 250 - 500 g schwere Stücke und formen Sie daraus kleine Laibchen. Diese setzt man auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lässt sie dort noch einmal eine gute halbe Stunde ruhen. Bevor sie in den Ofen kommen und dort bei etwa 200 Grad Umluft etwa eine Stunde gebacken werden, bestreicht man die Brote mit verquirltem Ei und verziert sie mit Nüssen und Mandeln.

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