Herbstküche: Leckere Kürbis-Rezepte

Herbstküche: Leckere Kürbis-Rezepte

Im Herbst essen wir am liebsten Kürbis! Das Gemüse, das in diesen Tagen wieder auf dem Wochenmarkt oder bergeweise am Straßenrand verkauft wird, schmeckt einfach köstlich: klassisch als cremige Kürbissuppe, gebacken im Ofen, als Kürbiskuchen, im Auflauf oder als Chutney mit Früchten zubereitet. Schon vor und auch noch nach Halloween - bei uns leuchtet die Herbstküche gelb und orange!

Nicht nur lecker, sondern auch dekorativ

An Kürbissorten gibt es eine große Palette: orange, gelb, in Flaschenform, glatt, mit Warzen bedeckt, gestreift, einfarbig mit netzartigem Muster. Insgesamt sind 27 Kürbisarten bekannt und von den drei wichtigsten hunderte Sorten. Besonders bekannt und beliebt ist hierzulande der Hokkaido-Kürbis, der mit Schale zubereitet wird. Weitere Sorten sind der Butternut, der ein cremiges Fruchtfleisch hat und einen süßlich-aromatischen, nussigen Geschmack. Die Schale dieser sogenannten Moschus- oder Bisamkürbisse kann variieren von grün, braun bis hin zu lachsrosa, auch Form ist sehr variabel, von flachrund bis glockenförmig, hantel- und schlangenartig

Nur welchen Kürbis sollte man auswählen? Um den Reifegrad zu testen, klopft man auf die Schale: Reife Kürbisse klingen leicht hohl und haben einen verholzten Stiel. Kaufen Sie lieber ein kleineres Exemplar, diese haben ein festeres Fruchtfleisch, mehr Geschmack und sind weniger faserig. Kürbis schmeckt nicht nur lecker, er eignet sich überdies auch als Suppenterrine, um darin zum Beispiel Kürbissuppe zu servieren. Außerdem gehört das Gemüse zur Herbstdeko und zu Halloween unbedingt dazu!

Damit die Kürbis-Laterne gut gelingt und nicht bei der Bearbeitung wegrollt, hilft es, die runde Frucht, die man zuvor ausgehöhlt hat, auf einen Koch- oder Blumentopf zu setzen. Übrigens sollte man dazu einen möglichst großen Kürbis bevorzugen, hier gelingt das Gesicht besser als bei einem kleineren Exemplar. Nun wird das Gesicht zuerst auf dem Kürbis skizziert. Wer dabei unsicher ist, probiert erst auf Papier und überträgt Augen, Nase und Mund dann mit einem wasserfesten Stift auf den Kürbis. Jetzt werden mit einem kleinen Messer die Löcher heraus geschnitzt: Vorsichtig entlang der Linien schneiden, mit so wenig Druck wie möglich. Runde Öffnungen gelingen mit einem Apfelausstecher. Zum Abschluss kann man das Kürbisgesicht rundum mit Haarlack besprühen und so haltbarer machen.

Eine Kürbis-Ingwer-Suppe wärmt mit einer leicht scharfen Note

Ein cremiges Süppchen mit leicht scharfer Note wärmt wunderbar von innen. Röstet man den Kürbis vorher im Ofen an, so bekommt die Suppe ein intensiveres Aroma: Zu Beginn heizen Sie also den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vor und schälen mit einem Sparschäler einen großen Butternut-Kürbis. Dann halbieren Sie ihn entnehmen die Kerne mit einem Löffel und schneiden 800 g Kürbisfleisch anschließend in mundgerechte Würfel, die gleich auf ein gefettetes Backblech kommen und dann etwa eine knappe halbe Stunde im Ofen rösten dürfen.

Währenddessen schälen Sie zwei Zwiebeln, ein Stück Ingwer mit 10 g Gewicht und zwei Knoblauchzehen. Alles wird gewürfelt bzw. gehackt und, sobald der Kürbis hellbraun geröstet ist, in einem großen Topf bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten gedünstet. Hier kommen gleich die Kürbiswürfel hinzu sowie 700 ml Gemüsebrühe. Nun muss die Suppe etwa 20 Minuten kochen, bevor sie püriert wird. Wer mag, kann alles auch noch zusätzlich durch ein Sieb streichen, damit die Kürbis-Suppe eine ganz feine Konsistenz bekommt.

Für den besonderen Pfiff des Süppchens sorgt eine scharfe Note: Waschen Sie mit Einmalhandschuhen eine rote Chilischote, halbieren Sie die Schote, entfernen Sie die Kerne und schneiden Sie die Chili in feine Stücke. Außerdem rösten Sie 2 EL Sesam in einer Pfanne ohne Fett an und waschen 3 Stiele Koriander. Der Koriander wird trocken geschüttelt und die Blätter abgezupft. Wenn die fein cremige Kürbis-Suppe noch einmal aufgekocht ist, pressen Sie eine halbe Limette aus und geben den Saft zusammen mit der Chili hinein. Jetzt mit Salz und Pfeffer würzen und die Suppe in Schalen bzw. Suppenteller verteilen. Der Sesam wird mit dem Koriander auf dem Süppchen verteilt. Guten Appetit!

Eine runde Sache: Kürbis mit Lauch und Schinken als Auflauf gebacken

Zuerst wäscht man den Hokkaido-Kürbis unter kaltem Wasser ab, halbiert die Frucht und entfernt die Kerne in der Mitte. Dann zerteilen Sie das Fruchtfleisch mitsamt der Schale in mundgerechte Stücke und wiegen 800 g ab. Nun stellen Sie einen Topf mit kochendem Wasser auf den Herd, geben den Kürbis hinein und kochen das Gemüse etwa 30 bis 40 Minuten, je nach Dicke der Schale, bis es weich ist. Sobald man die Gabel in die Schale ohne große Anstrengung einstechen kann, ist der Kürbis perfekt. Dann können Sie ihn in ein Sieb geben und abkühlen lassen.

Als Nächstes fetten Sie eine große Auflaufform mit Öl oder Butter ein, schieben den Rost in den Backofen auf die zweite Schiene von unten und heizen den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vor. Danach halbiert man zwei Lauchstangen, spült sie unter Wasser ab und schneidet den Lauch in Ringe. Auch 200 g gekochter Schinken wird in Streifen geschnitten. Hier kommt noch der Kürbis hinzu und alles wird kräftig gewürzt mit etwas Salz, Pfeffer und 1-2 TL Currypulver, bevor das Schinken-Gemüse in die Auflaufform eingefüllt wird.

Der Guss besteht aus zwei Eiern, Salz und Pfeffer, was alles mit einem Schneebesen aufgeschlagen wird. In einer kleinen Schale mischt man 1 EL Mehl mit 1 gestrichenen TL Backpulver und gibt das dann zu den Eiern, alles gut verrühren. Nun noch 100 ml Halbfett-Milch, 100 ml Sahne und 200 g Saure Sahne zufügen und alles schön verrühren, mit Salz, Pfeffer nachwürzen. Außerdem gleich noch 50 g Bergkäse reiben.

Jetzt müssen Sie den Guss nur noch über das Schinken-Kürbis-Lauchgemüse gießen, den Käse darüber verteilen und die Form in den Ofen schieben. Es braucht etwa 40 - 50 Minuten, dann kann man einen Holzspieß in den Auflauf piksen, um zu schauen, ob der Auflauf schon schön durch gebacken ist.

Das Experiment lohnt sich: lauwarmer Kürbis-Minz-Salat

Haben Sie schon mal Kürbis-Salat gemacht? Klingt erst einmal etwas ungewöhnlich - dafür überzeugt der Geschmack sofort. Ein kleiner Hokkaido-Kürbis wird abgewaschen, die Kerne werden entfernt und das Fruchtfleisch in Spalten geschnitten. In einer Schüssel mischen Sie die Spalten mit 2 EL Salz und 1 TL Zucker und stellen diese Schüssel abgedeckt für etwa eine Stunde beiseite. Nach Ablauf der Zeit geben Sie den Kürbis in ein Sieb und waschen ihn unter fließend kaltem Wasser ab. Danach wird er mit Küchenpapier trocken getupft, bevor die Spalten dann in einer Pfanne mit insgesamt 5 EL Olivenöl portionsweise angebraten werden. Dabei den Kürbis zwischendurch wenden, damit beide Seiten eine schöne goldbraune Farbe annehmen. Anschließend kühlt der Kürbis auf einer mit Küchenpapier ausgelegten Platte ab.

Schälen Sie vier Knoblauchzehen und schneiden Sie diese in feine Stückchen, auch acht Minzblätter werden abgezupft und in Streifen geschnitten. Knoblauch und Minze kommen über den Kürbis, der jetzt in einer Salatschüssel liegt. In der Pfanne werden im restlichen Öl 100 g Zucker mit 125 ml Weißweinessig aufgekocht. Hier kommen noch 1 TL Zimt dazu. Sobald sich der Zucker aufgelöst hat, kann die Pfanne von der Herdplatte, Salz und Pfeffer zufügen und die Soße über den Kürbis gießen.

Die süße Variante: Kürbiskuchen mit leckerer Zimtnote

Wer Rüblikuchen oder Zucchinikuchen gern mag, der wird sicher auch mal Kürbiskuchen versuchen: Waschen Sie einen Hokkaido-Kürbis, schneiden Sie ihn mitsamt der Schale in grobe Stücke und wiegen Sie 400 g ab. Danach können Sie die Stücke grob raspeln. Als Nächstes trennen Sie zwei Eier, das Eiweiß wird steif geschlagen. Das Eigelb rühren Sie schaumig und fügen dann 200 g Zucker, ein halbes Päckchen Vanillezucker, 1 EL Zimt und 100 ml Rapsöl hinzu und rühren weiter bis die Masse schön cremig ist. Nun werden die Kürbisraspel untergehoben. In einer extra Schüssel mischen Sie 250 g gesiebtes Mehl mit einem halben Päckchen Backpulver, 75 g gemahlenen Mandeln und einer Prise Salz. Das Gemisch geben Sie ebenfalls in die Schüssel, verrühren alles und heben zum Schluss noch den Eischnee vorsichtig unter. Den Teig füllen Sie in eine gefettete Springform oder in eine Kastenform oder alternativ auch in kleine Muffinförmchen. Bei 175 Grad Umluft muss der Kuchen etwa eine Stunde backen, Muffins benötigen natürlich nur etwa die Hälfte der Zeit. Sobald nach dem Stäbchentest kein Teig mehr kleben bleibt, kann der Kuchen bzw. die Muffins aus dem Ofen und muss abkühlen. Nun sieben Sie noch etwas Puderzucker darüber und servieren das Gebäck mit etwas steif geschlagener Sahne mit Zimt.

Gesunder Knabberspaß: Kürbischips

Kartoffelchips kennt jeder, wie wäre es mit einer fettfreien Alternative: gebackene Kürbischips. Geben Sie 50 g braunen Zucker in einen Topf mit 50 ml Wasser und lassen Sie das Zuckergemisch etwa 10 Minuten kochen bis der Zucker sich gelöst hat, dann muss es abkühlen. Von einem Hokkaido-Kürbis schneiden Sie 400 g in etwa 1-2 cm dicke Scheiben, geben das Gemüse in das Zuckerwasser und lassen es 15 Minuten darin ziehen. Anschließend bitte gut abtropfen lassen!

Nun legen Sie zwei Backbleche mit Backpapier aus und verteilen den Kürbis darauf. Mit wenig Salz bestreuen und im vorgeheizten Backofen übereinander bei 180 Grad etwa 8 Minuten backen. Tauschen Sie dann die Bleche aus und lassen Sie die Chips weitere 6 bis 8 Minuten backen. Jetzt werden die Gewürze darauf gestreut: etwas Paprikapulver, ein wenig Currypulver und eventuell Chilipulver. Nun werden die Bleche noch einmal einzeln für weitere zwei Minuten in den Ofen geschoben, bis die Chips eine goldbraune Farbe haben.

Pikant: Kürbistarte mit Schafskäse

Sehr pikant und knusprig ist eine Kürbistarte mit Schafskäse-Füllung. Lassen Sie zuerst eine Packung Tiefkühl-Blätterteig auftauen und schalten Sie den Backofen auf 200 Grad ein. Nun schälen Sie 450 g Hokkaido-Kürbis, entkernen ihn und schneiden ihn in etwa 1/2 cm dicke Spalten. Die Füllung wird zusammen gerührt aus: 150 g Creme fraiche, 100 ml Sahne, 3 geschlagenen Eiern und 200 g zerkrümelten Schafskäse. Falls nur ältere Kinder mitessen, die auch gern schärferes Essen mögen, entkernen Sie eine rote Chilischote, würfeln sie und geben sie dazu - alles gut miteinander verrühren, mit Salz und Cayenne-Pfeffer würzen. Nun legen Sie eine Tarteform, 30 cm Durchmesser, mit dem Teig aus. Nicht vergessen: Vorher Backpapier unterlegen! Den Boden stechen Sie mit einer Gabel mehrmals ein. Darauf kommen die Kürbisspalten, die Käse-Ei- Masse wird darüber gegossen. Nun muss der Kuchen im Backofen auf der untersten Schiene etwa 45-50 Minuten backen, bis der Boden knusprig und die Oberfläche goldbraun ist.

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