Haushaltsbuch richtig führen - so geht's

Haushaltsbuch richtig führen - so geht's

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Wer ein kleines Familienunternehmen erfolgreich führen will - der kommt an einer genauen Kostenaufstellung nicht vorbei! Aber keine Angst, so kompliziert muss ein Haushaltsbuch gar nicht sein.

Wichtig ist, dass im Haushaltsbuch alle Ausgaben und Einnahmen aufgenommen und dokumentiert werden - so behält der "Kassenwart" den Überblick und für die ganze Familie bleibt im besten Fall mehr vom Geld übrig.

Viele Familien fragen sich zum Monatsende regelmäßig: Wo ist das ganze Geld nur geblieben? Hier muss ein Beitrag gezahlt werden, die Kinder brauchten dies oder das ... Damit die Euros nicht einfach so zerrinnen und niemand weiß, wofür sie ausgegeben wurden, hilft ein Haushaltsbuch.

Vorteile - diese Punkte sprechen für ein Haushaltsbuch

Im Nachhinein kann man anhand der Zahlen und Fakten dann analysieren, wo Möglichkeiten zum Sparen sind, wie viel ein Hobby wirklich kostet, wie viel Geld für alle Versicherungen oder in einem Monat nur für Sprit drauf gehen.

Das Haushaltsbuch hilft dabei, Ihre Finanzen im Blick und im Griff zu behalten. Sie erkennen, wofür Sie möglicherweise zu viel Geld ausgeben, wo noch Einsparpotential liegt und wie viel Sie für eine nächste größere Anschaffung noch sparen müssen. Anhand der Zahlen, die man so über Wochen und über Monate zusammenträgt, erhält man bald einen guten Überblick, die Kontrolle und mehr Planungssicherheit.

Die Übersicht: Traditionell mit Stift in ein Buch ...

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, ein Haushaltsbuch zu führen. Manch einer bevorzugt die klassische Variante, so wie es die Eltern schon gemacht haben, ohne Stromverbrauch: Dazu benötigt man ein Buch, einen Stift und einen Taschenrechner. In dem Buch ziehen Sie Spalten für eine Wochenübersicht, für die monatlichen Ausgaben bzw. eventuell für eine Jahresübersicht. Untereinander werden sämtliche Einnahmen und Ausgaben in einem Monat aufgeführt, in Spalten kann die Planung, der aktuelle Stand und die Differenz erfasst werden.

Alternativ kann man im Handel auch spezielle Haushaltsbücher zum Ausfüllen kaufen, die bereits Vordrucke und Tabellen beinhalten. Andere wiederum drucken sich Vordrucke aus und heften diese ausgefüllt in einen Ordner ein.

... oder direkt in die Excel-Datei am PC?

Viele Familien nutzen auch den PC, um eine Übersicht über Ausgaben und Einnahmen anzulegen. Einerseits kann man das Haushaltsbuch einfach als eine Excel-Datei anlegen. Das Programm kann die Ausgaben der einzelnen Kategorien dann automatisch summieren und trägt sie in die jeweilige, formatierte Zelle ein. Das Zeichnen der Tabellen entfällt genauso wie das Tippen mit dem Taschenrechner. Außerdem kann man schnell eine Zahl korrigieren, falls doch noch eine Ausgabe hinzugekommen ist. Alles erscheint professionell und schön übersichtlich und kann ebenso auch ausgedruckt werden zum besseren Vergleich. Vor allem wenn man sowieso Online-Banking nutzt, können alle Kontobewegungen und Abrechnungen hier gleich unkompliziert dokumentiert werden.

Für diesen Zweck werden aber auch spezielle, teilweise kostenlose, Software-Lösungen angeboten. Beispielsweise kann man Haushaltsbücher downloaden, die schon Kategorien anbieten, Fixkosten automatisch erfassen, die variable Kosten dann addieren und die frei zur Verfügung stehende Summe anzeigen. Man kann oft umfangreiche Möglichkeiten der Auswertung nutzen, sogar Diagramme erstellen, eine Jahresbilanz zusammen stellen, die Entwicklung dokumentieren etc.

Manche Programme verfügen sogar über einen Energiekostenrechner: Man tippt monatlich die Zählerstände ein und den Preis, den der Stromanbieter pro Kilowattstunde verlangt. Das Programm berechnet die Kosten und man weiß, was bei der Jahresabrechnung fällig wird.

Eine App - natürlich gibt es auch für das Haushaltsbuch mittlerweile ein großes Angebot an Applikationen, die man sich auf sein Handy bzw. Smartphone laden kann. Hier können Sie Kategorien nach eigenen Vorstellungen festlegen und unterwegs die Ausgaben einfach in den Planer eintragen. So weiß man jederzeit, wie viel Geld im Monat noch zur Verfügung steht.

Disziplin - alles notieren!

Das regelmäßige Ausfüllen eines Haushaltsbuches ist eine Sache der Gewohnheit: Am Anfang mag es vielleicht etwas schwierig erscheinen, diszipliniert und konsequent alle Ausgaben einzutragen. Ein fester Tag bzw. ein fester Zeitpunkt, zum Beispiel immer samstags nach dem Wochenendeinkauf hilft, damit die neue Angewohnheit zu einem Ritual werden kann.

Zunächst einmal werden alle Einnahmen festgehalten. Notieren Sie das monatliche Gehalt, eventuelle Nebeneinkünfte, Einnahmen wie Kindergeld, Elterngeld, vielleicht Unterhalt, Mieteinnahmen oder Sonstiges.

Feste Ausgaben - was muss monatlich bezahlt werden?

Im nächsten Schritt werden alle regelmäßigen, festen Ausgaben erfasst: die Miete bzw. die Hypothek für Haus oder Wohnung, die Nebenkosten, Müllgebühr, Grundsteuer und Stromkosten sowie alle Versicherungen, die Beiträge für die Lebensversicherung, für die Haftpflicht, für die Unfallversicherung, für Rechtsschutz oder private Krankenversicherung und alle weiteren Versicherungen. Auch die fixen Kosten für Telefonverträge, für Kindergarten bzw. Schule und Hort, für Vereine oder Fitnesscenter und feststehende Fahrten sollten hier genauso einfließen wie der Rundfunkbeitrag, eine feste Sparrate oder das Taschengeld für die Kinder.

Variable Ausgaben: Wo bleibt das Geld außerdem noch?

Zu guter Letzt geht es um die variablen Kosten. Hier werden die Summen festgehalten, die man für Lebensmittel und Getränke, für Kleidung und Hygieneartikel, für das oder die Autos, für einzelne Bus- und Bahntickets, für Unterhaltung, wie Kino, Fest- oder Restaurantbesuche, für Urlaub und Ausflüge, für die Gesundheit, für Haustiere und für Geschenke ausgibt. Wie die einzelnen Posten aufgelistet werden, ist eine individuelle Sache, je nachdem wofür Ihre Familie das Geld ausgibt. Beispielsweise kann man die Einkäufe aufdröseln in Lebensmittel, Hygiene, Windeln, Hausrat, Putzzeug, Apotheke, Postversand, Gartenbedarf, Bücher & Zeitschriften, Baumarkt-Artikel etc. Andere wieder unterteilen nur grob nach Ernährung, Haushalt, Freizeit etc.

Am besten Sie bewahren sämtliche Kassenbons auf und übertragen die Beträge einmal wöchentlich ins Haushaltsbuch. Dabei dürfen sie aber auch die Ausgaben, für die es keinen Beleg gibt, nicht vergessen. Tipp: Betrag, Datum und kurze Info auf einem Zettel reichen als Erinnerungsstütze oft aus.

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