Nicola Bader, Rechtsanwältin

Sehr geehrte Frau Bader, wie verhält es sich mit der Berechnung des Elterngeldes

Antwort in der Beratung Recht

Recht simpel beantwortbar. Wie lange Du EZ nimmst ist für EG völlig egal. Aus dem Grund das nicht jeder EZ nehmen muss/kann damit er EG bekommt und zweitens weil man auch innerhalb der EZ bis zu 30 Std die Woche arbeiten darf. EZ ist vereinfacht gesagt nur ein Begriff für die "zeitliche Absicherung eines Arbeitsvertrages".

Was zählt ist wie lange Du EG bekommst. Und da gilt, für EG2 zählen genauso die 12 Monate vorher wie für EG1. Der Unterschied ist nur, das bei EG2 die ersten 12 Monate EG eben ausgeklammert werden, genau wie die Mutterschutzzeiten. Diese werden dann eben durch Zeiten von vor Kind1 ersetzt - gilt aber eben nur für erstes Jahr EG und Mutterschutz. Wenn Dein zweites Kind also etwa 12-15 Monate nach Kind1 kommt gibt es (fast) identisch EG wie bei Kind1. kommt Kind2 später, dann wird je nachdem wann es kommt ein Teil oder auch der komplette Zeitraum mit 0 € Einkommen gerechnet, außer Du arbeitest innerhalb der EZ.

Bei der Planung von 18 Monate bedenke, wenn du weniger wie 2 Jahre EZ meldest, dann brauchst Du in dem Falle das du doch verlängern musst/willst das OK des AG. Verweigert er dir dieses - was sein Recht ist - dann musst du im schlechtesten Falle kündigen. ich würde das nur machen wenn du absolut sicher bist das du wieder VZ arbeiten kannst und willst wenn dein Kind 18 Monate alt ist - sprich du auch 1000000% sicher einen Betreuungsplatz hast und du dir auch zutraust evtl hochschwanger und mit Kleinkind wieder VZ zu arbeiten. Ansonsten würde ich dazu raten, melde 2 Jahre EZ an, mit dem Wunsch nach 18 Monaten in TZ wieder zu kommen - was man dann etwa 3 Monate vorher genauer bespricht und melde dem AG auch an das du dir das 3te Jahr EZ für später freihälst. Dann kannst Du das bis zur Einschulung immer noch nutzen. Sollte dein AG dann keine TZ-Stelle haben, könntest du mit diesen Voraussetzungen auch solange du in EZ bist woanders in TZ arbeiten - Zustimmung kann der AG nur schwer verweigern wenn kein Konkurrent - ohne das du deinen sicheren Job eben kündigen musst.

Sollte es wie geplant zur zweiten Schwangerschaft kommen, kannst du laufende EZ zum erneuten Mutterschutz auch ohne Zustimmung des AG beenden und würdest dann volles Mutterschaftsgeld wie bei Kind1 bekommen. Eben wenn Du noch einen VZ-Job hast und den nicht doch blöderweise kündigen musstest oder dauerhaft auf TZ geändert hast außerhalb der EZ weil es doch anders gekommen ist wie geplant...

Bis Kind1 3 Jahre wird gibt es zudem noch den Geschwisterbonus beim zweiten Kind an EG.

von Danyshope am 29.06.2017, 19:57 Uhr

 
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