Übergang Familienkost

Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek Frage an Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek Dipl. Ing. (FH) Ernährungs- und Hygiene­technik Zert. Ernährungs­therapeutin QUETHEB e.V. Allerg. Ernährungs­fachkraft DAAB e.V.

Frage: Übergang Familienkost

Liebe Frau Schwiontek, unsere Tochter ist gerade 1 Jahr geworden. Bis vor kurzem hatten wir noch eine ziemlich gut laufende Routine: 6.00 Pre, 9.00 Butterbrotstückchen,12.00 GKF, 15.00 GOB, 18.00 MGB. Zusätzlich haben wir seit ein paar Wochen versucht, vor den Breien Familienkost anzubieten. Der Brei war von Anfang an nur selbst gekocht, sie hat so gut wie immer die ganze Portion gegessen und war dann bis zur nächsten Mahlzeit satt. Nachts hat sie meist 11-12 Stunden am Stück wirklich durchgeschlafen.    Nun stecken wir vermutlich noch im 55- Wochen-Sprung und vom vorher gut funktionierenden Tagesablauf ist nicht mehr viel übrig geblieben. Mittagsbrei und Nachmittagsbrei werden mittlerweile komplett verweigert, von den Breien ist also nur noch der Abendbrei übrig geblieben. Wir versuchen  nun also zu den restlichen Mahlzeiten Familienkost zu geben, was manchmal ganz gut und manchmal gar nicht funktioniert, oft landet ein Großteil auf dem Boden. Was am einen Tag gut angenommen wird, klappt am nächsten Tag wieder gar nicht oder nur kurz. Sie nimmt somit also bei den Mahlzeiten viel zu wenig zu sich und hat dann spätestens  wenn es ins Bett geht (aktuell noch 2 Tagschläfchen) Hunger. Wenn ich ihr nun gar nichts gebe, ist sie aufgrund des Hungers absolut nicht zu beruhigen, wodurch dann das entsprechende Tagschläfchen ausfallen würde und der Rest des Tages bzgl. Essen und Schlafen noch schwieriger wird, ich gebe ihr also ein Fläschchen Pre. Da nur noch der Abendbrei funktioniert, müssen wir mittlerweile ziemlich viel mit Pre ausgleichen (und eigentlich wollten wir langsam ganz von den Pre Fläschchen weg...). Und durch die ganzen fehlgeschlagenen Versuche ist es zeitlich an vielen Tagen auch nur noch chaotisch. Im Prinzip denke ich, dass sie für ihr Alter eigentlich ganz gut isst - sie isst Brot mit Butter/Frischkäse, Gurken, Nudeln, Kartoffeln, Bulgur, Zucchini, Paprika, Trauben, alle möglichen Beeren...Auch z.B. Risotto und Quiche Lorraine hat sie probiert. Und es klappt bezüglich der Motorik immer besser, auch wenn sie erst 2 Zähnchen hat. Also ich finde sie macht das wirklich gut, aber durch die Breiverweigerung können wir nun eben nicht durch Brei ausgleichen , sondern nur durch Pre, was sich wie ein ziemlicher Rückschritt anfühlt. Und dadurch kommt nun auch der Schlaf durcheinander, weil sie teilweise mitten in der Nacht vor Hunger aufwacht (das hatten wir das letzte Mal mit 3 Monaten, Schlaf war nie ein Problem). Wie kommen wir da wieder raus, was können wir anders machen? Oder ist es sinnvoll, erst mal den Entwicklungssprung abzuwarten? Sie fängt auch gerade an zu laufen und Trennungsängste scheinen jetzt auch vermehrt aufzukommen, ein neues Zähnchen scheint auch zu kommen, im Moment ist es schon wirklich sehr viel auf einmal.  Vielen Dank und VG

von Baghira222 am 03.10.2022, 22:50



Antwort auf:

Übergang Familienkost

Guten Morgen, Ich würde tatsächlich einfach alles so belassen wie es war. Wenn es Tage gibt an denen sie weniger ist, dann ist das so. Stellen sie nicht wieder auf ein Fläschchen um, dann erreichen Sie genau das Gegenteil. Hat sie dann abends Hunger, das muss sie lernen, wenn tagsüber zu wenig gegessen wird und sie den Brei verweigert, man eben abends Hunger bekommt. Geben Sie ihr ein Fläschchen, weiß sie ja nun genau, dass es sowieso noch etwas gibt. Entwicklung, abwarten, und vermehrt auf Familienkost setzen. Viele Grüße, Alina Schwiontek 

von Dipl. Ing. Schwiontek am 04.10.2022


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