Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Fragen zur Milchmenge

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Hallo Frau Neumann!

Ich habe ein paar Fragen bzgl. Milchmenge/-produkten. Meine Tochter ist 17 Monate alt.

1. Kleinkinder in diesem Alter können bis zu 300 ml Vollmilch erhalten - stimmt das so? Zählt zu diesen 300 ml Pre-Milch dazu oder kann ich die extra rechnen?
Pro Tag gibt es noch ein Pre-Fläschchen und dann wär die Milchmenge ja damit schon fast erreicht...

2. Meine Tochter bekommt morgens zum Frühstück Haferbrei. Das hab ich so angefangen, weil sie bis dato wenig Fleisch essen und ich mir den Eisengehalt im Hafer zu Nutze machen wollte. Nun steht sie Fleischmahlzeiten neugieriger gegenüber und ich möchte schön langsam auf ein Frühstücksbrot + einen Becher Milch umsteigen. Was wäre denn eine normale Portion Milch zum Frühstück? Den Brei mache ich ja immer mit 200 ml Flüssigkeit... kann man das 1 zu 1 umlegen - also 200 ml Milch im Becher? Kann ich ihr die Milch auch als Halbmilch (50/50 Milch/Wasser) reichen? Dann könnte ich ihr nämlich auch nachmittags oder abends noch milchhaltige Lebensmittel geben...

3. Abends bekommt meine Kleine noch das erwähnte Pre-Fläschchen mit 200 ml. Da sie mittlerweile besser isst, denke ich, dass es eigentlich auch ohne Flasche funktionieren müsste. Allerdings ist meine Tochter eine sehr, sehr schlechte Wasser-Trinkerin. Unter tags schafft sie vielleicht so um die 50 ml. Jetzt gebe ich ihr die Flasche hauptsächlich als Durstlöscher. Ist es ok, wenn ich die Pulvermenge im Fläschchen reduziere (zb. statt 6 nur 4 Löffeln) oder schade ich ihr damit irgendwie?
Wann sollte den mit den Fläschchen generell Schluss sein?

Vielen Dank schon mal für ihre Antwort.

von Hanna1988 am 13.07.2021, 20:51 Uhr

 

Antwort auf:

Fragen zur Milchmenge

Hallo Hanna1988
du kannst deine Tochter jetzt einfach umgewöhnen und das Fläschchen abschaffen. Esst so oft es geht zusammen und lass deine Tochter alles, was geeignet ist mit essen. Frühstückst du morgens Brot? Dann klappt der Umstieg bestimmt ganz schnell. Aber beobachte deine Tochter und reagiere auf ihre Bedürfnisse. Schau, wo sie vielleicht etwas Unterstützung braucht. Hilf ihr dabei, leckere und geeignete Speisen zu entdecken. Lass sie bei dir probieren und lass sie mit dem Essen ganz viel experimentieren.
Im zweiten Lebensjahr liegt die Empfehlung zur Zufuhrmenge für Kuhmich bei etwa 300 ml pro Tag. 100 ml Kuhmilch lassen sich adäquat ersetzen durch:
- ca 100g Naturjogurt,
- ca 15 g Schnittkäse wie Gouda, Edamer (= ca 1/2 Scheibe)
- oder 30 g Weichkäse (pasteurisierter Brie etc)
- oder ca 30-40g Frischkäse
mit diesen Mengen ist der Ersatz für Trinkmilch aufgrund adäquater Eiweiß- und Calciumgehalte gegeben.
Quark hat einen realtiv hohen Eiweißgehalt bei vergleichsweise geringem Calciumgehalt, weshalb Quark nicht zu häufig gegeben werden sollte.
Pre-Milch zählt nicht direkt dazu. Aber: Pre-Milch enthält Eiweiß, wenn auch weniger, und dieses sollte in die Gesamtberechnung mit einbezogen werden.
Noch dazu kommt, dass das Fläschchen nicht mehr altersentsprechend ist - auch wegen der Zahngesundheit. Es wäre gut, wenn ihr das Fläschchen ganz bald komplett abschaffen könntet.

200 ml als Kuh-Trinkmilch zum Frühstück wäre eine ordentliche Trinkmenge. Würde deine Tochter so viel Kuhmilch aus einer Tasse trinken und dazu Brot essen? Du kannst es versuchen. Es wäre möglich, die Milch mit Wasser zu strecken. Üblicherweise werden Milchtrinkmengen kleiner. Und das ist auch so vorgesehen. Deine Tochter sollte die Milch möglichst aus einem offenen Trinkgefäß trinken und auf Trinkhilfen verzichten. Für die Zahngesundheit und die Entwicklung der Mundmotorik (sprechen) ist das Abschaffen sämtlicher Trinkaufsätze im Alter deiner Tochter sehr empfehlenswert.
Du brauchst deiner Tochter das Fläschchen auch nicht zum Wassertrinken bzw nicht zum Durstlöschen anzubieten. Auch Pre-Miclh sollte in diesem Alter möglichst nicht mehr zur Trinkanimation gegeben werden.
Du kannst euren jetzt Speiseplan umstellen. Deine Tochter wird sich immer besser daran gewöhnen. Je mehr Gelegenheiten du ihr gibst, desto besser wird die Umstellung klappen.

Hast du noch Fragen oder brauchst du noch ein wenig Inspiration ?
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 15.07.2021

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